Hallo Art und andere Kollegen - vor allem an Anfänger !:
Ich habe mir den Thread hier gelesen und ich habe mir ehrlich gesagt dabei einen gegrinst..:-)
Ich weiß warum ebs SO geantwortet hat - ohne daß ich ihn telefonisch oder per e-mail darum gefragt habe.
Der Grund ist ganz einfach:
Wenn man sich manches Posting hier so liest, dann fällt auf, daß viele nach dem Schema schreiben: " Wie nehme ich ein... xxx-Ensemble auf.... welche Mikrofone nehme ich für das Instrument...yyy und wo stelle ich sie am besten auf...und wie lasse ich die Musiker sitzen?....
Und dann erwartet der Fragende eine rezeptartige Antwort. Und genau das ist es woran sich ebs stört! Denn: Es gibt in der ganzen Aufnahmetechnik keine Situationen die sich exakt gleichen und folglich kann man keine Rezepte geben wie man das beim Kochen tut (deshalb auch ebs' Kartoffelsalatbeispiel).
Ich möchte jedem Anfänger raten wie folgt vorzugehen (vor allem bei konventionellen Instrumenten):
Laßt die Musiker sich erst mal setzen wie DIESE es wollen! Denn die wissen i.d.Regel sehr genau wie sie sich setzen müssen um optimal miteinander musizieren zu können. Versucht bitte nicht deren Konzept durch eigenwillige Ideen durcheinander zu bringen. Ein Tonmeister (möchte diese Bezeichnung jetzt als Synonym verstanden wissen) sollte kooperativ mit den Musikern zusammen arbeiten und nicht irgenwelche Vorschrifen erlassen.
Laß die Musiker nun erst mal spielen/singen/etc. und hört Euch das im Raum entstehende Klangbild von verschiedenen Standorten im Raum mal an.
Jetzt erst sollte man sich eine Vorstellung über das angestrebte Klangbild der Aufnahme machen UND dies sollte man in jedem Fall mit den Musikern besprechen in der Weise: "... ich stelle mir das so vor...etc. .. etc.. pp..."
Danach kann man sich überlegen wo man am besten die Mikrofone aufstellt und welche Instrumente von anderen akustisch verdeckt werden und durch Stützmikrofone besser herausgestellt werden müssen.
Was die Mikrofone anbelangt: Man muß einfach die Klangeigenschaten kennen. Großmembranige Mikrofone werden in aller Regel ein höheres Bündelungsmaß bei hohen Frequenzen haben und den Rauschall etwas "dunkler" erscheinen lassen. Ebenso klingen sie oftmals im mittleren Frequenzbereich etwas päsenter neigen auch u.U. dort etwas zu Verfärbungen. Das kann für das jeweilige Instrumente gewünscht sein oder auch nicht. Einfach ausprobieren. Laßt auch die Musiker Eure Aufnahmen hören. Ich mache das auch so, und jeder andere verantwortungsbewußte Kollege ebenfalls.
Aufnahmearbeit ist Teamwork - immer!
Es ist niemand damit gedient wenn man ihm ein Rezept gibt welche Mikrofone für welchen Zweck man WO hin stellt. Wir sind Tonschaffende und keine Köche die nur nach Rezepten verfahren weil sie wissen daß ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe gibt....
Genau diesen Standpunkt erwähnt ebs immer wieder in seinen Ausführungen hier.
Es ist nicht alleine das Instrumentarium welches die Musiker spielen sondern auch der Musikstil der entscheiden ist für die gerade angewandte/anzuwendende Aufnahmetechnik.
Grüße
Rainer
Ich habe mir den Thread hier gelesen und ich habe mir ehrlich gesagt dabei einen gegrinst..:-)
Ich weiß warum ebs SO geantwortet hat - ohne daß ich ihn telefonisch oder per e-mail darum gefragt habe.
Der Grund ist ganz einfach:
Wenn man sich manches Posting hier so liest, dann fällt auf, daß viele nach dem Schema schreiben: " Wie nehme ich ein... xxx-Ensemble auf.... welche Mikrofone nehme ich für das Instrument...yyy und wo stelle ich sie am besten auf...und wie lasse ich die Musiker sitzen?....
Und dann erwartet der Fragende eine rezeptartige Antwort. Und genau das ist es woran sich ebs stört! Denn: Es gibt in der ganzen Aufnahmetechnik keine Situationen die sich exakt gleichen und folglich kann man keine Rezepte geben wie man das beim Kochen tut (deshalb auch ebs' Kartoffelsalatbeispiel).
Ich möchte jedem Anfänger raten wie folgt vorzugehen (vor allem bei konventionellen Instrumenten):
Laßt die Musiker sich erst mal setzen wie DIESE es wollen! Denn die wissen i.d.Regel sehr genau wie sie sich setzen müssen um optimal miteinander musizieren zu können. Versucht bitte nicht deren Konzept durch eigenwillige Ideen durcheinander zu bringen. Ein Tonmeister (möchte diese Bezeichnung jetzt als Synonym verstanden wissen) sollte kooperativ mit den Musikern zusammen arbeiten und nicht irgenwelche Vorschrifen erlassen.
Laß die Musiker nun erst mal spielen/singen/etc. und hört Euch das im Raum entstehende Klangbild von verschiedenen Standorten im Raum mal an.
Jetzt erst sollte man sich eine Vorstellung über das angestrebte Klangbild der Aufnahme machen UND dies sollte man in jedem Fall mit den Musikern besprechen in der Weise: "... ich stelle mir das so vor...etc. .. etc.. pp..."
Danach kann man sich überlegen wo man am besten die Mikrofone aufstellt und welche Instrumente von anderen akustisch verdeckt werden und durch Stützmikrofone besser herausgestellt werden müssen.
Was die Mikrofone anbelangt: Man muß einfach die Klangeigenschaten kennen. Großmembranige Mikrofone werden in aller Regel ein höheres Bündelungsmaß bei hohen Frequenzen haben und den Rauschall etwas "dunkler" erscheinen lassen. Ebenso klingen sie oftmals im mittleren Frequenzbereich etwas päsenter neigen auch u.U. dort etwas zu Verfärbungen. Das kann für das jeweilige Instrumente gewünscht sein oder auch nicht. Einfach ausprobieren. Laßt auch die Musiker Eure Aufnahmen hören. Ich mache das auch so, und jeder andere verantwortungsbewußte Kollege ebenfalls.
Aufnahmearbeit ist Teamwork - immer!
Es ist niemand damit gedient wenn man ihm ein Rezept gibt welche Mikrofone für welchen Zweck man WO hin stellt. Wir sind Tonschaffende und keine Köche die nur nach Rezepten verfahren weil sie wissen daß ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe gibt....
Genau diesen Standpunkt erwähnt ebs immer wieder in seinen Ausführungen hier.
Es ist nicht alleine das Instrumentarium welches die Musiker spielen sondern auch der Musikstil der entscheiden ist für die gerade angewandte/anzuwendende Aufnahmetechnik.
Grüße
Rainer
