An Tomy :Artikel "Production Partner"-RIA

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi Tomy,
ich hab grade im neuen Production Partner den Artikel über Raumimpulsantworten gelesen. Was meinst Du denn so dazu ?? .... Natürlich nur, wenn Du reingeschaut hast.
Bis dann
Jörg Kirsch
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Antwort#2
Hi Jörg,
also, als erstes natürlich die Vorrede, dass es hier um meine persönliche Meinung geht, und um nix anderes.
Zum Zweiten geht es in dem Artikel um die Messung der Impulsantwort zum Zwecke der 'Imitation' des Raumes.
Dafür sind S/N der Messung von >70dB nötig, ein Wert, denn man unter normalen 'Konzert/Aufbaubedingungen' (fast) nie erreichen kann, sonder nur, wenn man einen Abend lang in Ruhe einen Raum misst.
Dann sind da einige (kleine?) Ungereimtheiten drinnen, z.B. bei der Erklärung der MLS und speziell der Zweikanal FFT Messung, die aber nur theoretischer Natur sind.
Vieles bei dem neuen Sweepverfahren stellt sich für mich einfach als Abdruck des Artikels 'Simultaneous measurement of impulse response and distortion with a swept-sine technique' von Angelo Farina von der Universität Parma (Http://pcfarina.eng.unipr.it). Und, um ehrlich zu sein, ich kapiere es nicht so ganz im PP Artikel, wahrscheinlich weil einfach die Faltung nicht erwähnt wird.
Meine persönliche Erfahrung ist:
Am schnellsten bin ich mit MLS, und zur Kontrolle einfach die dual Channel FFT.
Das Thema sweep ist sehr interessant, ich hab da vor ca. einem Jahr schon mal dran rumprobiert, aber die Ergebnisse waren ehr ernüchternd. In dem Artikel geht es im übrigen um Probleme bei der Messung von Räumen mit sehr langer Hallzeit mit MLS oder anderen Signalen. (Eine der Forderungen für den Einsatz von MLS ist, das die Länge der Messsequenz > RT60).
Ja, das war mal ein kurzes Statement
Tomy
P.S. Wie soll ich es sagen: Die Wertungen des Kollegen kann ich nicht nachvollziehen. Interessant ist, dass sich der PP gerade am Punkt Messtechnik immer mehr unkritische Berichte (zuerst puschen sie MLSSA, dann eine als Test deklarierte 'Produktvorstellung mit Lobeshymne' von SMAART, jetzt verdammen sie plötzlich alles ausser dem Sweep....) bringt.
Aber, wie gesagt, ich bin da natürlich absolut parteiisch.
Werde jetzt mal die neuste Beta von SATlive 1.04 hochladen, bin mal gespannt, ob es irgendwelche Reaktionen gibt.

Der Grund, warum ich parteiisch bin :-)
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Antwort#3
Hallo
Ich wollte mir schon seit einiger Zeit das Production Partner abonnieren. Ich bin mir einfach nicht sicher ob es das beste Tontechniker Heft ist. Habt ihr eine bessere Empfehlung? Oder nehmt ihr eure Infos auch aus dem Production Partner?
Gruss Elias
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Antwort#4
Hi Elias,
eine ebenfalls gute Zeitschrift ist die "Audio Professional". Ebenso die "Studio post pro" aus dem Presse Projekt Verlag sowie die "Audio Media" (www.audiomedia.com) . Auch in den "Tonmeisterinformationen" stehen auch oft gute Sachen drin. Allerdings ist letztere nur für VDT-Mitglieder erhältlich (im Mitglieder-Jahresbeitrag enthalten).
MfG
Rainer
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Antwort#5
Hi,
zu den inhaltlichen Details des Artikels und vermeintlichen Ungereimtheiten kann sicher Swen Müller weitere Verständnishilfen geben (Anfragen leite ich gerne weiter), hier nur der Verweis darauf, dass es sich bei dem Artikel um eine etwas ?herunterskalierte? und angepasste Version seines AES-Papers ?Transfer-Function Measurement with Sweeps? (Swen Müller, Paulo Massarani, AES Journal 2001 June, Vol 49 Number 6, http://www.aes.org/journal/toc/AES-June2001TOC.html) handelt, der geneigte ?Extrem-Theoretiker? findet dort weitere Hintergründe. Aus dem Titel wird dann auch schon klar, dass es *nicht* allein um die Anwendung bei Raumsimulationen geht. Die Bezüge darauf ergaben sich eher zufällig, weil wir parallel den Yamaha-Reverb ?seziert? haben.
Zu der Frage, welches System denn nun von PRODUCTION PARTNER wie gewertet wird: Es gibt da weder ideologische noch finanzielle noch sonstige Vorlieben, zudem sind die im Posting genannten kommerziellen Systeme und die entsprechenden redaktionellen Texte unsererseits teilweise im Abstand von Jahren (!) nacheinander entstanden. Jede Lösung hat ihre speziellen Schwächen und Stärken - nicht umsonst gibt es sehr engagierte User mal für die eine, mal für die andere Variante. Diese Bandbreite kann und soll sich auch in PRODUCTION PARTNER zeigen.
Unser letzter Beitrag schließlich ist in Form und Inhalt ein gutes Beispiel für dieser Bandbreite: Die vorgestellten messtechnischen Ansätze sind ja von ihrem theoretischen Ursprung her unabhängig, man kann sich frei der einen oder anderen Methode bedienen. Wenn man überlegt, warum Röhrenkompressoren anders klingen, wird man hoffentlich nicht auch gleich verdächtigt, dass man mit russischen Röhrenfabriken unter einer Decke steckt ;-) Der Artikel hilft nur beim Abschätzen, mit welchen Kompromissen man jeweils leben muss - auf Basis der zu Grunde liegenden Fakten sowie unendlich vielen eigenen Messungen vom kleinen Studio über die Lautsprecherentwicklung bis hin zu Mega-Stadien. Verdächtig wäre mir aber dagegen, wenn man diese spezifischen Kompromisse bestreiten würde. Eine Fortentwicklung gibt es nur, wenn man sich diesen Fragen stellt, auch dafür gibt es ja konkret immer wieder positive Beispiele im Sinne von effektiven Weiterentwicklungen.
Herzliche Grüße und fröhliches Weiterdiskutieren,

Detlef Hoepfner
Stellv. Chefredakteur

PRODUCTION PARTNER
An der Wachsfabrik 8
50996 Köln

Tel.: +49 (0) 2236 - 96217-36
Fax: +49 (0) 2236 - 96217-40

www.production-partner.de
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Antwort#6
Hi,
im Prinzip stimme ich Dir vollkommen zu, und es soll ja auch Kollegen geben, die ganz ohne Messung einen tollen Sound hinbekommen, auch mit den 'geächteten' Equipment mit dem B.
Nur, ich finde, eine kritische Auseinandersetzung wäre schon schön, und wenn ein Benutzer ein Produkt vorstellt, dann sollte es auch Produktvorstellung heissen und nicht 'Test'. Hier beziehe ich mich v.a. auf den Smart live 'Test'.
Ansonsten ist es schön, dass sich auch die Fachpresse hier mal blicken lässt.
Tomy

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Antwort#7
Hallo Detlef,
ich finde es sehr nett, einmal jemanden von Euch hier im meist sehr netten "von Anfänger bis Profi Forum" zu sehen. Ich habe Euren Artikel gelesen und, ehrlich gesagt, vieles davon nicht verstanden. Dabei betreiben wir schon seit Jahren recht erfolgreich akustische und elekroakuatische Planungen. Eigentlich habe ich mir über die grundlegenden deterministischen- und systembedingten Probleme (wie im Artikel angesprochen)bisher wenig Gedanken gemacht. Liegt aber auch vielleicht daran, daß wir meist parallel zum Schrieb( verschiedene Programme wie SMAART, ATB oder "Hobby Box"(
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Antwort#8
Also ich muss hier auch sagen , dass der PP artikel zu jedem mess verfahren
eine sehr polarisierende These aufstellt diese dann aber gut detailliert ab und an auch demontiert aber ein schlechter bei geschmak bleibt.
Den SMARRT live test fand ich auch sehr einseitig wie so machen anderen PP test auch.
Ansonsten würde ich es begrüssen wenn die div. test und Fachmagazine einseitiger berichten würden.
ich wünsche mir eine zeitschrift, die vorallem im bereich Beschallung und Messsysteme operiert.
eine die Lievproductionen bespricht und eine die Studio eqiupment eine die alles rund um Kamera und Video bespricht.
die Jetztige PP finde ich nicht mehr so gut. alle 2 monate kommt der durchhänger.
auch eine sonder ausgabe mit div. Artikeln zu messtechnik und Lautsprecher beurteilung würde ich mir wünschen.
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