Betrachte mich als Beobachter...Beruf oder Berufung?

Erstellt 20 Antworten21 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich dachte ich schreibe mal einen kleinen Text über den Beruf des Tontechnikers an sich. Ich werde mal versuchen was interessantes zu schreiben!
Nun ja ich muß natürlich damit beginnen zu sagen das ich kein Studiomann bin und auch nur begrenzt Wissen darüber habe!
Jetzt will ich auch ne Lawine lostreten!!! Was ist ein guter Tontechniker, oder wie bekomme ich gute Jobs!
Meiner Meinung nach kann man einen vermeintlich guten Job erst erkennen wenn er vorbei ist. Ich bewerte gute Jobs auch nicht nach dem verwendeten Equipment und oder Band oder Production, sondern vielmehr was ich persönlich daraus gemacht habe! Und zwar für mich und den Kunden. Das geht nicht immer gut aber doch schon meistens! Ich finde ein guter techniker geht zielstrebig und mit Rückrat an die zu bewältigende Aufgabe heran und versucht mit den gegebenen Mitteln das bestmögliche Resultat zu erzeugen! Das beinhalted auch mal weniger wertvolles Material als auch weniger gute Hallen ( wenn es sowas gibt). Man vermittelt dem Musiker und Kunden ein Vertrauen, nicht aber unmögliches ( Jasager werden auf der Strecke bleiben ). Wer denkt er oder sie müßte eigenes Material besitzen ist deutlich im Irrtum. Verleihfirmen ( zumindest gute) haben da ein ganz anderes Intresse dran als ich zum Beispiel. Die kaufen im grossen Stil und verkaufen nach entsprechender Abschreibung und Nutzung.
Das ist eine ganz komplizierte Kunst von der ich nix verstehe ( Schuster bleib bei Deinen Leisten).
Also ich habe nur Wissen und körperliche Belastbarkeit zu verkaufen. Beide muss ich auf dem laufenden halten, und das nimmt schon viel Zeit in Anspruch. Schulung hier, Assistenten job da. Immer mal gucken was andere machen. Körperlich fit halten und nicht zu kurz hintereinander buchen ( Pausen einhalten). Kurzum bewußt arbeiten!
Dann ist man schon halb da!
Dann kommt irgentwann das eigentliche Ton machen. Das ist ja schon irgentwie kreativ und man hat ja schon ne bestimmte Vorstellung wie es klingen soll.
Da, und das kann ich allen garantieren, wird nach Geschmack bewertet und eingekauft. Da muss man seine Nische finden ( Try and error ). Ich weiß jetzt für mich das ich für Klassik nicht zu gebrauchen bin ( zumindest am Pult ). Meine Bands glauben das ich den gleichen Geschmack habe wie sie und das glaube ich auch! Deswegen kommen wir gut aus und wir vertrauen uns! Ganz wichtig!
Jetzt sitze ich hier und habe weit über 1000 Blues Brothers Shows gemischt, mal mit altem Zeug mal mit neuem und irgentwie ging es immer gut. Da hat man auch schon mal eine show versemmelt, aber die Jungs wissen das ich es eigentlich kann und sind nicht mehr sauer wenn ich auch mal nen schlechten Tag habe! Das ist sehr beruhigend.
Wie kommt man nun an gute Jobs?
Also ganz wichtig ist Ehrlichkeit und ein gesundes Maß an Selbstunterschätzung!
Das kommt gut an, wenn man leise und unauffällig seine Arbeit macht. Ich beobachte das viel bei Lichtleuten die dann sagen Sie sind Movinglight-operator und können kein normales Licht bedienen. Was ist denn das für ein Quatsch.
Man sollte immer abwärtskompatibel sein!!
Dann muß ich nur noch gucken wo gibt es die guten Jobs und dann nix wie hin da!
Zuhause warten bis das Telefon klingelt funktioniert garantiert nicht.
Da sagt man dann was man kann und auch wichtig was man nicht kann und man wird auf jedem Job immer einen finden von dem man sich was abgucken kann. Da darf man auch das fragen nicht vergessen! Dann klappt es mit dem Aufstieg!
Das man nach 2 Jahren dann bei den Stones ist kann man wahrscheinlich auch vergessen. Aber man kommt sicher dichter dran mit jedem Jahr!
Jetzt fahre ich nächste Woche wieder weg bis Mai und gehe mal wieder neue wege, eigentlich wie jedes Jahr, und halte so die spannung für mich aufrecht! Habe wieder Geld und Zeit in Wissen investiert. Das kann ich nicht in den Händen halten aber es bringt mich nen Schritt weiter! Wollen nur hoffen das die Stones nicht sterben bevor ich ankomme! Ich bin nämlich nach 15 Jahren im Gewerbe immer noch aufgeregt und kann mich freuen wenn es wieder mal weitergeht!!
In diesem Sinne versuche ich nur zu sagen, ne gute crew ist wichtiger als gutes Mat oder Behringer ist wenn man trotzdem lacht!!
Jetzt bin mal gespannt was hier passiert!



http://www.sanner-audio.de
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Antwort#2
Hallo Gert!
Habe zwar jetzt nicht die Zeit, Dir eine lange Antwort zu schreiben, aber das ist eigentlich auch nicht nötig, da mir die "Essenz" Deines Beitrags eigentlich sehr gut schmeckt. Man sollte aus allem das Beste rausholen (manchmal muß man das auch den anderen Beteiligten klarmachen - aber NICHT mit Selbstüberschätzung!) - denn ich glaube, daß es auch mit 20 Tonnen Technik nicht möglich ist, wirklich jeden Wunsch zu erfüllen (zumindest live - Studio mal ausgenommen).
Seine Sache im Hintergrund zu erledigen ist auch immer gut - denn man soll ja arbeiten und nicht sagen, daß man arbeitet, indem man nix arbeitet... ;-)
"Behringer ist, wenn man trotzdem lacht" - da ist was dran. Zumindest wenn man deren Anleitung liest, denn da heißt es z.B. (Mischpult 2004A): "es dürfen keine Mikrofone an- oder abgesteckt werden, während die Phantomspeisung eingeschaltet ist. Ebenso kann der Kurzschluß der +48V schwere Schäden verursachen". Was für Schäden und was das so sein soll, wird nicht verraten...
Aber man kann auch im positiven Sinn lachen: gestern abend noch habe ich dieses Gerät getestet auf Spannung, Kurzschlußstrom und gegenseitige Beeinflussung der Kanäle.
Schäden sind zunächst mal keine entstanden... und falls das doch noch kommen sollte, würde ich sofort das Geld zurückverlangen und hier nen schlechten Kommentar schreiben.
Das Meßergebnis war eigentlich ganz einfach: die Phantomspeisung ist technisch "normgerecht" gelöst: pro Ader an beliebigem Kanal exakt 7 mA Kurzschlußstrom, also 14mA pro Kanal (Summe beider Tonadern). Soweit ich es probiert habe, keine gegenseitige Beeinflussung der Kanäle bei hoher Belastung oder Kurzschluß von wenigen Kanälen (gestestet mit insgesamt dreien). Die Speisespannung beträgt an allen Anschlüssen 46,5 V im Leerlauf (d.h. mit "Belastung" durch Multimeter, dessen Innenwiderstand ich aber gerade nicht parat hab (Schande über mich ;-))
Also, zum Schluß ein leichtes Lächeln, daß zumindest hier nicht so gespart wurde, daß sich ein Ärgernis ergibt, sondern man damit arbeiten kann :-)
Viele Grüße,
Hansi
PS: ach ja, die Mikro-Vorverstärker tun alle noch... hab da aber noch ne Frage: wenn das Stöpseln der Mikros mit P-Speisung unproblematisch sein soll, warum "wirbt" dann ein gewisser Hersteller namens Mackie damit, daß bei "vielen Mischpulten" eine langsame Zerstörung der Mikrofon-Vorverstärker auftreten soll? Gut, die schreiben von der Durchleitung über Patchbays, was glaub ich Klinkenstecker sind, aber mehr als ein Kurzschluß des Verstärkereingangs ist das doch trotzdem nicht, oder?
Ihr seht, ich hab doch einige Fragen... und ich hoffe, daß es in Ordnung ist, euch die hier zu stellen, und ihr es so seht, daß es keine dummen Fragen gibt, sondern nur dumme Antworten.
Oder wie hat mal jemand gesagt (hab das mal irgendwo gelesen): Frage, und Du bist schlimmstenfalls ein Idiot für ein paar Minuten. Frage nicht, und Du wirst ein Idiot bleiben...
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Antwort#3
Hi Hansi,

Zu dem Behringer-Argument: "es dürfen keine Mikrofone an- oder abgesteckt werden, während die Phantomspeisung eingeschaltet ist. Ebenso kann der Kurzschluß der +48V schwere Schäden verursachen".
Um es ganz klipp und klar zu sagen: Wenn das so in der Anleitung steht ist dies mit Verlaub gesagt absoluter Quatsch und wenn die Geräte dadurch Schaden nehmen, sind sie fehlkonstruiert. Gemäß der Norm MUSS das Phantom kuzschlußfest sein, und auch der Mikrofonverstärker darf durch An- und Abstecken bei eingeschalteter Ph-Spannung keinen Schaden nehmen.
Ich persönlich richte mich da nach den Vorgaben des ARD/IRT-Pflichtenheftes 3/5. Dort steht ganz klar welche Anforderungen zu erfüllen sind.
Im professionellen Betrieb kann nicht erwartet werden, daß jedesmal wenn ein Mikrofon an- oder abgesteckt wird die Spannung abgeschaltet wird. Ich denke auch hier vor allem an den Anwenderbereich beim Rundfunk: Es sind keineswegs immer Techniker die solche Geräte bedienen sondern oftmals sind es Redakteure und Reporter die damit agieren und die denken da garnicht daran (wissen vermutlich gar nicht alle, daß C-Mikrofone eine Speisespannung brauchen).

""Schäden sind zunächst mal keine entstanden... und falls das doch noch kommen sollte, würde ich sofort das Geld zurückverlangen und hier nen schlechten Kommentar schreiben.""
Schlechter Kommentar bringt nichts. Kostenlose Rep. verlangen unter Hinweis auf die einschlägigen Normen.
Das Meßergebnis war eigentlich ganz einfach: die Phantomspeisung ist technisch "normgerecht" gelöst: pro Ader an beliebigem Kanal exakt 7 mA Kurzschlußstrom, also 14mA pro Kanal (Summe beider Tonadern).
Ob die wirklich normgerecht gelöst ist kannst Du so einfach nicht ausmessen, sondern dazu mußt Du im Schaltbild nachsehen. Oftmals findet sich vor dem Mittelpunkt der Speisewiderstände noch ein Vorwiderstand. Dieser darf nicht vorhanden sein. Ebenso müssen die Speisewiderstände eine Paarungtoleranz von kleiner 0,4% haben sonst wird die geforderte Unsymmetriedämpfung nicht erreicht. Das aber kannst Du mit dem von Dir beschriebenen Verfahren nicht feststellen.
Lies dazu mal die Aufsätze von Jörg Wuttke (Fa. Schoeps). Er hat der Ph-Speisung einen speziellen Aufsatz gewidmet wo er auch auf diese von mir gen. Dinge hinweist.
""wirbt" dann ein gewisser Hersteller namens Mackie damit, daß bei "vielen Mischpulten" eine langsame Zerstörung der Mikrofon-Vorverstärker auftreten soll? ""
Wo wird am meisten gelogen??:
Vor Wahlen, während eines Krieges, nach einer Jagd und in der Werbung...
keine weiterer Kommentar dazu :-)
MfG
Rainer
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Antwort#4
Hallo Rainer,
bez.>Ich persönlich richte mich da nach den Vorgaben des ARD/IRT-Pflichtenheftes 3/5 usw.
Hätte gerne den Text des o.a. Pflichtenheftes und aller für VA-Tech relevanten ARD/ IRT-Vorschriften als pdf.file oder per PM oder Fax: +43 7754 8531-4
Herzliches Dankeschön im Voraus
dechnikusch
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Antwort#5
Hallo Dechnikusch,
Die IRT-Pflichtenhefte kannst Du bei IRT in München gegen Gebühr bestellen. Ich habe sie nicht als pdf, sondern als Leitz-Ordner.
Geh mal in die Webseiten des IRT, dort gibt es auch ein Verzeichnis aller Pflichtenhefte. ALLE IRT-Pflichtenhefte sind ein derart umfangreiches und sehr teures Schriftenwerk, daß dazu ein ganzes Regal von Ordnern erforderlich ist. FÜr die Tontechnik ist nur die Reihe "3" relevant.
MfG
Rainer

Institut für Rundfunktechnik
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Antwort#6
Herzlichen Dank für die prompte und ausführliche Antwort.
In Österreich sind wir halt mit den Vorschriften bezüglich VA-Technik noch etwas unterinformiert.
Wäre schön, wenn sich diese Vorschriften in der EU etwas harmonisieren liesen.
Gruss dechnikusch
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Antwort#7
Hallo Rainer!
Ja, es steht wirklich so in der Behringer-Beschreibung, habe es gerade nochmal nachgelesen. Verstehe es nicht, wie man so unsachlich argumentieren kann, und gerade Anfänger werden dsadurch unnötig eingeschüchtert (oder soll genau das erreicht werden)?
Naja, egal, denn darauf kommts net an. Nur eben in einer Hinsicht: falls was schiefgehen sollte, könnten die mir das dann als "Fehlbedienung" anlasten? Aber das muß man ja erstens net sagen und zweitens ist es wie Du sagst äußerst unpraktikabel im Alltag, immer aus solche Kleinigkeiten zu achten (ganz davon abgesehen, daß man bei laufendem Betrieb die Speisung einfach nicht abschalten kann, wenn man mal noch ein Mikro dazustecken muß). Und ich denke, daß Dein Argument bzgl. der Norm nicht schlecht ist, und auch "günstige" Produkte müssen sich eigentlich an die Normen halten, wenn sie seriös bleiben wollen.
Den Text auf den Seiten der Fa. Schoeps habe ich gelesen, wo eigentlich auch diese Art der Messung empfohlen wurde. Die Zusammenhänge sind soweit schon klar, nur leider ist in den Unterlagen zum Behringer-Gerät nur ein Blockschaltbild enthalten. Dort sind nur die Speisewiderstände eingezeichnet, aber das hat nix zu sagen :-(
Angeblich sollen die ja keine Schaltpläne rausrücken wollen... aber weiß da jemand was genaueres dazu?
Wo wird am meisten gelogen??:
Vor Wahlen, während eines Krieges, nach einer Jagd und in der Werbung...
keine weiterer Kommentar dazu :-)

Dazu ist eigentlich auch kaum ein Kommentar nötig. (und ich stimme Deiner Meinung zu :-) Ich wollte das nur in dem Zusammenhang bringen, daß Behringer oft für die Werbung kritisiert wird, aber über Mackie noch nie was zu hören war, obwohl die mindestens genauso schlimm sind, immer die vermeintlich anderen Geräte schlecht zu machen ;-)
Viele Grüße,
Hansi
PS: und vielen Dank, daß Du Dir die Zeit nimmst, auf meine Beiträge zu antworten. Ich hoffe es ist nicht allzu lästig...
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Antwort#8
Hi Hansi,
zu den Schaltplänen: Da gibt es eine wirkungsvolle Methode: Halte bei einem möglichen Kauf, 10...20% des Kaufpreises solange zurück bis die vollständige Dokumentation vorliegt. Dazu gehören auch die Schaltpläne. Im professionellen Bereich (z.B. beim Rundfunk) wird dies so gehandhabt, dort besteht auf die vollständige Dokumentation sogar ein Rechtsanspruch. Der Kunde muß in der Lage sein Servicearbeiten selbst durchzuführen. Wenn die Angst haben es würde einer deren Schaltungen nachbauen, so ist dies schlichtweg lächerlich. Wer es darauf anlegt illegal nachzubauen, der schafft das auch ohne Schaltpläne.
MfG
Rainer
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Antwort#9
Hallo
Ebenso müssen die Speisewiderstände eine Paarungtoleranz von kleiner 0,4% haben sonst wird die geforderte Unsymmetriedämpfung nicht erreicht. Das aber kannst Du mit dem von Dir beschriebenen Verfahren nicht feststellen.
Ergibt sich aus dem ohmschen Gesetz. Die Messmethode von Hansi ist IMHO also durchaus aussagekräftig.
Trench
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Antwort#10
Hi Trench,
das setzt aber voraus, daß dann auch ein entsprechend genaues Meßinstrument zur Verfügung steht, mit dem es möglich ist, auf 0,4% genau zu messen. Die Paarungstoleranz auszumessen geht eigentlich nur mit einem Digital-Ohmmeter.
MfG
Rainer
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Antwort#11
Hallo!
Interessant, wieviel unterschiedliche Meinungen es gibt... aber ich will hier nicht zuviel schwätzen. Trench hat in einer Sache auf alle Fälle recht: es kann nach dem Ohmschen Gesetz KEINEN gemeinsamen Vorwiederstand vor den Speisewiderständen geben, sonst würde Spannung und/oder Strom, je nach Belastung nicht stimmen.
Zum prozentualen Fehler: nehmen wir mal den Stromwert als fix an (0,007A), dann ergibt sich bei einer Spannung von 46,4V rechnerisch R=6628,57 Ohm. Mit 46,6V ergibt sich bereits R=6657,14 Ohm. Wenn ich noch richtig rechnen kann, macht die Differenz der Werte 0,43 %. Der gemessene Strom kann sich höchstens zwischen 6,5 und 7,4 mA bewegen. Nehmen wir also eine konstante Spannung an von 46,5V an, dann ergibt sich für R mit 6,5 mA 7153,85 Ohm, mit 7,4 mA 6283 Ohm. Da macht der prozentuale Unterschied 13,86 % aus. Ums wirklich zu wissen, müßte ich also den Strom auf mehrere Dezimalen messen - das sollte sich einrichten lassen :-)
Werde demnächst mal schreiben, was sich ergibt. SCheint ja irgendwie interessant zu sein???? Oder langweilts schon jemand?
Die Abweichung in der Spannungsmessung ist dann also fast zu vernachlässigen.
Viele Grüße,
Hansi
Ergibt sich aus dem ohmschen Gesetz. Die Messmethode von Hansi ist IMHO also durchaus aussagekräftig.
Trench
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Antwort#12
Hallo!
Hoffe ich nerve hier noch niemanden (falls doch, bitte sagen ;-)
Habe gerade die Strommessung gemacht, und zwar in mA plus zwei Dezimalen. Die beiden Adern eines Kanals unterscheiden sich nach der Messung maximal um 0,01 mA. Für die konkreten Ergebnisse 6,85 und 6,86 mA mit einer Spannung von 46,5 V macht das prozentual einen Unterschied von 0,146 % in den berechneten Widerstandswerten. Wenn man nochmals 0,01 mA als Meß-Toleranz dazugibt, sind es 0,29 %. Liegt das Ergebnis nun in der Norm oder nicht?
Was mir aber aufgefallen ist, und daher meine Frage: ein Kanal tanzt aus der Reihe und hat 0,03 mA Unterschied. Genau dieser Kanal ist mir schonmal durch ein etwas kräftigeres Leerlaufrauschen im Vergleich zu den anderen bei Gain auf maximal aufgefallen. Ist das ein Reklamationsgrund, oder soll ich damit leben??? Ist da möglicherweise was am Vorverstärker?
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten :-)
Viele Grüße,
Hansi
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Antwort#13
Hallo!
Hoffe ich nerve hier noch niemanden (falls doch, bitte sagen ;-)
Habe gerade die Strommessung gemacht, und zwar in mA plus zwei Dezimalen. Die beiden Adern eines Kanals unterscheiden sich nach der Messung maximal um 0,01 mA. Für die konkreten Ergebnisse 6,85 und 6,86 mA mit einer Spannung von 46,5 V macht das prozentual einen Unterschied von 0,146 % in den berechneten Widerstandswerten. Wenn man nochmals 0,01 mA als Meß-Toleranz dazugibt, sind es 0,29 %. Liegt das Ergebnis nun in der Norm oder nicht?
Was mir aber aufgefallen ist, und daher meine Frage: ein Kanal tanzt aus der Reihe und hat 0,03 mA Unterschied. Genau dieser Kanal ist mir schonmal durch ein etwas kräftigeres Leerlaufrauschen im Vergleich zu den anderen bei Gain auf maximal aufgefallen. Ist das ein Reklamationsgrund, oder soll ich damit leben??? Ist da möglicherweise was am Vorverstärker?
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten :-)
Viele Grüße,
Hansi

Hallo Hansi,
Zunächst lassen die Zahlenwerte auf normgerechte P-Speisung schließen. Man sollte aber eines nicht vergessen - und das fiel mir gestern später noch ein, als ich das Posting auf Trench's Antwort schon geschrieben hatte - daß die Verhältnisse unterschiedlich sind, wenn der Mikrofoneingang einen Übertrager hat und wenn er Differenzverstärkereingänge hat. Im Fall des Übertragers liegt bei Kurzschlußstrommessung IMMER der andere Widerstand über die Trafowicklung parallel und die gemessenen Teilströme weichen daher geringer voneinander ab, als wenn man beide Widerstände getrennt messen würde. Allerdings sei darauf hingewiesen, daß man diese Messung möglichst vermeiden solle, weil man dadurch den Trafokern aufmagnetisiert.
Ansonsten würde ich mich da nicht zu sehr verrückt machen.
Das mit dem Rauschen muß nicht auf eine Unsymmetrie der P-Speisung zurückzuführen sein, das kann andere Ursachen haben.
MfG
Rainer
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Antwort#14
Grüsze!
Hast du oder wer anders vielleicht einen genauen Link, hab' auf der Homepage keine Pflichtenheftübersicht gefunden.
Dank im Voraus,
JF
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Antwort#16
Hallo Rainer,
vielen Dank für Deine Antworten. Die Sache mit dem Übertrager und der "Korrektur" durch den anderen Speisewiderstand ist klar, aber (hatte ich das echt vergessen zu sagen?) dieses Gerät hat elektronisch symmetrierte Eingänge, es dürften Differenzverstärker sein.
Zu der Sache mit dem einen Mikroeingang: das Rauschen kommt nicht von der P-Speisung, da es unabhängig davon ist, ob sie an ist (wär ja schlimm ;-).
Ich dachte nur, ob da evtl. der Vorverstärker was hat, oder evtl. ein Koppelkondensator nicht in Ordnung ist... aber der Unterschied ist wirklich minimal. Ich werde dann wohl nur was unternehmen, falls sich da was auffällig verändern sollte, denn das Rauschen ist nur im Leerlauf merklich, sobald der Eingang belegt ist, befindet es sich auf demselben Pegel wie bei den anderen auch.
Viele Grüße,
Hansi

Hallo Hansi,
Zunächst lassen die Zahlenwerte auf normgerechte P-Speisung schließen. Man sollte aber eines nicht vergessen - und das fiel mir gestern später noch ein, als ich das Posting auf Trench's Antwort schon geschrieben hatte - daß die Verhältnisse unterschiedlich sind, wenn der Mikrofoneingang einen Übertrager hat und wenn er Differenzverstärkereingänge hat. Im Fall des Übertragers liegt bei Kurzschlußstrommessung IMMER der andere Widerstand über die Trafowicklung parallel und die gemessenen Teilströme weichen daher geringer voneinander ab, als wenn man beide Widerstände getrennt messen würde. Allerdings sei darauf hingewiesen, daß man diese Messung möglichst vermeiden solle, weil man dadurch den Trafokern aufmagnetisiert.
Ansonsten würde ich mich da nicht zu sehr verrückt machen.
Das mit dem Rauschen muß nicht auf eine Unsymmetrie der P-Speisung zurückzuführen sein, das kann andere Ursachen haben.
MfG
Rainer
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Antwort#17
So als algemeine Antwort muß ich jetzt mal was klarstellen. Ich habe schon seit Jahren kein Behringer benutzt, weil es sich nicht ergeben hat.Kenne das Mat eigentlich garnicht. Deswegen möchte ich hier auch nicht den Eindruck erwecken es zu verteidigen. Gleichermassen verurteile ich es natürlich auch nicht. Mein obiger Beitrag war auch eher etwas spitzfindig. Ich habe persönlich nämlich eher das Gefühl das das Forum momentan eher ein bisschen Anti Behringer lastig ist. Vieleicht ist das gerechtfertigt aber allemal Langweilig.
Würde gerne auch mal andere Themen finden die ja alle interessieren sollten wie zum Beispiel Gagen oder auch rechtliche tips.
Weiterbildung wäre auch mal ein Thema was ich diskusionswürdig finden würde!
Ansonsten finde ich schon gut das es sowas überhaupt gibt ( Forum an Sich).
Werde mich aber wohl ab nächste Woche mal wieder nen bisschen rar machen, die liebe Pflicht ruft.
Als Anregung für ne Diskusion würde ich mal fragen was Leute denn so für Gagenvorstellungen haben und ob Leute eigentlich Grundsätzlich mit der Situation Verleiher-Techniker so zufrieden sind.
Ich für meinen Teil finde die Situation viel schwieriger als vor ein paar Jahren noch. Habe das Gefühl das man jetzt nicht nur vom Verleiher sondern auch noch von Kollegen im Preis gedrückt wird. Es soll ja Leute geben die für 350 Mark 18 Stunden arbeiten und dann noch ihr Essen selber mitbringen! Muss man da nicht überlegen den Bauchladen lieber wieder zu zu machen und bei der Post zu arbeiten?
Wie bezahlen die Das, Krankenkasse, Haftpflicht, Rente, Altersversorgung und vieleicht noch nen bisschen Hardware ( Laptop mit Meßsystem etc) und noch nen Auto.
Bei aller Liebe zum Ton aber essen ist echt wichtiger!


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Antwort#18
Ich bin blind ... ;-)
mfg
JF

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Antwort#19
Hi Hansi,

Zu dem Behringer-Argument: "es dürfen keine Mikrofone an- oder abgesteckt werden, während die Phantomspeisung eingeschaltet ist. Ebenso kann der Kurzschluß der +48V schwere Schäden verursachen".
Um es ganz klipp und klar zu sagen: Wenn das so in der Anleitung steht ist dies mit Verlaub gesagt absoluter Quatsch und wenn die Geräte dadurch Schaden nehmen, sind sie fehlkonstruiert. Gemäß der Norm MUSS das Phantom kuzschlußfest sein, und auch der Mikrofonverstärker darf durch An- und Abstecken bei eingeschalteter Ph-Spannung keinen Schaden nehmen.
[schnipps ...]
MfG
Rainer
Da ist wohl die Anleitung gründlich mißverstanden worden. Ich hab zwar kein Behringer, aber Soundcraft Spirit, und wenn da bei Phantomspeisung und Kanal offen ein Mikro an oder ausgesteckt wird, gibts einen kräftigen Knackser, der die Pegelanzeige voll in den roten Bereich treibt. Haben wir dann eine Endstufe und Lautsprecher am Ausgang, möchte ich mir wenigstens noch vorher die Ohren zu halten können.
Michael
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Antwort#20
Hi Michael,
Das ist völlig klar, daß es da einen Knacker gibt. Wenn ich vom Pult weg muß und ein Mikrofon aufstecken muß ziehe ich vorher den Regler des betreffenden Kanals zu oder schalte ihn stumm. Allerdings ist das bei Aufnahmen nicht so problematisch wie bei Beschallung.
MfG
Rainer
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