"gehörschutz"-limiter

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
habe am wochenende mal wieder einen job mit dj's, kann aber nicht den ganzen abend am eq sitzen um die 2-4khz rauszunehmen (das leidiger problem der dj-gainreglungs-theorie). jetzt habe ich überlegt zusätzlich zum summenlimiter (1:4 bis 1:6 und peak limiter) noch einen kompressor pro set einzuschleifen, um ihn irgendwie nur auf diesen freuqenzbereich arbeiten zu lassen.
nun habe ich mit sidechain etc. noch nie gearbeitet, und habe wohl auch keine zeit, da nach einer lösung zu suchen. bisher dachte ich an terzband-eq in den sidechain und alles bis auf die 2-4khz zu cutten. funktioniert das dann so wie ich es will, und ist die auswirkung auf's signal auch gehörschonend?
da ich nur standard-verlieh material mieten kann, fallen prozessoren oder sonstwas weg.
wie kann ich die ohren der gäste schonen, ohne dem dj die gain- und masterregler festzukleben?
freue mich auf eure antworten, Bernard.
ZitierenPost melden
Antwort#2
Was ich schon mit Erfolg ausprobiert habe:
Stell dem DJ eine richtig fette Monitoranlage hin, die ihr Signal Post-Masterfader vom DJ-Pult bekommt. Und dann reiß das Ding richtig gut auf, daß einem das Blut kommt, wenn man am Master "zu weit" geht. Das hilft in der Regel. Man kann auch noch einen Schritt weitergehen und in die Monitoranlage für den DJ einem ihm unzugänglichen EQ einschleifen, der die "Schmerzzonen" schon von Haus aus etwas betont. Das wird ihn davon abhalten, mit dem Pult-EQ Spielchen zu veranstalten, die die Tanzfläche zum Bluten bringen.
Von der Idee mit dem Kompressor halte ich nicht so viel, das kann klangmäßig ziemlich in die Hose gehen. Nach welchen Kriterien hättest du das Ding denn einstellen wollen?
Am billigsten ist immer noch die "alte Methode": Der DJ bekommt eine eingemessene Anlage, hat am Summen-EQ nichts verloren und ein Bevollmächtigter ist den ganzen Abend über da, um Baby zu sitten: "No clipping, no red lights!"
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hallo,
Janko hat schon recht. Ich wuerde das mit der Side chain auf keinen Fall machen. Dein Compressor wird dann ja nur getriggert, wenn die Mitten zu laut sind, aber wenn er eingreift nimmt er dir auch alles andere Raus. Das kann dann in den Baessen schon recht aetzend klingen (wenn die dann mit Komprimiert werden).
Ich wuerde Dir auch raten, den ganzen Abend jemandem am Pult zu haben, da DJ's den Abend ueber immer lauter werden. Da hilft es nichts, wenn nur ein "Babysitter" dort ist, der aber davon nicht richtig die Ahnung hat.
Das mit dem sehr lauten Monitor mix wuerde ich auch machen, aber ACHTUNG, sehr viele DJ's sehen sich as erfolgreich, wenn der Speaker am Abend bruzelt (also in der Tonne ist), also trotzdem immer schoen mit einem brickwall Limiter (ob nun Amp intern oder extra) sichern.
Gruss,

HaJo
ZitierenPost melden
Antwort#4
hi,
bandpass davor oder mehrbandkompressor nehmen.
de- esser würde auch gehen.
gruß racker
ZitierenPost melden
Antwort#5
Habe auch ab und an Probleme mit DJs.
Wie macht ihr das denn:
Die Jungs sind ja für Pegelexzesse bekannt (YELLOW, RED, FIRE!). Dann ist es doch so, dass aus dem DJ-Pult (welches natürlich schon im roten läuft) ein ge-clipptes Signal rauskommt. Dieses grillt mir dann den Abend über die Treiber. Da bringt auch kein Limiter was, oder?
Allerdings auf die Idee mit dem an der Schmerzgrenze betriebenen DJ-Moitor bin ich noch nicht gekommen. Guter Tip.
M.
ZitierenPost melden
Antwort#6
Habe auch ab und an Probleme mit DJs.
Wie macht ihr das denn:
Die Jungs sind ja für Pegelexzesse bekannt (YELLOW, RED, FIRE!). Dann ist es doch so, dass aus dem DJ-Pult (welches natürlich schon im roten läuft) ein ge-clipptes Signal rauskommt. Dieses grillt mir dann den Abend über die Treiber. Da bringt auch kein Limiter was, oder?
Allerdings auf die Idee mit dem an der Schmerzgrenze betriebenen DJ-Moitor bin ich noch nicht gekommen. Guter Tip.
M.
Hallo zusammen,
also so ganz verstehe ich euer Problem ja nicht...
Ich hab schon mehrere Clubs eingerichtet und bisher noch keine Probleme
mit übermäßig schlechtem Sound oder zerschossenen Treibern gehabt.
Standart ist momentan das Pioneer 600 und das bringt sehr viel Pegel.
In allen Clubs hab ich außerdem:
1. wie erwänt eine gute Monitoranlage mit ordentlich Druck (auch Bass)
2. Dynacord DSP 224 oder 244 Prozessor
eingebaut.
Wie schon gesagt, damit hatte ich bisher, auch in Clubs mit ständig wechselnden DJs, keine Probleme.
Wird der Gain-Regler wie von Dir angesprochen auf anschlag gedreht, überfährt er damit den Digitalen Limiter des Prozessors, mehr nicht. Das passiert vielleicht ein zwei mal und er weiss , wo sein "Arbeitsbereich" liegt.
Das sind bisher meine Erfahrungen.
Außerdem sollte die Hauptanlage natürlich über gewisse Reserven verfügen um nicht ständig am Limit zu fahren.
mit besten Grüssen
Heiko H.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Außerdem sollte die Hauptanlage natürlich über gewisse Reserven verfügen um nicht ständig am Limit zu fahren.
die anlage ist nicht das, was mir sorgen macht. die ist eigentlich 'überdimensioniert', weil ich gerne viel luft nach oben habe. genau das ist aber der grund, warum man mit sicherheit den leuten einen bleibenden gehörschaden zufügen kann, wenn man wollte. aber wer will das schon...
ein limiter in der summe (vor der frequenzweiche) ist drin, was genau ich kriege hängt noch vom verleih ab, aber dbx 166 wirds schon sein. der dann halt auf starke kompression + peaklimiter dazu und schon geht der pegel nicht mehr höher. wenn der dj dann mehr lautstärke haben will (was er ja aber nicht kriegt, und auch nicht kriegen darf) dreht er die gainreglung auf- clipping -> höhenlastiges signal. oder nicht?
grüsse, Bernard.
ZitierenPost melden
Antwort#8
bandpass davor oder mehrbandkompressor nehmen.
stimmt- multiband wäre ja ideal, weiss ich aber nicht, ob ich einen bekommen kann. wie sieht es aus wenn man den limiter hinter die frequenzweiche hängt, so das er nur die tops limitiert, und einen 2. vor die bass-endstufen? macht das eigentlich sinn, da die omnidrive doch sowieso limiter drin hat? wenn ja dreh ich einfach den endstufen-gain runter, und schon wäre die sache gegessen. hab ich da nen denkfehler drin? wenn das was hilft kann ich morgen mit dem verleih telefonieren und mir genau sagen lassen was ich kriegen kann, auch zum thema multiband kompressor.
grüsse, und schonmal danke, bernard.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Außerdem sollte die Hauptanlage natürlich über gewisse Reserven verfügen um nicht ständig am Limit zu fahren.
die anlage ist nicht das, was mir sorgen macht. die ist eigentlich 'überdimensioniert', weil ich gerne viel luft nach oben habe. genau das ist aber der grund, warum man mit sicherheit den leuten einen bleibenden gehörschaden zufügen kann, wenn man wollte. aber wer will das schon...
ein limiter in der summe (vor der frequenzweiche) ist drin, was genau ich kriege hängt noch vom verleih ab, aber dbx 166 wirds schon sein. der dann halt auf starke kompression + peaklimiter dazu und schon geht der pegel nicht mehr höher. wenn der dj dann mehr lautstärke haben will (was er ja aber nicht kriegt, und auch nicht kriegen darf) dreht er die gainreglung auf- clipping -> höhenlastiges signal. oder nicht?
grüsse, Bernard.

Hallo Bernhard,
dbx 166 ist mit sicherheit ein guter Kompressor, aber er ist analog und läßt sich nicht mit dem digitalen Limitieren mit hilfe von z.B. eines DSP244 vergleichen. Letzten endes hängt der Sound jedoch immer vom DJ selbst ab, und das muß, bzw. sollte er ja auch. Sofern es sich um einigermaßen professionelle DJs handelt sind diese ja auch selbst an zwar große Lautstärken aber auch ein einem guten Sound interessiert. Deshalb mein Tip: Wenn du dbx bekommst, schleife einen vor die Top-Amp und einen vor die Bass-Amp. Außerdem wie erwähnt eine gut dimensionierte Monitoranlage die in etwa den Sound von der Tanzfläche widergibt (darf auch ruhig etwas mehr mitten und höhen haben). Hilfreich ist auch ein DJ-Pult welches bekannt ist (Pioneer 600 o.ä.) und der DJ kennt.
Wenn Du dann noch kurz vor dem Gig den DJ in die Anlage und ihren "Arbeitsbereich" einweihst, sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen
mfg
Heiko H.
ZitierenPost melden
Antwort#10
In den allermeisten Systemcontrollern, die ihren Namen wert sind, sind nicht nur Peak Limiter sondern auch RMS Limiter eingebaut. Im Idealfall wird auch noch das Verhalten des jeweiligen Treibers nachgebildet, damit der RMS Limiter eingreifen kann, wenn der Treiber durch den hohen mittleren Signalpegel, wie er zum Beispiel bei stark geclippten Signalen auftritt, zurücknehmen kann. Ergo: Sound klingt, wie eben der Output eine geclippten DJ-Pultes klingen muß, aber deine Treiber leben alle friedlich weiter.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.