Nochmals zum Thema "Tiefenstaffelung" (bes. @Tonzauberer)

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Georg u.a.,
Kennt jemand auch den umgekehrten Effekt, nämlich daß man den Eindruck hat, daß eine Schallquelle nicht hinter sondern VOR den Lautsprechern lokalisiert wird?
Hat das schon mal jemand reproduzierbar realisieren können ? Die Frage möchte ich vor allem an diejenigen stellen die vorwiegend Klassik aufnehmen. Ich habe diesen Effekt mehrmals reproduzieren können mit folgender Anordnung:
1 Neumann SM 69fet in XY-Anordnung auf Versatzwinkel ca.75° und je System Superniere eingestellt.

Grüße
Rainer
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Antwort#2
Tonzauberer aka Georg wird darauf antworten sobald er wieder nüchtern ist und den Rausch von Vater's geburtstag verdaut hat

herzlichen gruß
georg
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Antwort#3
Guten Morgen!
So ad hoc kann ich da keine Erklärung für aus dem Ärmel schütteln....
interessant wäre für mich noch
- waren das Solisten oder ganze Ensembles
- wie weit warst du mit dem Mic weg vom Geschehen
- wie "breit" war das Ensemble, wenn es eins war
Ich habe leider keine Williamskurve für Supernieren zur Hand...(War die Stereobasis von der Aufnahme her ausgefüllt?)
Ich persönlich kenne den Effekt nicht, liegt vielleicht aber auch daran dass es noch nie notwendig war dass ich mit stärker als niere gerichteten MIkrofonen aufnhemen musste.
Sind momentan mehr Fragen als Antworten...Muss nochmal drüber nachdenken...
Herzlichen gruß
Georg

Tonzauber-einfach klassisch
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Antwort#4
Hallo Georg,
hier mal die nähere Beschreibung der Situation.
Zunächst war dieser Effekt nur bei den Gesangssolisten zu beobachten. Es waren Aufnahmen mit Oratorienbesetzung, also Chor, großes Sinfonieorchester und Gesangssolisten.
Den Chor habe ich mit der Anordnung aufgenommen wie in sie im Magazin "Stage Aid" von Soundgalerie beschrieb, das Orchester mit Einzelmikrofonen und für die "Totale" war eine M/S-Anordnung (meist Schoeps MK3+MK8) im Einsatz. Das SM 69 fet war nur für die Solisten eingesetzt und diese standen dann auf der Seite zum Dirigenten, fast schon 90° zum M/S-Mikrofon, vielleicht sogar noch etwas mehr als 90°.
MfG
Rainer
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Antwort#5
Hallo,
ich habe mir gerade eben eben Video von einer Britney CD angesehen (als enhanced CD, wahrscheinlich hoert ihr das eigentlich nie, wie nuetzlich koennen doch juengere Schwestern sein) und konnte es kaum glauben, dass die es geschafft haben, dass der Klang im Raum rotiert und dann ca 30 cm vor einem stehen bleibt. Meine Lautsprecher sind uebrigens nicht "normmaessig" angeordnet (also nicht das gleichschenklige Dreieck sondern die Lautsprecher sind etwas weiter auseinander).
Trotzdem, das scheint also schon berechenbar moeglich zu sein. Ich schaetze mal nicht, dass die Ingenieure das nicht gewusst haben, der Effekt ist einfach zu perfekt.
Wie ist das denn, wenn man ein Stimme mit zwei Mikrofonen aufnimmt, die etwa 30 cm vom Saenger entfernt sind (einfach nur AB) und auf den Saenger gerichtet sind. Wenn das nun abgespielt wird und beide channels scharf rechts und links abgespielt werden, welchen Eindruck hat man von der Stereophonie, wenn man das abspielt? Rein Theoretisch muesste man doch wieder debn Saenger hinter den Lautsprechern hoeren, was muesste man aendern um es nach vorne zu bringen?
Gruss

HaJo
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Antwort#6
Hallo Hajo,
Ich sehe keinen Grund, warum bei Deiner Beschreibung die Stimme hinter den LS gehört werden soll. Eher zwischen den Lautsprechern. Soll die Stimme hinter den LS gehört werden, müssen dem Signal derart Raumanteile hinzugefügt werden, wie es auch beim natürlichen Hören aus dieser Entfernung gleich kommt und auch das Direkt/Indirekt-Verhältnis muß stimmen.
Meine Beobachtung mit diesen "Exitern" zeigt, daß durch dosiertes Zufügen von Obertönen dieser Effekt des VOR den LS abbilden entsteht. Da das SM 69fet eine gewisse Präsenzbetonung hat, könnte das der Grund sein warum das Hörbild so abgebildet wird. Eine andere Erklärung habe ich im Moment nicht. Vielleicht kann Eberhard Sengpiel gelegentlich mal dazu näheres sagen. Nehme an, daß er momentan keine Zeit für das Forum hat.

MfG
Rainer
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Antwort#7
Es kann Einbildung sein, aber wenn die Snare "furztrocken" ist und schön briliant dann scheint sie auch manchmal vor der Musik zu stehen,weswegen dann noch Hall dran muss um sie wieder an ihren Platz zu rücken.
Einbildung könnte es deshalb weil sie nicht _vor_ der Boxenlinie stehen muss sondern lediglich am weitesten vorn. Muss nochmal genau hören. War nur so aus der Erinnerung.
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Antwort#8
Es kann Einbildung sein, aber wenn die Snare "furztrocken" ist und schön briliant dann scheint sie auch manchmal vor der Musik zu stehen,weswegen dann noch Hall dran muss um sie wieder an ihren Platz zu rücken.
Einbildung könnte es deshalb weil sie nicht _vor_ der Boxenlinie stehen muss sondern lediglich am weitesten vorn. Muss nochmal genau hören. War nur so aus der Erinnerung.
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