Welches Mic für Kontrabass ( Jazz )

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Habe bis jetzt meistens ein Rode NT2 benutzt, manchmal auch ein AKG 414 ,bin aber noch auf der Suche nach einer besseren Lösung.
Hat jemand einen Vorschlag ??
Viele Grüße David
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Antwort#2
Recording/Studio oder live?
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Antwort#4
der klang ist mir nicht schlank genug, unten zu dick , beim nt2 dafür
oben zu näselnd, ich hätte gern einen schlanken aber trotzdem
satten bass sound , so wie zu beispiel auf der Gershwin CD von Herbie Hancock
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Antwort#5
Ich nehme KB (allerdings vornehmlich klassische Musik)immer mit Schoeps CMC 5 + MK4 oder MBHO MBP 603 + KA 200 ab.
Wozu Großmembran? Dass eine Großmembran mehr Bass liefert ist leider nur ein Irrglaube. Wenn Du extrem viel Bass brauchst (i.e. unter 60 oder 70 Hz, denn bis dahin gehen gute (!) Nieren), dann nimm einen _echten_ Druckempfänger (Kugel) - der hat eine Basswiedergabe bis 0Hz (meist ist in den Verstärkern aber ein Lowcut um die 20 oder 30 Hz gesetzt um Infraschall vorzubeugen).
Achtung aber wenn Du z.B. ein AKG C414 oder Neumann U87 hast - da bringt die Einstellung "Kugel" keine bessere Basswiedergabe, da die Richtcharakteristik aus 2 Nieren zusammenaddiert wird.
Allgemein vielleicht noch - Wenn Du das Mikrofon sehr nahe an den KB stellst kannnst Du auch durch den Naheitseffekt einen evt. Bassabfall kompensieren.(auch hier wirkt sich ein kleines mic weniger störend aus als ein doch etwas größeres....)
Herzlichen Gruß aus WIen
Georg

TOnzauber - einfach klassisch
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Antwort#6
Hallo David,
interessanterweise wird bisher nur über Mikros und deren Einstellung diskutiert, nicht aber über deren Position. Mach Dir doch mal die Mühe, mit aufgesetztem geschlossenem Kopfhörer ein Mikro (egal welches) um den Baß herum zu bewegen, oder laß das einen Assistenten machen, während Du in der Regie sitzt. Du wirst staunen, wie unterschiedlich die diversen Mikrofonpositionen klingen. Erlaubt ist dabei alles, was möglich ist. Verschiedene Entfernungen auch probieren.
Ich persönlich nehme meistens ein Neumann KM 86 oder auch schon mal ein Microtech Gefell UM 70, wickle Schaumstoff um den Schaft und stecke die ganze Mimik in die Öffnung des Stegs. Dabei sitzt der Kopf direkt unter den Saiten. Nun wird mit den Einstellungen Kugel und Niere probiert, ebenfalls drehe ich das Mikro auch, wobei ich als Ausgangsposition Niere mit der Einsprechrichtung zu den Saiten hin nehme. Gerade beim Jazz sollten das Zirpen der Saiten und der Saitenanschlag gut zu hören sein, was mit dieser Methode exzellent gelingt.
Diese Methode habe ich übrigens von einem leider zwischenzeitlich verstorbenen Jazzer als Geheimtipp bekommen.
Aber Vorsicht mit "Patentrezepten": Jeder Baß und auch jede Spieltechnik klingt anders, ich hatte auch schon zweimal den Fall, daß ich mit dieser Mikrofonie kein brauchbares Ergebnis erzielte, in diesen Fällen nahm ich ein C 414 B-ULS, welches einmal mit Niere aus 40 cm Entfernung von vorn auf die gleiche Stelle der Saiten zielte, wie beim anderen Verfahren, im anderen Fall aus 20 cm auf eins der F-Löcher. Die Kugel vom C 414 war mir auch zu "dick".
Ich hoffe, daß Dir das weiterhilft und würde mich über eine Info mit Deinen Erfahrungen freuen.
Gruß
Martin

Meine bescheidene HP
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Antwort#7
Hallo Martin
Danke für Deine Antwort. Das mit dem "Schaumstoffdrumrum" hab ich vor kurzem auf einem alten Photo gesehen. Schaut gefährlich aus , klingt aber vielleicht gut.
Ich werds mal ausprobieren. Jetzt werd ich tatsächlich mal einen Bassisten bestellen und mit einem Kopfhörer und einem Micro um Ihn herum Laufen.....
Viele Grüße David
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Antwort#8
Servus,
falls es noch nicht bekannt sein sollte, hier (nochmal) ein Link zur Kontrabaßabnahme.
redi


hier steht's
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Antwort#9
Hallo David,
das mit der Schaumstoffumwicklung funktioniert sehr gut ( eigentlich bei allen Streichern, auch Geige etc), die Vorteile sind: Die teilweise teuren Instrumente werden nicht verkratzt---das Mikro klemmt sich automatisch fest----wenn die Musiker sich bewegen, bleibt die relative Position MicInstrument immer gleich => keine Pegel- oder Soundsprünge. Womit ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, sind eingebaute 2-teilige Pick-Up Systeme bei Rock a Billy Bands. Da bekommst Du 2 Signale ans Pult geliefert: einmal den Body mit allen Grundtönen und einmal alle Finger-Saiten- und Pickinggeräusche. Damit läßt sich eigentlich über 2 Kanäle schnell alles zurechtmixen. Jemand, der genau das perfekt anbietet, ist Diddi, der Bassist von Boppin`B. Die Homepage ist www.boppinb.de . Rentiert sich übrigens für jeden, der gerne lacht, die Seite ist klasse und bestimmt ein paar Minuten wert.
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Antwort#10
Hi,
das war nun mal ein wahres Wort (das mer Grossmembran und dem Bass). Ich habe sehr gute Ergebnisse mit den pencil Mics von Earthworks gehoert. mir gefallen die Teile generell sehr. Mal ausprbieren, wenn Du an ein solches Mic rankommst. Hoer Dir mal das SR77 an (cardio) oder das SRO (omni). Kann mich leider nicht mehr erinnern welches von denen es war. Kannst ja mal auf der homepage von denen Nachschauen.
Ach uebrigens, das mic habe ich auch schon live gesehen im zusammenhang mit einem Piezoabnehmer (schaetze ich mal, da er an der bridge war).
Gruss, HaJo

Earthworks
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