Hallo! Könnte mir bitte jemand eine Kleinigkeit (für die Poster hier wahrscheinlich unglaublich banales) in Sachen VU & Peak erklären? Bei einem VU Meter liegt der Testton bei -1db und es mißt bis 3db. (Richtig?) Beim digitalenPeakmeter liegt der Testton bei -18dbfs und es mißt bis 0 Beim anaolgen PM liegt der Testton bei -9db und es mißt (sichtbar) bis? Wo fangen die Dinger eigentlich mit dem Messen an?
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung! Ein absoluter Neuling
Hallo Newcomer, Der gravierende Unterschied zwischen VU-Meter (Volume Unit) und Peak (Spitzenwertmesser) liegt in erster Linie darin, daß der VU-Meter einen Mittelwert anzeigt mit einer Integrationszeit von 300 msec und auch einer Rückluafzeit von 300 msec. Der Spitzenwertmesser nach DIN bzw. IRT-Pflichtenheft zeit die Pegelspitze über einer Integrationszeit von 10 msec an und die digitalen Spitzenwertmesser zeigen sogar Spitzen die nur 1 Sample betragen an. Dei Skalenbereiche sind bei VU-Metern von -20...0...+3 dB festgelegt (ist international so) und die der Spitzenwertmesser nach DIN, bzw. IRT 3/6 sind festgelegt mit -50...0...+5 dB und neuere sogar mit -50...0...+10 dB. Bei Aussteuerungsmessern für digitale Schnittstellen gibt es keinen positiven dB-Bereich, weil das System bei 0 dBfs bereits voll ausgesteuert ist. D.h.: Der Wertevorrat des digitalen Systems ist damit erschöpft. Beim Analogen Aussteuerungsmesser heißt Ausschlag in den positiven dB-Bereich nicht unbedingt "Übersteuerung" bzw. Clipping, sondern nur daß der Nominalpegel (Bezugspegel) überschritten wurde. Einen Bezugspegel in diesem Sinne gibt es im digitalen Bereich nicht. Die von Dir angegebenen Testtonpegel sind rein willkürlich. Bei VU-Metern wird wegen der relativ großen Trägheit des Anzeigeinstruments ein sog. "Vorlauf" eingestellt, der meist so bei 6 dB liegt.
Hallo Rainer, herzlichen Dank für die rasche, kompetente und ausführliche Antwort! Der Kabelsalat in meinem Kopf hat sich wieder ein wenig mehr gelichtet. lg, Absoluter Neuling