Parametrischer Equalizer

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
in unserem Mixer (Spirit Live 4) sind Parametrische Equalizer eingebaut.
Mal ehrlich, wer hört schon in ein einem Mix von Obertönen den Teil raus,
der durch den Raum gedämpft ist.
Entweder hat man einfach viel Erfahrung (die hab ich aber nicht), oder
gibt es nicht einfach ein Sammlung von Tipps ?
Oder muss ich einfach einen Spektrum-Analyser verwenden ?
Dann stellt sich aber die Frage, wie das Originalspekturm eigentlich
tatsächlich aussieht? Das gilt insbesondere bei Elektorgitarren usw.
Für natürlichen Instrumente gibt es ja jede Menge Literatur dazu.
Muss ich mal aufs frei Feld gehen (einen schalltoten Raum habe ich nicht)
und die einzelnen Spekten nachmessen ?
Meine Mitmusiker werden mich lynchen, weil wir nicht soviel Zeit haben.
(neben unserer normalen Arbeit)
Wie komme ich aus soch einem Dilemma ?
Für eine Antwort danke ich euch im Voraus.
Gruss, Oliver
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Antwort#2
Hallo oliver,
nach deinem Text ist es etwas schwierig, dich ganz genau zu verstehen. Du steckst also in einem Dilemma, wie du sagst.
Du hast keine Zeit für Experimente und zum Lernen und suchst einen Apparat (heute heißt das Plug-In), der dir automatisch den Klang einstellt, den eben so eine Ovation-Gitarre oder eine Hammond-C100-Orgel hat, auch wenn man diese Instrumente - weil zu teuer - nicht besitzt. Du willst anscheinend eher Spektren messen und mit den Augen etwas einstellen, ohne erst langwierig Hörerfahrung zu sammeln und etwas für deine Ohren und deinen Gehirnspeicher zu tun.
Du suchst sicher Kochrezepte für das "richtige" Einstellen von parametrischen Equalizern einfach nach "Optik" - ohne Ohren :-)
Solche Ratschläge gibt es schon, sie sind aber recht wenig hilfreich. Alles geht nur über dein Gehör und die Hörerfahrung.
Vielleicht ist ja hier etwas für dich dabei:
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/19511.htm
http://www.sengpielaudio.com/EQ-TippsFuerFOH-Mischpult01.pdf
http://www.sengpielaudio.com/EQ-TippsFuerFOH-Mischpult01.pdf
Dirk II
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Antwort#3
Hi Oliver!
Was genau ist jetzt Dein Problem? Was willst Du mit dem Pult-EQ machen?
Es hört sich eher so an, dass Du Dir über das Einmessen der PA Gedanken machst, wozu man aber einen grafischen EQ nimmt.
Gruß,
Chris
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Antwort#4
Oliver fragt:
Wer kann denn das jeweilige Frequenzband heraushören, das durch den Raum gedämpft ist?
Gibt es nicht einfach eine Tipp-Sammlung (Kochrezepte) zum richtigen EQ-Einstellen?
Kann man nicht einen Spektral-Analyser zum Anzeigen verwenden?
Muss man im Freifeld (reflexionsarmen Raum) die richtigen Spektren der Instrumente und Stimmen messen?
Ich habe neben der normalen Arbeit keine Zeit dazu. Das ist ein Dilemma - Hilfe.
Oliver ruft um Hilfe, denn er erkennt, dass das Einstellen eines Band-Klangs für einen FOH-Mann eben nicht einfach ist. Oliver sucht deshalb die automatische Einstellung der Klangmischung, die man nebenbei mal nur einschalten muss oder wenn das nicht geht, sucht er Filter-Einstellwerte für die einzelnen Instrumente und Stimmen, die grundsätzlich immer richtig sind.
Das sind schöne Wünsche, die leider nicht so zu erfüllen gehen. Oliver muss sich schon ganz gezielt darum kümmern und viel durch "Versuch und Irrtum" lernen. Und nebenbei - gute Ohren braucht er sicher dazu und ein gutes Gedächtnis für Klangfarben der Tonbereiche. Mit einer "Automatik" wird das nichts.
Vilko
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Antwort#5
Hallo zusammne,
ja Ihr habt ja recht, ich habe etwas durcheinander geschrieben.
Ich glaube die Tipps von Dirk II (die Links) werden mir erstmal
weiter helfen.
Wie Ihr schon sagtet, die Erfahrung und Übung muss man sich halt
erarbeiten. Die Tipps sind aber ein guter Anfang.
Es bleibt aber ein Problem mit Parametrischen Equalizern.
Wie reproduziert man eine Einstellung auf die Schnelle
wenn man für den gesamten Frequenzgang nur ein normales Poti
zur Verfügung hat. (Instrumentenflug ist halt nicht wirklich möglich
wegen der ungenauen Einstellung)
Wie in einem anderen Beitrag in diesem Forum beschrieben,
gibt es ja Situationen in denen man
zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Höreindücke hat.
Man gewöhnt sich halt an einen Klang. Von daher ist eine Einstellung
nach Gehör alleine nicht immer befriedigend. (Besonders in einem kleinen
Proberaum)
Was kann man also machen, ohne sich ein neues Mischpult zu kaufen ?
Dank und Gruß, Oliver
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Antwort#6
Na, da rate ich doch mal: Deine Fragestellung deutet darauf hin, dass du ein Mischpult hast, bei dem du nur bei *einem* Filter die Frequenz einstellen kannst. Das ist durchaus recht verbreitet, also feste Filter für Bässe und Höhen, ein stimmbares Filter für die Mitten. Andere Mischpulte haben derer zwei oder auch mehr.
Manchmal haben auch Gruppenkanäle eine eigene Klangregelung, die kannst du dann zusätzlich nutzen, in dem du den fraglichen Kanal auch durch eine Gruppe leitest.
Aber mal ehrlich, ioch bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage verstanden habe. Was mich verwirrt ist der "Instrumentenflug": Ich merke mir schon bestimmte Frequenzen und Anhebungen/Absenkungen für einzelne Instrumente, die durch verschiedene Räume, Saiten, Musikerstimmungen, Temperaturen, ... vorgegebene Genauigkeit lässt sich damit locker einhalten.
Nicht sicher, ob das was hilft ist sich
Yoda
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Antwort#7
Hallo Oliver,
bevor dich die Musiker lynchen, versuch mal folgendes:
Nimm einen CD-/DAT-Recorder, den Du dir bestimmt irgendwie von irgendjemanden kostengünstig leihen kannst. Diesen schließt Du am Mischpult wie folgt an: Den einen Kanal mit einem gebrückten Stereo-Klinkenstecker der Reihe nach in jeden relevanten Kanal einschleifen (Insert-Buchse), den anderern Kanal auf eine Mono-Summe.
Dann hast Du auf dem einen Kanal die Mono-Summe, aus der Du das Lied erkennen kannst, und auf dem anderen Kanal der Reihe nach jedes Instrument einzeln. Nun kannst Du diese Aufnahme nach der Probe, oder wann auch immer Du Zeit hast, ohne Musiker in das Mischpult einspeisen und in aller Ruhe die optimalen EQ-Einstellungen ausprobieren.
Das könnte eine tolle Sache sein, Gefühl für die Mischpulteigenarten und den Einzelinstrumentensound zu bekommen. Allerdings muss ich Dich vor einer Sache warnen: Wenn Du jeden Kanal für sich genommen optimal eingestellt hast, bedeutet das leider noch nicht, dass der Gesamtmix optimal klingt. Hier muss Du ggf. noch etwas nachregeln, also Überlappungen entfernen (weniger = mehr).
Beste Grüße
Wolfgang
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