Nochmals Fender-Setup

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo, erst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten auf meine letzte Frage.
3 realisierbare Live-Setups sind nun denkbar:
Vorhandenes Equipment: Fender Rhodes (keine Gitarre! ;-) ), 2x Yamaha MS-60 Aktiv-Boxen, 1x Mackie 1402-VLZ Mischpult.
Szenario 1)
Rhodes (Mono) -> TC-Electronics-Chorus (Stereo-Output wet/dry) -> Dual Channel Mic Preamp (z.b. SPL Goldmike) -> in die beiden Aktivboxen.
Szenario 2)
Rhodes (Mono) -> Preamp mit Stereooutput (z.B. Joemeek VC6 Q)-> in die beiden Yamaha-Aktivboxen
Szenario 3)
Rhodes (Mono) -> Preamp -> Mackiepult -> Yamaha Aktivboxen.
Wer hat damit Erfahrung, wer kann Tipps geben? Jede Kombination hat vor und Nachteile.
Achja: Ich weiß, daß es den Roland Jazz-Chorus gibt, und den Fender Twin-Reverb. Aber damit erreiche ich nicht den Sound den ich will. Das Fender soll zuerstmal ziemlich HiFi-mäßig klingen.
Danke für Antworten.
Michael
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Antwort#2
Der Rhodes liefert doch line-pegel. Ein Mik-Preamp ist doch eigl. nicht nötig.
Was hällst du vom SPL Charisma zum "Sound machen"?
P.S. (an Jörg) nein, noch nicht selbst ausprobiert, Monitore haben Vorrang
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Antwort#3
Merci für die Antwort.
Leider liefert ein Fender mitnichten Line-Pegel. Vergleichbar mit 'ner Gitarre. Das Fender Rhodes ist komplett passiv. Der Sound entsteht durch das Anschlagen der 'Tines', Metallzungen, die zusammen mit einem Klangstab ähnlich dem Prinzip einer Stimmgabel vibrieren. Diese Vibration erzeugt einen Strom im gegenüber angebrachten Pickup. (So im groben ;-) )
Michael
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Antwort#4
P.S.: zudem ist für das Fender der Equalizer enorm wichtig.
Charakteristisch für das Fender ist der Glockensound, der bei ziemlich genau 10 khz liegt. Auf der anderen Seite sind die Bässe zu massiv und müssen abgesenkt werden. Der Mittenbereich ist schwierig einzustellen und hängt vom Raum/Bühnensound und der Stilistik ab.
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Antwort#5
Hallo,
ganz wichtig für das Rhodes ist ein hochohmiger Anschluss, d.h. entweder ein Gitarreneffektgerät (Amp) oder eine aktive (!) DI-Box.
Ein direkter Anschluss an einen Mikroeingang versaut das ganze total.
Tomy
P.S. ein Bekannter spielt sein Rhodes über einen Behringer V-Amp... und macht ganz crazy Sachen damit.

Mal wieder..
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Antwort#6
Alle preamps die so genannt wurden, haben meines Wissens einen hochohmigen Instrumenteneingang.
P.S. das der Rhodes passiv ist wusste ich gar nicht, hatte auch noch nie so ein Ding vor mir. Wieder was gelernt. (Jedenfalls war dann die Annahme - die durch oberflächiges Lesen entstand: Gitamp, Fender...- dass es sich um Gitarre dreht, ja gar nicht so falsch.)
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Antwort#7
Kannst du das mal bitte erklären? Bis jetzt bin ich mit dem Fender direkt in den Mic-Preamp auf dem Mackiepult, da ich dringend die Preamp-Reserven brauche, sonst kommt zu wenig Power. Was bewirkt die Aktive DI-Box? Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, daß ich die DI-Box brauche, um ein unsymmetrisches in ein symmetrisches SIgnal umzuwandeln bzw um Brummen zu unterbinden.
(Musiker und Technik ;-) )
Michael
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Antwort#8
Hallo,
nun, das ist einfach so, dass die Signale der Geräte unterschiedlich 'stark' sind. Das heisst, dass manche Geräte wenig Spannung und viel Strom zur Verfügung stellen, wie z.B. Mikrofone. Dagegen sind z.B. Gitarren hochohmig, das heisst, sie geben viel Spannung ab aber können sehr wenig Strom liefern. Wenn man von ihnen viel Strom fordert, dann wird die Spannung auch geringer, und der Frequenzgang verbiegt sich.
Daher sollte man solche Geräte (auch Gitarren ohne eingabaute Elektronik) immer über aktive Di Boxen, oder alternativ über ein Gitarreneffektgerät und dann eine passive DI Box, abnehmen.
Das gibt immer einen Aha Effekt bei Gitarristen, wenn sie die Gitarre zum erstenmal über eine aktive Di hören.
Die symetrierung ist ein Nebeneffekt.
Am Besten einfach besorgen und ausprobieren.
Tomy
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Antwort#9
Wie gesagt die Premaps haben meist einen hochohmigen Instrumenteneingang.
Eine zusätzliche DI-Box ist daher nicht nötig.
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Antwort#10
Also ich habe jetzt gerade mein Fender angeschlossen:
1) Direkt in Mackie-Micro-Input (Klinke auf XLR)
2) Über eine passive DI-Box
Ausser mehr Rauschen war kein Unterschied zu hören.
Kann man den Ausgang des Fenders messen um zu ermitteln , wie Hochohmig er wirklich ist?
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Antwort#11
Es sollte zwar nicht mehr rauschen. Aber beide Fälle sind eigl. identisch.
Denn die Line-Inputs sind ebenso wie die Eingänge der passiv-DI-Box relativ niederohmig. D.h. es sollte es Höhenabfall auftreten analog zur Klampfe.
Probier halt mal eine aktive DI-Box oder den Inst-Eingang eines Preamps aus.
Wenn der Sound besser wird, weisst du warum. Wenn nicht, brauchst du keine aktive Di-Box.
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Antwort#12
Thanks for the Answer. It saved me round about 500 EUR!!!
Wohin kann ich das Geld überweisen ;-)
Danke für den Tip: Der Sound ist jetzt so gut, daß ich wirklich keinen Preamp mehr brauche, der aus dem Mackie ist mehr als qualitiativ ausreichend. Und die Equalizereinstellungen sind jetzt so minimal, daß ich auch auf den zusätzlichen EQ verzichten kann.
Da kann ich das Geld in 'nen SPL Charisma stecken, um dem Fender noch ein bisschen Tube-Feeling zu vermitteln ....
Merci
Michael
A Propos: Falls hier jmd Fragen zu Fender Rhodes hat, insbesondere dem doch difizilen Innenleben, zum Intonieren und Stimmen, zu Bauteilen etc . . . da kann ich gerne weiterhelfen ...
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