Hi Kai, es passiert nix. Laß es dir von den Leuten mit mehr Ahnung von Elektrotechnik nochmal besser und richtiger erklären. Soweit ich das noch weiß, hat man keine "richtige" Spannung (deswegen auch Phantomspannung), weil auf 2er und 3er Pin per Spannungsteiler (ich glaub es waren 6,8kOhm) eine Spannung von +-48V gegenüber der Abschirmung eingespeißt wird. D.H. man hat zwischen den beiden Leitungen, 2 und 3, auf denen die Spannung vom Mikro induziert wird, keine Potentialdifferenz und daher auch keine meßbare Spannung. Deswegen passiert auch nix wenn du an ein dynamisches Mic mit Phantompower versorgst. Wenn du aber ne Tonaderspeisung verwendest, gibts das heut noch irgendwo????, dann raucht dein Mic bald ab. Dazu 'n kleinen Absatz aus nem Buch: "Eine Möglichkeit zur Versorung von (Elektret-)Kondensatormikrofonen mit der nötigen Speisespannung für die in den Mikrofonen eingebauten Verstärker. Dabei wird eine Gleichspannung von 1,5 bis ca. 12 V über die Tonadern der Mikrofonleitung geführt. Im Gegensatz zur sog. Phantomspeisung dürfen an tonadergespeiste Mikrofoneingänge keine dynamischen Mikrofone angeschlossen werden, da sonst deren Kapsel zerstört werden kann " Hoffe das war einigermaßen verständlich und vor allem richtig erklärt. Verbesserungen werden gern angenommen. Gruß Andreas
Alles klar, danke euch. Ich schalte nämlich ständig zwischen nem Rode NT 2 und dem sm58 hin und her und sehe es kommen das ich die 48V mal vergesse auszuschalten. Aber wie sichs anhört, könnte ich die eigendlich immer anlassen? Gruß Kai
Hallo Carsten, Bitte benutze mal die Suchmaschine des Forums und gib "Phantomspeisung" ein. Zu diesem Thema sind nämlich schon eine ganze Menge Beiträge von mir und auch von einigen anderen Kollegen geschrieben worden. Zu Deiner Frage: Wenn der Ausgang des Mic-Preamp unsymmetrisch ist, kannst Du ihn nicht an den Eingang mit Ph-Speisung anschließen, weil sonst die eine Phase und damit die Ph-Spannung kurzgeschlossen wird. Voraussetzung für das Funktionieren Deines Vorhabens ist, daß der Ausgang des Micpreamp symmetrisch ist UND die Auskoppelung über Auskoppelkondensatoren mit ausreichender Spannungsfestigkeit geschieht. Oder: Wenn der Ausgang trafosymmetriert ist. Es ist ohnehin Vorsicht geboten, wenn ein hochpegeliger Ausgang an einen Mikrofonverstärkereingang gelegt wird, weil die Gefahr der Übersteuerung sehr groß ist. Bitte also vorher überzeugen, ob die Aussteuerbarkeit des Eingangs einen derart hohen Pegel erlaubt. Grüße Rainer