Welches Mic für Streichquartett (+Klavier) ?

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Tonprofis!
Ich bin Musiker und hab leider kein Ahnung von Tontechnik. Für gelegentliches Aufnehmen meines Streichquartetts (manchmal auch mit Klavier) suche ich ein geeignetes "consumer"-Mic! Ich brauche kein professionelles Mikrofon. Ich brauche es eh nur um zu hören, wie wir an unseren Konzerten so "geklungen" haben... Es sollte eine mini-klinke haben, so dass ich es an einem portablen DAT-Gerät anschliessen kann und nicht mehr als 250 ? kosten...
Danke für eure Hilfe!
Jonas
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Antwort#2
Hallo Jonas,
ich habe für sowas früher immer ein Soundman OKM benutzt, klein, handlich, und super Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind ideal für den Gebrauch an einem DAT-Walkman wie dem SONY TCD-7 (gibt's wohl inzwischen ein aktuelleres Modell...), mit Miniklinke, kannst du direkt anstöpseln.
Es gibt verschiedene, die besseren kosten 250?.
Gruß
Richard
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Antwort#3
Hallo Jonas,
da gibt es Probleme. Die unsymmetrische Miniklinke gehört zur Multimedia-Technik = Schrott-Technik vom musikalischen Standpunkt aus gesehen. Brauchbare Mikrofone für Musikaufnahmen haben keine Miniklinke. Du möchtest ja kein professionelles (Stereo?) Mikrofon haben. (Wirklich?) Das portable DAT-Gerät mit seinem unsymmetrischen Miniklinkeneingang hat keine Phantomspannung, die aber bessere Kondensatormikrofone brauchen. Zweifelhaft ist, ob überhaupt dein DAT-Gerät einen Mikrofoneingang mit Verstärker hat. Das wird eher ein Heimtechnik-Lineeingang sein. Dann wird sowieso ein Mikrofonvorverstärker (Kleines Mischpult) benötigt, der dann Phantomspeisung haben sollte. Und dann aber keinen Miniklinkeneingang, sondern die richtigen XLR-Stecker!
Überleg' dir das wirklich mit der Miniklinke noch einmal.
Didi
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Antwort#4
Hallo Jonas,
die Werbung haut kräftig auf die Wort-Pauke. Vorsicht Kunstkopf-Stereo! Lies dieses bitte ganz sorgfältig durch und überlege, ob das das Richtige für dich ist.
Fa. Soundman, Berlin: OKM = Original-Kopf-Mikrofone sind Mikrofone, die der Entwicklung auf dem Markt der Minirecordersysteme (Sony MiniDisc!) Rechnung tragen. Durch die Positionierung im Ohr werden Aufnahmen erzeugt, die dem subjektiven Klangeindruck des Benutzers entsprechen und die nur bei Kopfhörerwiedergabe einen dreidimensionalen Raumeindruck mit guter Lokalisation vermitteln. Gerade bei der Tonaufnahme vor Ort, beim unbemerkten (!) Einfangen der 'Atmosphäre' für einen TBS-Soundtrack (Bootleg!), ist die Kombination von kleinen Aufnahmegeräten mit den OKM-Mikrofonen eine Ergänzung für den Ton- und Multimediaproduzenten.
Elektret-Kondensatormikrofone benötigen für ihren Betrieb eine Energieversorgung !!! Tonaderspeisung, die entweder über die Mikrofonbuchse einiger Aufnahmegeräte oder den "Adapter A3" erfolgt. Der Adapter gehört an den LINE-Eingang, an dem durch automatische Anpassung eine um 30 dB höhere Mikrofonspannung und damit ein beträchtlicher Dynamikgewinn gegenüber dem konventionellen direkten Anschluss am Mikrofoneingang erzielt wird. Zudem wird dadurch die meistens kräftig rauschende Mikrofonvorstufe umgangen. Der Adapter A3 wird zwischen Mikrofon und Gerät gesteckt. Er enthält neben einer Batteriekontrolle zuschaltbare Vordämpfung und Tiefenabsenkung. Geliefert wird das OKM mit dem Speiseadapter A3 (6V). So lange der verwendete Recorder im Akku- oder Batteriebetrieb läuft, funktioniert auch alles. Werden die Recorder aber über Netzeile betrieben, was bei längerer Aufnahmedauer erforderlich sein kann, so kommt es zu kräftigen Brummeinstreuungen. Dies hat mehrere Gründe. Erstens sind die dünnen Leitungen des OKM nicht so gut abgeschirmt wie ein dickes Mikrofonkabel und außerdem ist der "Adapter A3" nicht abgeschirmt. Beides macht das Mikrofon einstreu-empfindlich, was jeder merkt, der mit dem Ding direkt unter einer Leuchtstoffröhre steht. Zweitens sind die Netzteile verschiedener Hersteller trotz CE-Zeichen wahre Brummschleudern, d.h. sie erzeugen kräftige Störfelder.
Gruß
Detlef
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Antwort#5
also als micro das für sowas ausgelegt wäre, würde ich das rode nt-4 vorschlagen: ist ein x/y stereo kondensator mic, das man auch per 9v block betreiben kann (also nicht unbedingt per pp). außerdem hat es im lieferumfang schon einen adapterstecker auf stereominiklinke.
es ist zwar ein bisschen teurer als du wolltest, aber hörs dir einfach mal an
lg armin
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Antwort#6
Meiner Meinung nach musst Du erst folgende Grundsatzentscheidung treffen: Willst Du Deine Aufnahmen über Stereo-Lautsprecher abhören oder lieber mit Kopfhörer?
Für die Wiedergabe mit Lautsprechern bietet sich neben Rode NT4 als preiswerte (aber auch klanglich weniger gute) Möglichkeit das Sony ECM-MS-957 an. Bei Thomann für EUR 255,- zu bekommen (EUR 5,- Versand). Vorteil gegenüber dem NT4 ist, dass der optimale Aufnahmebereich zwischen 90° und 120° umschaltbar ist. Das NT4 hat aufgrund seiner Konstruktion immer einen Aufnahmebereich von knapp 200° (!). Für meinen Geschmack sind die kanpp 200° für die Anwendung mit Streichquartett bereits zu groß.
Für die Wiedergabe mit Kopfhörern ist tatsächlich das OKM II optimal, das in menschliche Ohren gesteckt werden kann, aber auch an den "Polen" einer Plexiglaskugel (20 cm Durchmesser) zu montieren ist, oder sonst in einer Form mit einem akustischen Hindernis zwischen den Kapseln benutzt wird. Stichwort: Trennkörper-Stereofonie.
Viele Grüße
Michael H.
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Antwort#7
für sowas würde ich das im HI-Fi-Handel erhältliche Mikrofon für den Sony Minidisc player nehmen(weis im momment nicht die typenbezeichnung). es sieht aus wie ein T und hat als anschluss direkt einen mini klinke stecker an sich dran. es kostet ca. 150? und ist stereo, und macht für diese mikrofonklasse (mit einem geeigneten medium wie z.b. einem minidiskrecorder)wirklich aussergewöhnlich gute aufnahmen, entgegen vieleicht so einiger meinungen hier...

Gruuhs

dB
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Antwort#8
Das Stereomikrofon SONY ECM-909A ist für Live-Aufnahmen auf MiniDisc keine schlechte Wahl. Es hat den gewünschten 3,5 mm Klinkenstecker, wenn es denn sein muss. Die Probleme, die es möglicherweise mit dem Recordereingang gibt, wie Verstärkung, Pegel und Anpassung wird es bei dieser Konstellation bei allen Mikrofonen irgenwie geben, wie Postings in anderen Newsgroups zeigen. Dieser blöde unsymmetrische Klinkenstecker verhindert externe Phantomspeisung, daher wird immer eine Batterie benötigt. Das ist "eklige" Tontechnik, wenn man das überhaupt so nennen sollte.
Johnny
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Antwort#9
Danke für eure Anworten!
Das Sony ECM-MS 957 wäre eine gute Option. Mit 250 ? jedoch preislich an meiner Schmerzensgrenze! Frage: Ist das ECM-MS 957 empfindlich aufs "Anfassen"? Oder muss es bei einer Aufnahme immer in einer Halterung sein?
Gibt es ausser DAT eine gutes und preisgünstiges Gerät, womit ich aufnehmen kann? Am besten natürlich digital, z.B. ein Speicher-Stick-mässiges Gerät, dass ich per USB od. FireWire an mein Laptop anschliessen kann und so gleich die Sound-Files zum digitalen Bearbeiten rüber transferieren kann? Gibt es bereits solche Geräte? Oder komme ich da an einem DAT oder Minidisc nicht vorbei?
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Antwort#10
"Das ist "eklige" Tontechnik, wenn man das überhaupt so nennen sollte."
Eklige Tontechnik ist gut. Was mich z.B: stört: Das sind meist MS-Systeme die für den gegebenen Zweck nicht unbedingt passen. Wenn die Japaner, die das vermutlich etabliert haben, mal machgedacht hätten, so würden sie lieber ein T-förmiges ORTF-System als Standardstereomik auf den Markt gebracht haben, aber ein stabförmiges Mikro ist halt handlicher.
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Antwort#11
... das Mikro ist fuer das Geld sehr gut, und funktioniert gut an Eingaengen von
Camcordern, Minidisk- und DAT-Portables, die Miniklinke benutzen.
Nur mussen selbige hinreichend pegelfest sein - bei meinen TCD-D3 und TCD-D7
DATs von SONY muss man ein 20dB-Pad (Abschwaecher) benutzen - der TCD-D7 hat das
eingebaut.
Gruss
Micha
---
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Antwort#12
... ist es im Vergleich zu den anderen genannten Stereomikrophonen trotzdem
recht eingeschraenkt - NT4 oder das weiter unten genannte umschaltbare SONY-Mic
sind ganz deutlich hoerbar besser.
Gruss
Micha
---
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Antwort#13
Hallo juergen,
viele von uns verstehen, was mit diesem "ekligen" Tontechnikgefühl gemeint ist, das uns bei der Heim-Multimedia-Video-Bastelei überfällt. Allem voran der unsymmetrische Mini-Klinkenstecker. Denn sie wissen nicht was sie tun.
Genau dazu passen eben die festen 90° XY- oder die festen MS-Koinzidenzsysteme, die total unflexibel sind. (japanisch?)
Sicher wäre ein flexibles einstellbares Sytem etwa in der Art vom ORTF-System brauchbarer. Aber dann müsste der Anti-Tontechnikstecker und noch einiges mehr weg, was uns alle ärgert.
Gruß
Gerd
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Antwort#14
Das wäre ja eventuell ein Markt, mal ein einfaches und trotzdem flexibles System anzubieten, das auch der Laie bedienen kann. Die Unflexibilität der Mikros ist dabei sehr entscheidend und oft bedeutsamer, als besonders gut Kapseln. Ich habe mal demohalber im Beisein eines Sonyphilen Hobbyaufnehmers mit einem billigen KM-Paar und einem Behringer 602, eine Aufahme über seinen AD-Wandler der Soundblasterkarte gemacht. Klanglich 10mal besser, als sein ECM+MD-Recorder.
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Antwort#15
Ich denke, es wäre günstiger, für solch eine Aufnahme einen Tontechniker zu buchen, der dann mit entsprechenden Epuipment und Erfahrung kommt. Die Preise für so einen Mobilstudioeinsatz lohnt sich, zumal wenn es ein schöner Livemitschnitt werden soll, allemal. Dieses ist günstig, nicht billig. Zumal diese Amateurtechnik doch unbefiedigende Ergebnisse zur Folge hat.


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