Hallo, ich möchte nun meinen Song Spur für Spur als Wav aufnehmen und jede Spur einzeln dabei durch meinen Finalizer laufen lassen. Jetzt frag ich mich was besser ist, alle EQ's und FX's drauf und dann durch den Finalizer oder erst trocken durch und dann FX drauf? Ich könnte natürlich ausprobieren was besser klingt aber das ist eine heiden Arbeit und vieleicht hat das ja jemand schon hinter sich :-) Gruß Kai
Wie willst du wissen was gut klingt, wenn du es nicht ausprobierts. Überlege dir einfach was der Finalizer macht (das weisst du hoffentlich...) und was die FX machen (das weiss du hoffentlich auch). Dann kannst du dir überlegen welchen Effekt das hintereinanderschalten hat. Ansonsten empfehle ich dir das Buch von D.Esser "fertige Rezepte für die Audiotechnik" ISBN 0815
Wie willst du wissen was gut klingt, wenn du es nicht ausprobierts. Überlege dir einfach was der Finalizer macht (das weisst du hoffentlich...) und was die FX machen (das weiss du hoffentlich auch). Dann kannst du dir überlegen welchen Effekt das hintereinanderschalten hat. Ansonsten empfehle ich dir das Buch von D.Esser "fertige Rezepte für die Audiotechnik" ISBN 0815
Wenn es einer schon so oder so gemacht hat und es klingt scheiße kann man das ja schreiben und ich muss den selben Fehler nicht auch machen, klaro? Super Tip danke. Ich hoffe Du hast für den Gäg nicht allzulange gebraucht. *Gäähn* Gruß Kai
Lieber Kai, ums Experimentieren wirst du gerade bei sachen die Sound betreffen wohl nicht herumkommen - denn jeder hat eine andere vorstellung von dem, was er im endeffekt hören will, und für mancheinen ist der "spielraumlose" klang einer totkomprimierten popaufnahme mit starkem rums das non plus ultra, der andere hat lieber das etwas natürlichere gerne, der dritte verschmäht den effekt von k0ompressoren und effektgeräten überhaupt... Schliesslich kommt es ja auch auf den bearbeiteten Musikstil an, techno wirst du anders behandeln als Soul oder klassische Musik. Zum Thema was zuerst: Überlege einmal rein logisch, wozu Du einen Kompressor einsetzt - damit die Dynamik möglichst beschnitten wird, damit alles möglichst laut klingt. WEnn Du jetzt nach dem Kompressor noch Hall oder EQ's oder sonstwas schaltest, fügst du aber wieder dynamik hinzu, die du vorher mühsam entfernt hast, und wenn du schon auf maximalen pegel komprimiert hast, hast du nichteinmal mehr spielraum bevor du übersteuerst. Daher - zuerst FX und dann Comp... Wie schon richtig gesagt wurde - immer überlegen was machen die Geräte eigentlich... Und wenn ich das nicht weiss, nachlesen... ! Herzlichen gruß aus Wien Georg
Ah danke, einer der es ernst mit mir meint:-) ja weißt Du ich hab mir selbstverständlich schon allemöglichen Gedanken gemacht und wie ein Kompressor arbeitet weiß ich ganz genau. Deine zum Schluß erwähnte Variante war auch kurz mein Favorit aber ich wurde dann wieder unsicher und deshalb frage ich hier, es kommt ja auf den Gesamtmix auch noch ein Kompressor der würde in deinem Falle den schon komprimierten Hall ja nochmal komprimiern aber nicht einen der bei einer Spur erst nach dem komprimieren kommt. Was denkst Du darüber? Gruß Kai
Hallo. Normalerweise hängen Dynamikeffekte bei Mischpulten in den Inserts - folglich vor den Auxsends und damit auch vor dem Hall. Wenn Du z.B. Gesang aufnimmst und den stark komprimierst und dann verhallst klingt das ganz anders, als zuerst verhallen dann komprimieren. Ein komprimierter Hall klingt schon ziemlich eigenartig - kann aber als Effekt durchaus gewollt sein. Solls speziell im Fall von Hall natürlich klingen, dann setz die Dynamikeffekte vorher ein - aber gerade bei EQs gibts kein Patentrezept. Wenn Du mit einem Analogpult arbeitest, gibt Dir dieses Gerät schon eine feste Verschaltung vor.... bei Rechnerbasiertem HD-Recording ist man da natürlich viel flexibler, aber u.U. von den Möglichkeiten fast erschlagen... Auf die Summe solltest Du auch nur einen Wirklich guten Kompressor anwenden - am besten einen Multibandkompressor (ist zwar schon fast eine Wissenschaft für sich, aber es zahlt sich aus). Und danach noch einen Limiter. Grüsse Florian
Wenn du gleich ernste Antworten willst musst du die Fragen auch entsprechend formulieren. Ohne genauere Angaben kann man einfach keine Tips geben, da einmal das und einmal genau da andere funktioniert. Du hast weder den Musikstil, noch die Spuren noch die Art der FX erwähnt. Erwartest du dann wirklich ernsthafte Antworten? Bei weiterer Nachfrage geht es ja. Aber es gibt zu oft die Anfrage von irgendwelchen Laien, die gehört haben, Profies benutzen einen Compressor und die jetzt fix und fertige professionelle Presets hören wollen, ohne mal sich Grundlagen anzulesen (gibts zuhauf im Netz) und zu experimentieren. Daher gibts erstmal auf solche Pauschalfragen eine entsprechende Antwort. Generell kommt es immer auf den FX und den gewünschten Effekt an wie man was komprimiert. Generell würde ich EQ vor dem Compressor schalten, einfach damit der Compressor auch auf das reagiert was man auch hört und nicht bei starken Bässen runterregelt aber man die Bässe dann rausgedreht hat und nur noch ein Pumpen hört. Bei anderen FX sehe ich es so, dass der Compressor das Signal für den FX vorbereitet. Nach dem FX ist der Klang oft ganz anders und der Compressor reagiert dann auch anders. Kann aber auch gehen. Auch kann man aus unterschiedlichen Gründen komprimieren (gleichmässiger Pegel, Dynamikbeschränkung, Druck machen, Sound verändern (Attack), Ausreisser limitieren usw. Zum Beispiel ein Compressor vor FX, einen danach. Es gibt so viele Möglichkeiten. Und nciht zuletzt sind die Geschmäcker und Tagesform unterschiedlich. Wenn man Hall komprimiert wird die Hallfahne länger und lauter. So'n Kram kann man sich aber überlegen und das meinte ich. Generell sollte man sich jedesmal fragen _warum_ will ich diese Spur komprimieren. Nicht einfach "damit es besser klingt", sondern genau was einen stört. Meistens brauchen die Instrumente keinen Compressor um überhaupt gut zu klingen. Wenn der Roughmix ohne (viel) EQ, ohne Compressor, ohne FX nicht klingt, dann wird es auch mit nicht perfekt.