Um eine Phantomschallquelle von einem Lautsprecher zum anderen lautstärkemäßig geradlinig wandern zu lassen, muss die Summe der beiden akustischen Leistungen stets konstant bleiben (PL + PR = const.)
Ich habe allerdings den Eindruck, daß das es "leiser klingt", wenn ich den Panpot ganz nach links oder rechts drehe. Kann das daran liegen, daß jeweils die "Plus-Amplitude" bzw. die "Minus-Amplitude" "abgeschnitten" wird oder bilde ich mir den Lautstärkeabfall nur ein? redi
Hallo Redi, Wenn die akustische Leistung über den ganzen Drehbereich des Panpots gleich bleibt, ist es eher eine akustische Täuschung wenn in den Eckstellungen die Lautstärke leiser empfunden wird. Ansonsten kann es auch gut möglich sein, daß das Panpot nicht die vorgeschriebene Blendkurve hat. Wichtig ist nämlich, daß die Blendkurven nach einer Sinus-Cosinus-Funktion verlaufen, damit die Summe der Quadrate der Spannungen in jeder Stellung gleich ist. Wird also das Poti von links nach rechts gedreht, so muß die Dämpfung des linken Kanals über dem Drehwinkel einer Cosinusfunktion gehorchen und die Verstärkung des rechten dann einer Sinusfunktion. Bei einfacheren Pulten wird dies i.d.R. nicht genau erreicht, weil die dazu erforderlichen Doppelpotentiometer sehr teuer sind. Bei teueren Studiopulten wie sie beim Rundfunk üblich sind wird dies grundsätzlich realisiert und zwar mit Stufenschaltern die dann durch die Wahl passender Widerstände sich sehr genau abgleichen lassen. Du kannst ganz einfach mal überprüfen ob das Panpot in den Eckstellungen lauter wird wenn Du beide Kanäle zu Mono addierst. Bleibt die Lautstärke über den ganzen Drehbereich konstant, dann hat das Panpot die richtigen Blendkurven. Verändert sie sich dagegen, stimmen die Blendkurven nicht. Meiner Erfahrung nach ist es allerdings umgekehrt: In der Mittelstellung ist es dann lauter. MfG Rainer
Mittige Schallquellen werden doch bei Monobildung um 3dB angehoben. Aber das Phänomen dass Gitarre (z.B.) links gedreht subjektiv leiser klingt als mittig habe ich auch schon festgestellt. Allerdings klingen zwei Gitarren rechts links gepannt subjektiv lauter als beide mittig. Ist wohl eher die Stereobreite die das Gehör als "fülliger" interpretiert. In dem Zusammenhang fällt mir noch ein andere Phänomen ein. Nämlich das bei Monobildung alles (subjektiv) dumpfer klingt.
Hi, Ein Signal daß in die Mitte gepant ist ist um 3 dB lauter weil es ja gleich über R und L geht. Das ist eine normale Pegeladdition,( doppelte Leistung= + 3 dB). Das mit dem dumpfer klingen liegt meiner meinung daran, daß div Effecte und besonders die "Breitmacher" welche mit Phasenverschiebungen arbeiten bei der Monowiedergabe nicht mehr da sind. Gruß Stefan
in die Mitte gepant [in der Mitte] um 3 dB lauter weil es ja gleich über R und L geht
Hmm, sollte man "panen" schreiben oder "pannen"? - Für "panen" spricht, daß es von "Panorama" abgeleitet ist. - Für "panen" spricht, daß es (mit Suchfunktionen leichter zu finden ist als "P/pannen". - Für "pannen" spricht - allerdings nur unter der Voraussetzung, daß "Pan" mit "kurzem a" gesprochen wird -, daß ein "kurzes a" (im Deutschen) durch nachfolgende Verdopplung des Mitlautes gekennzeichnet wird. - Gegen "pannen" spricht, daß es mit "Panne" verwechselt werden kann. Nee, nicht lauter, denn wenn das Signal aus der Mitte gedreht wird, wird es auf einem Kanal um den Pegelanteil leiser, um den es auf dem anderen Kanal lauter wird. Zumindest sollte es das. redi
Tach! ne du verwechselst da was. Das Signal wird nicht um den Anteil lauter, um den es beim anderen leiser wird. Es gibt doch nur 1 signal. Das was du meinst, ist die Balance!!! dort besteht schon ein Stereosignal, und das wird -bei linksdrehen- auf der rechten seite abgesenkt. mehr aber auch nicht. die linke Seite wird trotzdem nicht lauter. denn bis * Ari
Tach zusammen! hier ist ja was los. Also mal von vorn: 1. erstmal ist ist ein doppelter Pegelgewinn +6dB und nicht wie einer hier schrieb +3dB!! 2. beim panen (welche schreibweise auch immer) eines Signals wird es auf der Seite wo man es hinpant um 3dB abgeschwächt, in Bezug auf die mittige Leistung. Is so. Fakt! Das heisst also NICHT, das ein Signal um 3dB lauter wird, wenn es in der Mitte liegt. Die Mitte ist der Referenzpegel. sozusagen 0 . Beim panen auf hartanschlag ist das Signal also 3dB leiser als mittig (0). 3. zu den Gitarren: warum eine gepante Gitarre leiser ist, hab ich ja grad erzählt. das gepante 2 Gitarren lauter sein sollen als dieselben in der Mittelstellung, halte ich für ein Gerücht. Klar es klingt "fetter". juchuu, endlich StereoGitarre! 4. dumpfes mono: gerade die hochfrequenten Anteile eines Signals haben es sehr gern bei addierung ausgelöscht zu werden. Ausserdem fehlen ja bei der Zusammenführung sämtlich Rauminformationen. also wenn vorher leicht links und recht noch höhen zu hören waren, "wuseln" die nun alle in der Mitte rum. Ob man die dann noch unterscheiden kann.....? so ich hoffe, ich hab ein bisschen Stoff zum Meckern gegeben. :) denn bis * Ari Das macht sich natürlich beim Hören bemerkbar. Deshalb haben Digitalpulte eine Option in der man den Mittenpegel von vornherein variieren kann. zb. -3dB oder -6dB.
Hi zusammen, von wegen Lautstärkeempfinden, ect. hab ich mal im Dickreiter nachgekuckt. Für alle dies nachlesen wollen: 1.Band, Seite 374 unterer Abschnitt: "[...]In Mittenstellung beträgt die Dämpfung in jedem Kanal 3dB, durch die akkustische Überlagerung entsteht dadurch der selbe Lautstärkeeindruck wie wenn man nur ein Kanal in Stellung L oder R vorhanden ist. [...]" Das widerspricht also gehörig dem was Ari gesagt hat, daß es bei hart links/recht um 3dB abgesenkt wird. Sondern hier ist das Signal links/rechts auf 0dB und wird in der Mitte um 3dB (Faktor 0,707 glaub ich war das)gedämpft; siehe akkustische Überlagerung. Auf Seite 374 im Dickreiter ist auch eine schöne Grafik dazu. Gruß Andreas
hmm... hatte ich nur so in meinen Mitschriften stehen. vielleicht hab ich ja auch gepennt im Unterricht. Hab nochmal nachgelesen, ich hab das da wirklich so stehen!
Hallo Ari, Ohne jetzt in den "Dickreiter" zu gucken habe ich heute morgen auf der Fahrt mir diese Sache nochmals überlegt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Die Summe der Leistungen beider Lautsprecher muß in allen Stellungen des Panpot gleich sein. Das bedingt - wie ich anderweitig schon schrieb - eine Sinus-Cosinus-Kennlinie der beiden Widerstandsbahnen des Panpot. Steht das PP in einer Eckstellung, dann ist die (normierte) Leistung dieses Kanals gleich "1", die des Gegenkanals ist "0". Steht es in der Mitte sind die Leistungen beider Kanäle = "0,5". Das bedingt, daß die Spannung auf 0,707 abgeschwächt wurde und zwar bei beiden Kanälen. Die Sinus- und die Cosinuskurve schneiden sich in diesem Punkt. Was geschieht nun bei Addition zu Mono? In den Eckstellungen haben wir die Spannungspegel 1+0 und in der anderen Eckstellung 0+1. Also in beide Fällen 1 und somit auch Leistung 1. In der Mittelstellung haben wir aber die Spannungsaddition 0,707 + 0,707 = 1,41. Und das ergibt dann die normierte Leistung 2 - also Leistungsverdopplung und damit Erhöhung der Lautstärke.
1. erstmal ist ist ein doppelter Pegelgewinn +6dB und nicht wie einer hier schrieb +3dB!! 2. beim panen (welche schreibweise auch immer) eines Signals wird es auf der Seite wo man es hinpant um 3dB abgeschwächt, in Das macht sich natürlich beim Hören bemerkbar. Deshalb haben Digitalpulte eine Option in der man den Mittenpegel von vornherein variieren kann. zb. -3dB oder
Bevor wieder alles durcheinander geworfen wird. Die Rede war dort auch von doppelter Leistung und dafür würden die +3dB dann ja wieder stimmen (wo bleibt die FAQ?) Bezug auf die mittige Leistung. Is so. Fakt! Das heisst also NICHT, das ein Signal um 3dB lauter wird, wenn es in der Mitte liegt. Die Mitte ist der Referenzpegel. sozusagen 0 . Beim panen auf hartanschlag ist das Signal also 3dB leiser als mittig (0). Erstens: kann ich im Endeffekt keinen Unterschied erkennen, ist lediglich eine Frage des Standpunkts, was du zur Referenz erklärst. Zweitens: Tendiere ich doch eher dazu der Meinung von Rainer und Dickreiter Glauben zu schenken. Ich möchte jedenfalls nicht, dass sich der Pegel abhängig von einer Panoramastellung verändert. -6dB. Beispiele? Und überhaupt, sehe ich den Sinn noch nicht ganz. Bist du ganz sicher, dass es sich hier nicht um eine Dämpfung bei aktiviertem MONO-Schalter handelt (dort würde sowas nämlich Sinn machen). Vielleicht solltest du deine Mitschriften noch einmal konsultieren (Vielleicht aber auch besser nicht). Trench
mir fällt dazu folgendes aus meiner Studienzeit ein: das Mackie 8Bus hat kein PFL-Solo. Zum Einpegeln mußten wir: - Solo Drücken - Fader auf Unity Gain - Pan auf links oder rechts!! um die 3db Mittendämpfung zu umgehen. und wenn ich das jetzt am 1604 "nachbaue" erscheint mir das weiterhin logisch! ich les mal die werte ab: PFL-Solo: 0db AFL-Solo + oben genannte einstellungen: 0db AFL-Solo + Panpot auf Mitte: -3db vielleicht ist das ja hilfreich...
Danke schön in der Unterweisung der Rechtschreibung Herr Oberlehrer. In der Sache selbst bleibe ich bei meinen Ausführungen. Z.B. bei der Mackie 8 Bus Konsole wird extra darauf hingewiesen, daß man das man beim Einpegeln das Signal ganz auf eine Seite "pannt"-(-richtig so?). Weil eben sonst der Pege um 3 dB zu hoch angezeigt wird Stefan