Hallo Kollegas!! Ich würde ein paar gedankliche inputs zu folgendem Problem benötigen: Laienschauspielgruppe, ca. 8 Personen zugleich auf der Bühne, nur Sprache, kein Gesang, keine Musik von der Bühne, verschiedene Veranstaltungsorte, zur Schonung der Stimmen und zur besseren Verständlichkeit im ganzen Saal, ist das abnehmen der Stimmen erwünscht. Mikros möglichst nicht "störend sichtbar". Abhängen von Mikrofonen von der Decke od. ähnliches meist nicht möglich, ausserdem very low budget. Hat jemand zufällig Erfahrung damit, oder eine gute Idee. Kennt jemand eventuell billig - Funksysteme, die für diesen Zweck geeignet sind?? Sennheiser und ähnliches ist für die Gruppe zur Zeit noch nicht finanzierbar. Tschüss und Danke, the undertaker of keoma.
Hallo, Man könnte jetzt ganz brutal antworten und sagen: "Die sollen's Maul aufmachen". Aber Spaß beiseite: Versuche doch mal bei einem Anlagenverleiher Dir die Sennheiser-Funkmikrofone auszuleihen - so teuer ist das nicht. Auf jeden Fall billiger als ein Kauf einer kompletten Ausrüstung. Mit Funkmikrofone dürfte das noch am besten realisierbar sein, am besten mit den Ansteckmikrofonen. Abhängen von Rohrrichtmikrofonen ist nicht das Ideal weil technisch zu aufwendig. MfG Rainer G
Tag, Wenn das Buget knapp ist, sollte man am Kabel bleiben ! Du solltest auf keinen Fall billige Funkstrecken kaufen!!! 8 Strecken können selbst bei hochwertigen Anlagen Probleme machen. Je nach Standort gibt es mit der Anzahl schon Probleme. Wenn günstige Produkte aus den VHF Bereich eingesetzt werden, werden spätestens an jedem dritten Ort höchstens 6 davon reibungslos laufen. Garantiert! Bei 8 Strecken kann ich nur zu den großen Sendeanlagen von Shure oder Sennheizer raten, da diese auch die Möglichkeit bieten Frequenzen in umfangreicher Form zu variieren. Zudem addiert sich der Störgeräusch - Pegel zu einem deutlichen Problem bei 8 billigen Sendern. ( Für Sprachbeschallung nicht empfehlenswert )
Bleib lieber am Kabel und überleg Dir ein Konzept mit z.B. Grenzflächen auf dem Bühnenboden und Stativen am Rand etc. Viellecht kann man besser das Geld sparen und bei wichtigen Auftritten einen Sendeschrank dazumieten.
Hallo, Man könnte jetzt ganz brutal antworten und sagen: "Die sollen's Maul aufmachen". Aber Spaß beiseite: Versuche doch mal bei einem Anlagenverleiher Dir die Sennheiser-Funkmikrofone auszuleihen - so teuer ist das nicht. Auf jeden Fall billiger als ein Kauf einer kompletten Ausrüstung. Mit Funkmikrofone dürfte das noch am besten realisierbar sein, am besten mit den Ansteckmikrofonen. Abhängen von Rohrrichtmikrofonen ist nicht das Ideal weil technisch zu aufwendig. MfG Rainer G
Hallo Rainer, das mit den Ansteckmicros ist zwar eigentlich eine tolle Sache, aber nur wenns wirklich hochwertige sind und der Mann an den Reglern feingefühl besitzt. Ich selbst hab schon mehrere "billig" Modelle getestet und war überhaupt nicht zufrieden damit (Verständlichkeit, Rückkopplung, Rascheln...). Ich hab dann mal nach langem bitten und betteln ein Set von einem Tontechniker des damaligen SWF bekommen. Ich glaube es waren Sennheiser. Das waren bisher die einzigen Ansteckmicros die auch wirklich als solche funktioniert haben, allerdings sind diese richtig teuer gewesen. Da sich diese Investition nicht für jeden Verleiher lohnt werden oft billigere Variationen gekauft, mit oben genanntem Ergebniss. Wenn schon billig und trotzdem Funkansteck, dann wenn möglich Kopfbügel, wenns die Optik zulässt. Annsonsten ist die Aussage deines ersten Satzes Gold wert bei solchen Übertragungen. Heiko H.
Hallo, auch wenn es natürlich sehr verlockend erscheint, habe ich gewisse Zweifel, ob die Funklösung nicht doch den finanziellen Rahmen sprengt (speziell wenn man hochwertige Systeme und Kapseln einsetzen möchte) bzw. ob sie dem Anspruch, unauffällig zu sein noch genügt. Man denke nur mal an Headsets, die dürften einfach zu auffällig sein, und nicht zuletzt müssen vielleicht doch einmal schnell die Kostüme gewechselt werden, dann bleibt man mit dem Kabel hängen etc. Ich kann generell Rainer nur zustimmen, denn das wichtigste (und vor allem kostenlose) "Hilfmittel" ist eine richtig eingesetzte, ausgebildete Sprecherstimme. Bestes Beispiel sind die allseits bekannten Volksschauspielgruppen (Peter Steiner etc.) die weitgehend ohne Mikrofonierung auskommen, weil sie eben "saulaut" sind, will sagen sehr klar und deutlich sprechen. Und wenn doch mikrofoniert wird, dann meines Erfahrung nach nie mit Ansteckern oder dergleichen. Manche verwenden wohl Grenzflächen am Bühnenrand, wir arbeiten mit AKG C391 mit Nieren und Supernierencharakteristik. Wer ganz viel Geld hat, kann sich auch eine Schöps-Miniaturnieren oder Supernierenkapsel gönnen. Die Mikros, je nach Bühnenbreite zwei bis vier Stück können entweder auf niedrigen Stativen (es gehen auch Tischstative) knapp über dem Bühnenboden positioniert werden, dann hat man aber viele Trittgeräusche oder von der Decke abgehängt werden, das wird jedoch nicht überall möglich sein. Zur Verstärkung empfehlen sich hochwertige kleine Systeme, etwa d&b E3 oder Kling&Freitag CA106 o.ä., die der Laufzeit des Direktschalls entsprechend verzögert (Haas-Effekt nicht vergessen!) und mit einem entsprechendem EQ zur Feedbackbekämpfung entzerrt werden. Wichtig ist, daß man es nicht übertreibt. Die Lautsprecher sollten nur in kritischen Bereichen etwas "nachhelfen", damit die Verständlichkeit erhalten bleibt, und sich akustisch so "unauffällig" wie möglich verhalten. Wenn alles richtig gemacht wurde, nimmt man nicht wirklich bewußt war, daß überhaupt was über die Anlage kommt. Alles andere ist im Theaterbereich ohnehin recht verpöhnt. Aber es ist klar, an dieses Ziel wird sich natürlich eine Laienspielgruppe mit begrenztem Budget erst allmählich herantasten können. Man wächst eben mit seinen Aufgaben. Nur eine Warnung zum Schluß: Wenn die Schauspieler wirklich nur vor sich hin säuseln und nuscheln, dann hilft auch die teuerste Anlage wenig bis nichts...