Welches Stereo-Verfahren für Klavieraufnahme?

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo. Ich nehme Klavier (Pop-Songs) - bisher mit bescheidenem Erfolg - auf. Ich benutze dazu ein älteres dynamisches Mic (Hyperniere) und ein neu angeschafftes Kondensor-Mic (Niere). Hat mir jemand ein Tipp, welches Aufnahme-Verfahren ich benutzen soll? ("Intensitäts"-Stereophonie, Äquivalenz-Stereophonie oder Laufzeit-Stereophonie?) Und, würde ich mit zwei gleichen Kondensor-Mics (Niere) bessere Aufnahmen hinkriegen?
Gruss Herbert
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Antwort#2
Hallo Herbert,
zunächst überlege mal anhand der Erläuterungen von Herrn Sengpiel (ebs) in dem Thread weiter unten über Klavieraufnahmen, wie Du das Klavier auf der Stereobasis abbilden willst. Ich gehe auch mal davon aus, daß es sich hier ebenfalls um ein Klavier handelt, nicht um einen Flügel und ich gehe weiter davon aus, daß dem genannten Genre das Klavier sehr direkt abgebildet werden soll. "Intensitäts"stereofone Verfahren halte ich nicht für die geeignetste Lösung, weil man den Aufnahmebereich der Stereomikrofonanordnung i.d.R. schlecht ausnutzt, zumindest mit den von Dir angesprochenen Richtcharakteristiken.
Ich habe vor ein paar Tagen eine Klavieraufnahme gemacht mit ähnlichen Genres, wobei ich zwei Supernieren über den geöffneten Deckel angeordnet habe. Abstand ca. 50 cm. Keine "Intensitäts"stereofonie, sondern eine Äquivalenzanordnung, ähnlich ORTF. Da es Supernieren waren, konnte der Versatzwinkel relativ klein - so ca. 70° - gewählt werden. Das Klavier wurde breit über die Basis abgebildet.
Also meine Empfehlung: Äquivalenzanordnung mit 2 Nieren oder 2 Supernieren. Geeigneten Versatzwinkel so einstellen, daß das Klavier in der gewünschten Breite erscheint. Bitte beachten: Aufnahmebereich und Versatzwinkel sind gegenläufig. Also kleinerer Versatzwinkel ergibt größeren Aufnahmebereich und daher kleinere Abbildungsbreite des Instruments. Bei Supernieren kann der Versatzwinkel kleiner gewählt werden als bei Nieren. Bei allen äquivalenten Anordnungen sollten 2 gleiche Mikrofone benutzt werden.

MfG
Rainer
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Antwort#3
Guten Tag
Habe ähnliche Probleme: Stil: Klassisch (Bach, Chopin, Ravel...), Klavier ist ein 15-jähriges, "Grotrian Steinweg". Aufnahmeort: Stube von ca. 20 Quadratmetern. Aufnahme: über Mischpult auf MiniDisc/Harddisc, ev. daraus CD-Herstellung. (Private Nutzung). Vorhanden: 3 Mics (1 x Grossmembran, 1 x Niere, 1 x Niere dynamisch, Budget: ev. 1 neues Mic falls nötig).
Gruss Melchior
Hallo Herbert,
zunächst überlege mal anhand der Erläuterungen von Herrn Sengpiel (ebs) in dem Thread weiter unten über Klavieraufnahmen, wie Du das Klavier auf der Stereobasis abbilden willst. Ich gehe auch mal davon aus, daß es sich hier ebenfalls um ein Klavier handelt, nicht um einen Flügel und ich gehe weiter davon aus, daß dem genannten Genre das Klavier sehr direkt abgebildet werden soll. "Intensitäts"stereofone Verfahren halte ich nicht für die geeignetste Lösung, weil man den Aufnahmebereich der Stereomikrofonanordnung i.d.R. schlecht ausnutzt, zumindest mit den von Dir angesprochenen Richtcharakteristiken.
Ich habe vor ein paar Tagen eine Klavieraufnahme gemacht mit ähnlichen Genres, wobei ich zwei Supernieren über den geöffneten Deckel angeordnet habe. Abstand ca. 50 cm. Keine "Intensitäts"stereofonie, sondern eine Äquivalenzanordnung, ähnlich ORTF. Da es Supernieren waren, konnte der Versatzwinkel relativ klein - so ca. 70° - gewählt werden. Das Klavier wurde breit über die Basis abgebildet.
Also meine Empfehlung: Äquivalenzanordnung mit 2 Nieren oder 2 Supernieren. Geeigneten Versatzwinkel so einstellen, daß das Klavier in der gewünschten Breite erscheint. Bitte beachten: Aufnahmebereich und Versatzwinkel sind gegenläufig. Also kleinerer Versatzwinkel ergibt größeren Aufnahmebereich und daher kleinere Abbildungsbreite des Instruments. Bei Supernieren kann der Versatzwinkel kleiner gewählt werden als bei Nieren. Bei allen äquivalenten Anordnungen sollten 2 gleiche Mikrofone benutzt werden.

MfG
Rainer
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