thema:neumann um57 und v77,72

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
jo das erste mal hier scheinen ja reichlich leute mit gut wissen zu posten
hoffe es sind auch ein paar freundlich dabei die sich erinnern das sie irgendwann auch mal bei 0 angefangen haben und etwas zu soundeverbesserung beitragenkoennen
wenn nicht dann :
stellt euch einfach vor ihr müsst meine oberschlecht klingende music jeden tag auf eurem radio hören weil eure frau das will (lol)
frage:ich nutze schon einige zeit ein um57 mit einem siemens v77 und oder einem v72 pre
das ganze geht in einen digidesign 192 wandler.
im mac wird das ganze mit digidesign hd karte aufgenommen
hier kommen auch die kompressoren (waves tdm und bandsaetigung cranesong phoenix signal kette
frage :warum klingt das ganze nicht so fett wie amerikanische vocals.
ahmm bevor jetzt erstmal alle standart antworten kommen hier noch einige anmerkungen
-um57 ist durch neumann komplett wieder hergestellt
-v77 ist durch fachmann komplett wieder hergestellt
-der ad ist geprüft und für 100 prozent in ordnung befunden
-der mac ist auf audio optimiert
alle die digital verachten besser jetzt nicht weiterlesen aber sorry keinen 200 000 euro da !
-ich habe lange in einem gospelchor mit konzerten gesungen

-vergleich mit u67 und c12 mit aehnlichen resultaten
-als outboard hatte ich vor einiger zeit tc goldchannel und avalon vt747 da
war aber auch nicht besser (transparenter-crisp-hauchiger-lebendig-wie ins ohr gesungen)gewesen.

als letztes hier ein paar namen wie es klingen sollte,weiss nicht ob man hier urls posten darf deswegen nur namen sorry.
aber wenn ihr die namen in myspace eingebt dann findet ihr sofort hoerbeispiele.
Musiq Soulchild (alle songs),Akay (geh jetz nicht),usher (der schwarze usher nicht david usher)

ah ja
geben und nehmen wer mein problem loest
der der kann auch auf meinen hilfe zaehlen.
vielen dank jetzt schon einmal ich weiss eure zeit sehr zu schaetzen.
danke
nils
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Antwort#2
"warum klingt das ganze nicht so fett wie amerikanische vocals"
Vielleicht liegts an der Stimme?
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Antwort#3
Die Konzentration auf die Einzelheiten, wie Mikrofone und Verstärker UM57, V77, V72 ist nicht der Schlüssel zum fetten Sound. Sicher gehören zu dieser Kette noch viele wichte Kleinigkeiten dazu.
Auch wenn du es nicht hören willst: Es kommt am meisten auf die perfekte und schon fett klingende Quelle an.
Diesen Klang kann man durch den häufigsten Anfängerfehler unwissentlich allzu schnell verderben, indem man mit einem Nieren-Großmembranmikrofon zu dicht an den Klangerzeuger ran geht. Das muss das Gegenteil von einem fetten Sound ergeben.
Hinterher mit "Pegel-Quetschapparaten" und "Fettmachern" alles wieder herausholen zu wollen und zu retten, geht immer schief.
Du willst solche Ratschläge ja nicht hören. Das ist aber deine Sache.
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Antwort#4
Hi Nils,
schönes Equipment.
1. Fachmann & Restauration ist gut & schön, Kontrolle ist besser. Will heißen: Erst einmal die Signalkette prüfen. Die Röhrengeräte reagieren zickig auf Fehlanpassungen.
http://www.fesb.hr/~mateljan/arta/index.htm Suchwort: ARTA AUDIO
Hier findest du einen Download für ein Softwarebasiertes "Audiomeßgerät". Die Anleitung ist als Onlinehilfe dabei. Zusätzlich gibt es aufe den ARTA-Seiten versteckt einen Link zu einem deutschen Tutoriol. Es könnte etwas dauern, aber hier kannst du dein System gründlich durchprüfen und erst einmal den Status Quo festhalten.
2. Warum es nicht fett klingt:
Du schreibst nicht, mit welcher Software du arbeitest. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, einen Sound "fett" zu machen. Ich zähle dir diese Möglichkeiten ohne Gewichtung einfach auf, Details findest du am besten durch ausprobieren oder googlen.
2.1 "Aufdoppeln": Mehrfach sprechen / singen. Dieser Effekt läßt sich auch künstlich erzuegen, im einfachsten Fall durch Delay im Bereich von 1...10ms je nach Geschmack
2.2 Kompressor, hier gemeint: MULTIBANDKOMPRESSOR, eventuell die Bänder nicht zusammen koppeln sondern mit getrennte Kompressionsfaktoren arbeiten.
2.3 Subharmonische Anteile hinzufügen, z. B. TC-Helicon Effekte
2.4 Einsatz eines "Transientendesigners" / Aphex-Exciters
2.5 Je nach Musik: Horus / Flanger / Delay (30......2000ms)
2.6 Intelligentes EQing hilft auch oft weiter, z. B. Tiefenanhebung zusammen mit einem Hochpaßfilter (möglichst mit einstellbarer Flankensteilheit / Güte)
2.7 Klassicscher Vocal FX: Hall, z.B. Faltungshall (in Samplitude implementiert), oder andere Algorithmen zur Hallerzeugung
2.8 Limiter / Röhrenkompressor / Röhrenverzerrungen
Ein weites Feld für eine kreative Arbeit.
Gruß
M. Hein
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Antwort#5
Moin Lori,
wie man es falsch machen kann haben wir ja gerade von dir gehört. Wie lautet denn dein Rezept, um alles richtig aufzunehmen?
Gruß
M. Hein
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Antwort#6
Was man braucht steht in der Mitte deutlich in der einzelnen Zeile. *Da* muss man "schrauben"!
Leider liegt das selten vor und so hört man auf die Werbung und wird "technik-gläubig". Und hofft ... und hofft ... und hofft
und fragt: Hat nicht jemand einen Rat um alles fetter zu machen?
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Antwort#7
Vor zwei Tagen sah ich abends in BR den Film ueber die ehemaligen Motown-Musiker, die "Funk Brothers". Abgesehen davon, dass mich der Film und deren Konzert schwer beeindruckt hat - auch darin kam im Interview eine Passage vor, wo einer der Musiker in etwa erzaehlte: "Als der Motown-Sound beruehmt wurde, haben sich etliche andere Tonstudios gefragt, was denn den Sound ausmache. Der Raum wurde vermessen, die Mic-Aufstellungen kopiert, die Technik...aber der Sound wurde nicht erreicht. Worauf sie natuerlich vergessen hatten: Die Musiker! Die Musiker haben diesen Sound erzeugt."
Dem ist wenig hinzuzufuegen.
Gruss,
Mathematiker
PS: "Garbage in, garbage out!"
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Antwort#8
Was sie natürlich vergessen hatten: Die Musiker! Die Musiker haben diesen Sound erzeugt."
Dem ist wenig hinzuzufügen.
Aha! Wie wahr.
Das ist wirklich der Knackpunkt. Wie oft habe ich das schon erlebt.
Man dreht dann immer verzweifelt an anderer Stelle, sucht andere Mikrofone und besonders andere "Schmutzigmacher"-Plug-Ins und Multiband-Kompressoren.
Es wird vergessen, dem Sänger zu sagen: Nimm Gesangsunterricht. Mache Atemübungen. Singe sauberer.
Da probiert man lieber Autotune und Aphex als Wundermittel und íst dann wieder verzweifelt, dass man den kommerziellen Sound nicht hinbekommt.
Ähnliches beim Schlagzeug. Die Snare klingt nicht. Ich habe Schuld; ich habe die falschen Mikrofone.
Als ich meine private Snare mal "rausrückte" und die dann aufnahm, konnte man erkennen, dass nicht meine falschen Mikrofone und meine EQ-Einstellungen Schuld am schlechten Klang waren.
Da wusste man dann nichts drauf zu sagen.
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