Equalizer

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich bin momentan am Überlegen, ob ich für unsere Live-Einsätze zu unserem Ultra-Curve noch zusätzlich einen 31-Band Mono-Equalizer für die Summenbearbeitung dazukaufen soll. Da wir sowieso komplett mono fahren und der Ultra-Curve wegen seiner digitalen Oberfläche langsam zu bedienen ist, verspreche ich mir ein einfacheres und schnelleres Handling. Auf dem Ultracurve könnte ich dann das eingerauschte lineare Frequenzspektrum der PA abgespeichert lassen. Mir ist klar, daß man beim Ultracurve auch Frequenzspektren subtrahieren oder addieren kann, aber da verlier ich zu schnell die Übersicht - und es handelt sich um Live-Einsätze, bei denen das Rack auf der Bühne steht. Was haltet Ihr grundsätzlich vom Klang des Ultracurve (DSP 8000)? Haben wir da schon ein Problem? Ich habe keinen direkten Vergleich zu anderen Geräten.
Vielleicht kann mir jemand mit seiner Meinung oder Erfahrung behilflich sein, evtl. auch bei der klanglichen Beurteilung verschiedener Mono-31-Band-Equalizer. Natürlich sind Klark, BSS und Symetrix sehr gute Geräte. Gibt es aber evtl. auch billigere, klanglich sehr gute Geräte?
Danke schon im Voraus,
Grüße, Phil
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Antwort#2
Hi Phil,
ich finde, das zwei 32 Band EQs hintereinander wenig Sinn machen, also dann entweder den Ultracurve raus, oder (wäre mein Favorit) mit einem Parametrischen EQ ergänzen (z.B. aus dem gleichen Hause).
Tomy

noch nix neues, aber bald
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Antwort#3
Hi Phil,
könntest Du einmal die Prozedur beschreiben, wie Du die Sache mit dem Einrauschen machst. Ich bekomme mit dem Ultra Curve bei gleichen Bedingungen und mehreren Messungen hintereinander, immer unterschiedliche Ergebnisse.
Ich bedank mich sch einmal und viele Grüße
Detlef
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Antwort#4
könntest Du einmal die Prozedur beschreiben
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Antwort#5
Hi Phil,
wir haben in einem Universalrack neben einem Mackie, Compressor etc(für Konferenzen, Kleinstgigs etc) auch so einen Behringer EQ drin. Das haben wir damals so eingebaut, um neben System-Equalising auch noch schnell die Delay-Lines mitversorgen zu können. So weit, so gut. Mittlerweile ist der Behringer nur noch als Delay Line drin, weil keiner von uns(und wir haben einige recht fitte Leute) mehr Bock auf die Einstellprozedur hat. Ich selber habe mal ne halbe Stunde versucht, meinen Wunschsound einzustellen und habs nicht gepackt. An einem analogen EQ brauch ich höchstens 2 Minuten. Tja, so siehts bei uns aus.Ganz schön traurig,was? Falls jemand uns den Glaube an den EQ (natürlich auch mit praktischer Verfahrensweise) zurückgeben kann:
Vielen Dank jetzt schon
Jörg Kirsch
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Antwort#6
Hi Phil,
Das Einrauschen direkt vor Ort habe ich sowieso wieder aufgegeben. Das hat zu schlechteren Ergebnissen geführt als der Analyser in meinem Ohr.
Das ist ganz klar, denn ein RTA hört anders als ein menschliches Ohr, und zwar im zeitlichen Bereich. Daher kann man das auch nicht mit irgend einer Zielkurve kompensieren.
Ich meine, ein RTA ist super für`s finden von Feedbacks, oder um mal eine Frequenz zu sehen, die Ärger macht, aber für die Grundeinstellung gibt es viele bessere Möglichkeiten, von denen das Ohr bestimmt nicht die schlechteste ist.
Tomy
P.S. Hast Du schon mal über eine Midi Remote nachgedacht?


Was vermessenes...
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Antwort#7
Hi Tomy!
Das ist ganz klar, denn ein RTA hört anders als ein menschliches Ohr, und zwar im zeitlichen Bereich. Daher kann man das auch nicht mit irgend einer Zielkurve kompensieren. Ich meine, ein RTA ist super für`s finden von Feedbacks, oder um mal eine Frequenz zu sehen, die Ärger macht, aber für die Grundeinstellung gibt es viele bessere Möglichkeiten, von denen das Ohr bestimmt nicht die schlechteste ist.P.S. Hast Du schon mal über eine Midi Remote nachgedacht?
Kenne mich da leider nicht aus. Vielleicht kannst Du mir erläutern, um was es dabei geht?
Grüße, Phil
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Antwort#8
Hi Phil,
mir ist nicht ganz klar was ich erläutern soll. Da ich gerade auf der Arbeit bin, werde ich mal nur was zur Midi Remote schreiben, weil sonst dauert es zulangen. Wenn du zum Thema Unser Ohr und die Zeit was wissen willst, dann schreib es doch mal kurz.
Also, es gibt verschiedenste Midi Remotes, das sind einfach Teile mit einigen Dreh oder Schiebereglern, denen man z.B. Hallparameter oder aber eben auch EQ einstellungen ändern kann.
Tomy


So ein HiTech Spielzeug
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Antwort#9
Zwei Terzband Eqs sind quatsch. Macht kein Mensch. Wenn du deinen Frequenzgang unabhängig von der Location schon derart verbiegen musst, dass du überhaupt einen gescheiten Sound hinbekommst (fürs Ohr), dann würde ich eher mal in ein gescheites PA Systen investieren, das von sich aus klingt, wo du mit dem Doppel 31 Band EQ nur noch minimal die Anlage korrigierst und sonst nur Anpassung an den Raum machst.
Ich arbeite bei kleinen Clubgigs mit unserer Probeanlage (4 x Bose 802 Serie II + 2 x Bose 502 BP) auch mit dem Ultracurve, weil wir 4 feste Clubs haben und eben unseren P-Raum und ich dann im Behringer für jede Location meine abgespeicherten Daten hab.
Wenn ich als Tontechniker (Mit Dynacord XA, Martin Wavefront oder GAE) für andere losziehe würde ich keinen Ultracurve nehmen ( auch keinen Yamaha YDG). Da taugt einfach ein guter Terzbandequalizer mehr.
Günstig gibt es den von Phonic (EQ 3600 oder so). Der lag mal bei 600 DM. Ist baugleich mit einem teuerem Yamaha EQ, hat zwar kein Constant Q reicht aber für die meisten Semi-Professionellen Anwendungen. Ansonsten eben Audient Delight, Klark oder auch Altair (schön mit Feedbackfinder System)

mfg
Jan
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Antwort#10
Zwei Terzband Eqs sind quatsch. Macht kein Mensch. Wenn du deinen Frequenzgang unabhängig von der Location schon derart verbiegen musst, dass du überhaupt einen gescheiten Sound hinbekommst (fürs Ohr), dann würde ich eher mal in ein gescheites PA Systen investieren, das von sich aus klingt, wo du mit dem Doppel 31 Band EQ nur noch minimal die Anlage korrigierst und sonst nur Anpassung an den Raum machst.
Ich arbeite bei kleinen Clubgigs mit unserer Probeanlage (4 x Bose 802 Serie II + 2 x Bose 502 BP) auch mit dem Ultracurve, weil wir 4 feste Clubs haben und eben unseren P-Raum und ich dann im Behringer für jede Location meine abgespeicherten Daten hab.
Hast du eine Ahnung! Ich kenne verdammt viele Verleiher (oft private aber trotzdem profesionell), die einmal nen 31-Band Terz sowohl am Foh als auch im Amprack auf der Bühne haben und mit BEIDEN entzerren. Ich verstehe auch nicht,w as das soll. Es ging ja aber nicht um extreme Entzerrung der PA, sondern um eine einfachere Bedienung des Ultracurve. Wenn man tatsächlich zwei 31-Bänder zur Optimierung einer PA bräuchte, sollte man das Problem woanders suchen.
Ein zusätzlicher EQ zum Ultracurve bringt glaube ich noch mehr Verwirrung in die Sache. So ein Midi-Remote wäre natürlich das Ideale. Aufs Einfachste kommt man oft nicht. Von Doepfer gibts doch gute Midi-Teile, da könnte man dann jedes Frequenzband über einen Drehpoti regeln. Wär eine gute Sache und billiger als noch ein EQ.
Also zumindest mir geht es so, dass ich mit abgespeicherten Einstellungen auch an der selben Location nicht nochmal arbeite, ganz einfach deswegen, weil jedemal die Bedingungen anders sind und man selber auch anders hört. Deshalb entzerre ich die PA jedesnmal neu. Wär mal interessant zu erfahren, wie es die Anderen Live-Leute so handhaben?
mfg
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Antwort#11
Also bei den Firmen wo ich gearbeitet habe (unter anderem für VW Vorstellung neuer Golf 4, oder Firmen die Sachen machen wie Bravo Shows, Boehse Onkelz oder Backstreet Boys (bitte kein Kommentar wegen des Musikalischen Anpuchs *gg*) werden NIE zwei Terzbandeqs genutzt. Was passieren kann, ist das jemand zusätzlich noch 5 parametrische Bänder pro Kanal einsetzt. Ansonsten laufen die PA Systeme alle Prozessorgesteuert, so dass ich eigentlich nicht viel korrigieren muss außer der Location.
Du hast natürlich dann recht wenn du meintest das man zusätzlich zum Terzbandeq noch eine Omnidrive nutzt (oder besser umgekehrt), diese Variante treffe ich recht häufig an.
Und den Ultracurve nutze ich schon in jeder Location zumindest ähnlich. Wenn ich einen Club, der klein und verwinkelt ist, ich also mit Delay arbeiten muss und ich in drei Richtungen, statt schön in Stereo, arbeiten muss. Dann geben mir die gepeicherten Einstellungen vom Ultracurve schon mal sehr gute Anhaltspunkte, an denen ich in der Regel nichts verändern muss. Der Raum ändert sich ja nicht und voll ist es sowieso immer. Bis auf die Feedbackfilter und eben ein paar Sachen die mein Ohr einmal so mag ein anderes mal so, wird da nichts geändert.
mfg
Jan
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Antwort#12
Hi Jan
Ansonsten laufen die PA Systeme alle Prozessorgesteuert, so dass ich eigentlich nicht viel korrigieren muss außer der Location (Jan)
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Antwort#13
Von der PA hab ich noch nie was gehört, aber du hast schon recht mit deinen Aussagen. Gerade in eurem Bereich braucht man weniger die Leistung oder die dicken Bässe, als vielmehr ein gutes Top, das sowohl Mitten als auch Höhen gescheit auflöst. Gerade bei Bläsern mit einer hohen Dynamik schätzt man ein hochwertiges PA System.
Ansonsten kommt es bei solchen "semi-prof." Bands (wie ich auch in zweien aktiv bin) auch auf den Transport an. Man hat oft keine Roadies und 80 Kilo Doppel-18er will keiner gerne schleppen, auch wenn sie noch so toll klingen.
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