Stereoendstufe auf Mono

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Der Beitrag ist zwar ein bisserl OT, vielleicht kann mir ja trotzdem wer helfen.
Ich betreibe für ein kleines Kunstprojekt einen 35watt Stereoverstärker, nur auf einem Kanal, und einen eben auch nur an diesen Kanal angeschlossenen kleinen Lautsprecher. Mein Signal ist Mono.Muss ich damit rechnen, dass mein Verstärker kaputt geht, da ich auf dem rechten Kanal keinen Lautsprecher angeschlossen habe? Es liegt klarerweise auf dem rechten Kanal auch kein Eingangssignal an.
Ich kann mich an so eine These erinnern, oder war das eine Mär?
Danke schon mal Christian
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Antwort#2
Hallo Christian,
Der brach liegende Kanal geht nicht kaputt (warum sollte er auch). Wenn es ein Transistorverstärker ist geht er auch nicht kaputt wenn ein Signal anliegt und kein Lautsprecher angeschlossen ist. Anders sieht es bei Röhrenverstärkern aus:
Die Endstufe muß immer belastet sein, sobald Signal anliegt, sonst gibt es aufgrund der Stromeinprägung unzulässig hohe Anodenwechselspannungen und u.U. Spannungsüberschläge im Ausgangstrafo. Sicherheitshalber sollte man bei Röhrenendstufen immer ein Last anhängen, auch wenn kein Signal anliegt.
MfG
Rainer
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Antwort#3
Hallo Rainer,
ich kann mich erinnern, dass mir auch mal erzaehlt wurde, dass man Endstufen nicht ungelichmaessig belasten soll. (also halt nicht eine volle Last fahren und die andere Seite nicht benutzen) Das waren aber die guten alten Zeiten der home-stereo anlage und die Anfaenge des PA lebens. Habe mich aber nie mehr darum gekuemmert. Ich benutze ja nun Endstufen immer ungleichmaessig. Ist aber daran nicht doch ein funzen Wahrheit?
Gruss,

HaJo
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Antwort#4
Hallo Hajo,
Ich staune immer wieder, welchen Ammenmärchen in der Hifi-Szene erzählt werden.
Fragt man die Leute dann mal welche physikalische Grundlage ihre Aussagen haben, erhält man keinerlei hieb- und stichfeste Begründung.
Konkret: Es gibt keinen sinnvollen physikalischen Grund, die beiden Enstufen eines Stereoverstärkers immer gleichmäßig zu betreiben. Es sind ja letztendlich 2 völlig getrennte Verstärkerwege. Vermutlich stützen die Hifi-Fans ihre Theorie darauf, daß man die Geräte erst "einspielen" müsse und daß dann durch die Nichtbenutzung eines Verstärkerweges eine unterschiedliche "Einspielung" erfolgt. Aber das sind Theorien die von Halbwissenden an Halbwissende weitergegeben werden und etbehren jeder physikalischen Grundlage. WIR brauchen uns da nicht verrückt zu machen, denn wir stehen auf dem Boden der Physik - und diese stimmt nach wie vor.
Grüße
Rainer
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Antwort#5
Danke rainer!
ich dachte mir schon ähnliches.es sind ja in der Tat 2getrente kanäle, und wenn am Eingang nichts anliegt, dann braucht ja auch am Ausgang kein LS verbunden sein. Die Ammenmärchen halt, danke trotzdem.:-)))
ChristianL
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Antwort#6
Hallo,
vor langer Zeit als die Transistoren noch nicht so Spannungsfest und viel teuerer waren als heute, da hat man sie teilweise so knapp dimensioniert, das sie im Leerlauf bei Aussteuerung durchschlagen konnten (wenn die Netzspannung recht hoch war), weil die interne Versorgungsspannung relativ stark mit der Belastung zusammenbricht.
Aber, wie geschrieben, das ist schon sehr lange her.
Tomy
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Antwort#7
Hi Rainer
Ungleichmäßige Last kann bei manchen Verstärkern tatsächlich zur Zerstörung führen.
Bei gemeinsamen Netzteil bedeutet es das der belastete Kanal deutlich mehr Leistung hat.
Das war zb. bei der Uralten Yamaha 2201 ein Problem!
Heute ist es eher selten ein Problem,unter anderen durch die erweiterte SOA der modernen Ringemitter Transistoren.
Gruss
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