Äquivalenz-Mikrofonverfahren mit SM 69(?) @Rackerlui

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Rackerlui,
Du schriebst unten in dem Subthread wo es um das SM 69 ging folgenden Satz:
"....ein äquivalenz verfahren ist leider mit dem sm69 auch nur möglich, wenn man zwei davon hat..."
Ich kann nicht ganz nachvollziehen was Du damit konkret meintest. Das SM 69 ist ja prinzipbedingt ein Koinzidenzmikrofon. Wenn Du ein Äq.Verf. machen willst brauchst Du doch nur 2 Einzelmikrofone und wenn es unbedingt großmembranige sein sollen, dann kommt das U87 dem SM 69 am nächsten. Das U87 hat die K87-Kapsel und das SM 69 die K67.
2 x SM 69 in Äquivalenzanordnung (ORTF oder NOS) was soll das dann bewirken? Wie willst Du dann die 4 Signale verteilen?
Eine andere Möglichkeit mit der ich gute Erfahrung gemacht habe ist die Anordnung des "Strauß-Paket". Die Grundanordnung ist eine A/B-Anordnung aber mit je 2 Mikrofonen für jeden Kanal: 1 Druckempfänger und ein Druckgradientenempfänger. Die Kugel- und Nierensignale mischt man dann jeweils.
Ich habe das schon bei Choraufnahmen und auch bei großen Orchesteraufnahmen schon praktiziert. Der HR macht dies auch oft bei Orgelaufnahmen.

MfG
Rainer G
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Antwort#2
Hallo Rackerlui,
Du schriebst unten in dem Subthread wo es um das SM 69 ging folgenden Satz:
"....ein äquivalenz verfahren ist leider mit dem sm69 auch nur möglich, wenn man zwei davon hat..."
Ich kann nicht ganz nachvollziehen was Du damit konkret meintest. Das SM 69 ist ja prinzipbedingt ein Koinzidenzmikrofon. Wenn Du ein Äq.Verf. machen willst brauchst Du doch nur 2 Einzelmikrofone und wenn es unbedingt großmembranige sein sollen, dann kommt das U87 dem SM 69 am nächsten. Das U87 hat die K87-Kapsel und das SM 69 die K67.
2 x SM 69 in Äquivalenzanordnung (ORTF oder NOS) was soll das dann bewirken? Wie willst Du dann die 4 Signale verteilen?
Eine andere Möglichkeit mit der ich gute Erfahrung gemacht habe ist die Anordnung des "Strauß-Paket". Die Grundanordnung ist eine A/B-Anordnung aber mit je 2 Mikrofonen für jeden Kanal: 1 Druckempfänger und ein Druckgradientenempfänger. Die Kugel- und Nierensignale mischt man dann jeweils.
Ich habe das schon bei Choraufnahmen und auch bei großen Orchesteraufnahmen schon praktiziert. Der HR macht dies auch oft bei Orgelaufnahmen.

MfG
Rainer G
hi rainer,
stimmt schon aber ich hätte demzufolge nur eine kapsel des sm 69 genutzt.
wenn diese der kapsel vom u 87 ähnelt, kann ich auch das tlm 103 nehmen, das hat die kapsel des u87.
man sollte es aber trotzdem vielleicht mal probieren ;)
zwei mal das blumline im nos oder ortf verfahren, klingt interessant.
gruß racker
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Antwort#3
Hi Racker,
Das mit 2 SM 69 als NOS ist zwar mit Kanonen nach Spatzen geschossen, wenn Du es aber machst (wegen der Kapsel, denn ganz genau stimmen die Frequenzgänge der U87 mit denen des SM 69 nicht überein) dann beachte bitte, daß das CU 48 auf beiden Eigängen eingespeist werden muß, sonst funktioniert der interne Gleichspannungswandler nicht einwandfrei.
TLM 103 ist soweit O.K., ansonsten könntest Du versuchen zwei U67 zu verwenden, falls Du sie irgenwo auftreiben kannst. Ist der Vorläufer des U 87.
Ansonsten kann ich Dir auf Anfrage von jedem Neumann-Mikrofontyp der je gebaut wurde sagen welchen Kapseltyp das Mikrofon enthält. Angefangen bei der CMV3 bis zum M149.
Grüße
Rainer G
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Antwort#4
hi rainer,
vielen dank für deine info :)
vielleicht kannst du mir noch sagen, welches der beiden mikros, tlm 103 oder tlm 193, sich für gesang besser eignet, bzw. wo der wesentliche unterschied, abgesehen von der bauform ist ?? (der unterschied im preis beträgt immerhin fast 500,- DM, die das tlm 193 teurer ist)
gruß racker
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Antwort#5
hi rainer,
vielen dank für deine info :)
vielleicht kannst du mir noch sagen, welches der beiden mikros, tlm 103 oder tlm 193, sich für gesang besser eignet, bzw. wo der wesentliche unterschied, abgesehen von der bauform ist ?? (der unterschied im preis beträgt immerhin fast 500,- DM, die das tlm 193 teurer ist)
gruß racker

Hallo Racker,
Meine persönliche Empfehlung: Für Gesang würde ich das TLM 193 bevorzugen. Es enthält die K89-Kapsel und diese ist gegenüber der K87 etwas präsenzabgeschwächt, das TLM 103 dagegen hat die K87-Kapsel. Man hat dann nicht zu sehr quäkende Stimmen.
Es kommt allerdings darauf an was es für Sänger sind. Ich kann jetzt hier nur aus dem Bereich Klassik sprechen bei dem die Sängerinnen und Sänger aus dem Bereich "Oper" u.ä. kommen. Da verwende ich für Frauenstimmen und Tenöre das U 89 am liebsten (wegen der geringeren "Quäkneigung" während ich für Baß-Sänger das U 87 bzw. das SM 69fet bevorzuge. Das SM 69fet nehme ich dann wenn es mehrere Sägner/-innen sind (meist sind es 4), dann kann ich die Gesagnsgruppe stereo abbilden. Stelle da oftmals den Achsenwinkel auf 75° mit je Superniere (CU 48 auf Stellung 7) und dabei ergibt sich häufig eine sehr "plastische" Abbildung der Sänger auf der Stereobasis, d.h. man hat den Eindruck die Sänger stünden VOR den Lautsprechern.
Für weitere Infos gehe mal in den Neumann-Link. Die haben übrigens auch ein sehr gutes Forum namens "Pinboard". Mußt mal auf der Web-Seite von Neumann suchen. Ist leicht zu finden.

MfG
Rainer G

Neumann
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