Kanalzug verwechseln

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Servus,
da ich nur selten am Mischpult sitze (Hobby), passiert es mir immer wieder mal, daß ich am falschen Kanalzug rumschraube - also z.B. am 11. statt am 10.
Passiert sowas auch den Profis ;-?
Wie kann man das verhindern? Ich merke mir halt die Kanalnummer und gehe dann vom Gain aus nach unten. Trotzdem passiert mir immer wieder mal ...
Warum gibt es keine Pulte mit abwechselnd "gefärbten" Kanalzügen - schwarz/grau meinetwegen. Hatte noch niemand die Idee, sollte ich mir das jetzt gleich patentieren lassen?
redi
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Antwort#2
Servus,
da ich nur selten am Mischpult sitze (Hobby), passiert es mir immer wieder mal, daß ich am falschen Kanalzug rumschraube - also z.B. am 11. statt am 10.
Passiert sowas auch den Profis ;-?
Also mir passiert es auch. Bin aber auch kein Profie.....
Ich klebe das Pult meistens mit Klebeband zu. Nicht nur unten unter den Fadern sondern auch dazwischen. Oder die farbigen Klebestreifen, die bei Dat-Kasetten dabei sind. Kanale die ich nicht merh anfassen will/darf kleben ich von oben bis unten auf den Poties mit Klebeband zu. Oder ich markiere mir wichtige Kanale mit Klebebandstückchen.
PS. Wenigstens bei virtuellen Pulten vermisse ich die Möglichkeit sie farbig einzufärben. Ich habe schon oft am falschen geschraubt.
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Antwort#3
Hi Kollege,
""Passiert sowas auch den Profis ;-?""
Wenn Du mal im Fernsehen täglich die Nachrichten verfolgst passiert das mindestens 1 mal pro Woche! - Kein Witz. Was mir hin und wieder mal passiert, ist daß ich bei Live-Aufnahmen einen Regler etwas zu spät aufziehe oder zu früh zuziehe (bei Gesangssolisten z.B.) und das trotz Partitur mitlesen... Da braucht man sich nicht sooo verrückt zu machen.
Es sind schon viel schlimmere Dinge passiert. So soll damals mal als Helmut Kohl noch der Obermaschores (Frankfurter Ausdruck) unseres Landes war, eine Neujahrsansprache von im Fernsehen gesendet worden sein, die er 1 Jahr zuvor schon gehalten hatte...
MfG
Rainer
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Antwort#4
hallo redi,
solange nichts schlimmes passiert, ist das kein grund zur aufregung. schließlich sind wir alle nur menschen und machen (gottseidank) fehler..
gruß
willi
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Antwort#5
hallo redi,
solange nichts schlimmes passiert, ist das kein grund zur aufregung.
Live ist alles nicht so schlimm. Aber beim Aufnehmen sollte man doch alles so lassen wie es ist und nicht einen Kanal plötzlich verändern.
Denn so kannst du nicht mal in einem Lied, wo man später feststellt einen falschen Ton gespielt zu haben, diesen Ausbessern ohne alles neu einspielen zu müssen.
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Antwort#6
Also nochmal:
Wie kann man es (möglichst) verhindern, daß man beim Rumschrauben auf den falschen (Nachbar-) Kanalzug gerät?
Ich klebe das Pult meistens mit Klebeband zu.

Wenigstens bei virtuellen Pulten vermisse ich die Möglichkeit sie farbig einzufärben.
Rainer schrieb:
einen Regler etwas zu spät aufziehe oder zu früh zuziehe

Es sind schon viel schlimmere Dinge passiert. So soll damals mal als Helmut Kohl noch der Obermaschores (Frankfurter Ausdruck) unseres Landes war, eine Neujahrsansprache von im Fernsehen gesendet worden sein, die er 1 Jahr zuvor schon gehalten hatte...
Ja, das mache ich vor Live-Auftritten nicht nur am Mischpult sondern auch möglichst an allen anderen Ein- und Ausgängen. Das reduziert die Fehlermöglichkeiten - vor allem bei fehlender Routine - beträchtlich.
Wobei (fast) schlimmer als "fehlende" Routine eine "Halb-"Routine ist, bei der man (_nur_) meint, sicher zu sein und dann nachlässig wird.
Das finde ich nun aber erstaunlich, denn das ist doch eine einfache (auch programmier-technisch) und wirkungsvolle Möglichkeit, die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
Ich meinte eigentlich, daß man etwas verstellt, z. B. den EQ am Nachbarkanal
1. Das war nicht (aus _meiner_ Sicht) schlimm sondern lustig.
2. Das _ist_ passiert (31. 12. 1986).
3. Ich glaube nicht, daß es ein Versehen war. Soweit ich weiß, hat man auch nicht herausgefunden, wer für das "falsche" Band verantwortlich war.
4. Angeblich ist der Fehler nur deshalb aufgefallen, weil H. Kohl die gleiche Krawatte trug wie 1985 bei der letzten Neujahrsansprache "in diesem unserem Lande" ...
redi
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Antwort#7
Hi,
Ein alter "Studiohase" sagte mir mal den obigen Satz.
Was so alles vorkommt (gesammelte Werke aus verschiedenen Studios..):
Band verschränkt eingelegt (bei Analogmaschine) d.h.: Trägerseite anstatt Schichtseite lag an den Köpfen. Nach 20 minuten wurde auf "Hinterbandkontrolle" umgeschaltet und man hörte die Bescherung... (war natürlich live! gemäß Murphys Gesetz.
Schnitt vergessen und danach 500 Tonträger gemacht.
Schnitte verschoben (passiert bei SADiE 3.xx und höher leicht), Premaster nicht mehr abgehört und anschließend eine ganze CD-Pressung in den Sand gesetzt.
Bei M/S-Stereomikrofon M- und S-Kanal vertauscht (besonders peinlich wenn Stützmikrofone dabei sind).
2 mal der selbe Titel auf Schallplatte.
Im Preßwerk die Lackfolie für Schallplatte verhunzt.
Aufnahme (natürlich auch live!) gestartet und Spur nicht aktiviert, nach 3 minuten hinterband gehört und nichts auf dem Band...
Freitragender Bandwickel auseinander gefallen ("Katastrophen-Bobby" muß bei).
und vieles mehr. Also nicht verrückt machen...
MfG
Rainer
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