Micro auf zwei Pulteingänge splitten

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Beim monitor mix aus dem FOH pult raus legt man sich ja gerne ein Microsignal per y auf zwei pultkanäle um eine seperate Monitoreinstellung zu bekommen. Klappt ja beim 58 und konsorten auch. Was aber passiert wenn ich das bei einem 48V gespeisten Micro versuche ?? Geht das nur über einen Trafosplitter, oder ist es dem zweiten Miceingang egal wenn er 48V von seinem Nachbarn bekommt ?
Was passiert überhaupt bei Pulten, an denen die Phantomspeisung für alle Kanäle global geschaltet wird ?? Hat sich jemand so schon mal ein Pult abrauchen lassen ? Grüße Walter
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Antwort#2
Hallo Walter,
ausführliche Erklärungen siehe Link! Solange das Mikrofon mit mindestens dem 5-fachen Lastwiderstand seines Innenwiderstands belastet wird, macht das Splitten nichts.
Die Phantomspeisungen sind ja über die Speisewiderstände entkoppelt, sodaß sich da keine Probleme ergeben. Selbst bei Kurzschluß einer Phantomspeisung eines Eingangs fließen max. 14 mA. Da kann also nichts abrauchen, auch dann nicht, wenn alle Eingänge über beide Adern nach Masse kurzgeschlossen werden darf noch keine Gefahr für die 48-V-Spannungsquelle bestehen.
Du brauchst also nichts zu befürchten daß was abraucht. Du brauchst die Phantomspeisungen beim Betrieb von dynamischen Mikrofonen nicht einmal abzuschalten.
MfG
Rainer

Bitte diesen Thread lesen, da habe ich die Zusammenhänge genauer erklärt
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Antwort#3
Hallo Rainer,
Falls nur ein Pult über Phantomspeisung verfügt, das andere aber nicht, hätte ich Bedenken, ob die Eingänge des zweiten Pultes (ohne Ph) die 48 aushalten. Es sind hier ja vermutlich gar keine Kondensatoren drin, oder wenn schon, denke ich, daß sie nicht die Spannungsfestigkeit haben. Was macht die Eingangsstufe, wenn sie 48V (wohlbgemerkt gegen Masse) bekommt?
Martin
MfG
Rainer
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Antwort#4
Hallo Martin,
so ganz unberechtigt finde ich Deine Bedenken nicht. Allerdings ist es vom Schaltungsdesign ohnehin nicht einsehbar, wenn ein Entwickler die Eingangskondensatoren wegläßt. Ich habe mir mal auf folgenden Seiten http://headwize.com/projects/index.htm so einige "audiophile" Schaltungen angesehen und ich stelle immer wieder fest, daß der Eingangskondensator fehlt (es sei denn, daß der Darsteller ihn aus Gründen der Übersichlichkeit weggelassen hat). Ich weiß nicht was die Leute für eine Kondensatorenphobie haben - rührt bestimmt wieder aus diversen Voodoo-Glaubensdogmen.
Andererseits habe ich bei Mikrofonverstärkern ohne Eingangsübertrager grundsätzliche Bedenken wenn diese nur mit Eingangs(el)kos bestückt sind und die Phantomspeisung eingeschaltet wird: Im Moment des Einschaltens fließt ja durch die Kondensatoren ein Ladestrom. der nur durch die Basis-Emitterstrecke und die 6.8 kOhm Speisewiderstände begrenzt ist. Dies könnte u.U. die Eingangstransistoren zerstören. Bei einem Eingangstrafo besteht dieses Problem prinzipiell nicht.
MfG
Rainer
P.S.: Bei dem Gotham-Kabel würde ich mich anschließen, wenn ich nicht vor ein paar Monaten 200 Meter gekauft hätte...
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Antwort#5
Mh alles ausserst Theoretisch.
Es ist ganz einfach immer nur einer macht das Phantom.
Das Phantom kommt entweder immer vom Monitor oder FOH pult.
Das muss mann eben absprechen.
Bei aktivsplittung immer vom Splitter.
Ich mache es meist vom FOH aus.
Aber jeder wie er will.
Stress oder ausfälle hatte ich noch nie deswegen.
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