Problem mit 3 Gesangstimmen (Autotune)

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich habe ein komisches Problem.
Bei einem Stück ist auf dem Grundakkord C(dur) ein dreistimmiger* Gesang.
(*drei Sänger unisono). Es klingt leicht krumm, da die Stimmen nicht exakt gehalten werden bzw. sich langsam dem richtigen Ton annähern.
Nun sollte Kollege Autotune das berichtigen. Allerdings klang es noch schlimmer. Trotz eingestellter Tonart Dmoll (Dmoll-Cdur, mehr Akkorde gibt's nich...) klangs es immer krumm.
Bei der Analyse per Graphicmodus stellte ich fest, dass zwei Stimmen ziemlich genau um G2 schwanken und auch zusammen einigermassen klingen. Die zweite Stimme nähert sich den G2 vom A2 her an. Ist also anfangs ca. 1/2 Halbton zu hoch. Genau da wo es krumm klingt. Autotune stimmt diesen Ton auch korrekt tiefer (aufs G2) und nicht etwa höher aufs A. Nur: jetzt klingts erst richtig krumm. Kann doch irgendwie nich' sein...
Ja, ja, ich weiss, ich kenne die Bedenken bezüglich Autotune und unfähigen Sängern. Aber darum geht es hier nicht. Bei Backgroundgesang (zumal von den Nichthauptsängern) fand ich Autotune bislang als unentbehrlichen Helfer....
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Antwort#2
Hallo Thomas !
Ich kenne zwar das Stück nicht und arbeite auch nicht mit Autotune, aber von der Harmonielehre her gesehen ist bei C-Dur C-E-G der Dreiklang und bei d-Moll ist es D-F-A. Vielleicht hängt es ja damit zusammen. Also bei einem d-Moll hat ein G nichts auf einer Zählzeit zu suchen (grundlegend, Ausnahmen bestätigen die Regel). d-Moll ist die parallele Molltonart von F-Dur, was wiederrum bedeutet Autotune müsste da auf F-Dur eingestellt sein.

Ulli
Ulli
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Antwort#3
Also das Stück geht folgendermassen von der Akkordfolge:
| Taktstrich
(4/4) vier 1/4 Noten auf diesem Ton
Strophe: 2x |D(4/4) | D(2/4) C(2/4) |
Refrain: 3x |C(4/4) | nix |
Gitarren spielen Powerchords, Bass den Grundton, Keyboard in der Stophe auch D und C beim zweiten mal statt letztem D-C dann F-E. Beim Refrain dann irgendwas auf C (Quinten (G) und Oktaven(C)).
Quiz: ist eine Coverversion, im Original A-G, zu gewinnen eine CD mit dem Titel drauf.....
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Antwort#4
Moin Thomas!
Also, wenn alle Stimmen auf einer Spur sind (hast Du glaub ich nicht genau erwähnt), dann ist Autotune natürlich sinnlos, da es ja nicht die Stimmen trennen kann und einzeln bearbeiten.
Wenn die Stimmen auf unterschiedlichen Spuren sind, dann versuch doch mal eine Einstellung, bei der Autotune auf den nächst höheren/tieferen Halbton korrigiert. Das heisst glaub ich irgendwas mit "equal temp. chromatic"... bin mir da nicht sicher.
Damit müsste es eigentlich funktionieren, falls der Sänger nicht zu brutal daneben lag.
Hoffe, das hilft.
Gruß
Markus
PS
Könnte der Titel womöglich "Lady in black sein"??? Mir fällt jetz auf die Schnelle nichts anderes mit den zwei Harmonien ein...

marcoustic Audio
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Antwort#5
Ne, Lady in Black kann´s doch nicht sein, hab mir eben nochmal Deine Beschreibung angeschaut... Da is ja der Refrain genauso, wie die Strophe, nicht wie bei Deinem Stück
:-)
Gruß
Markus
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Antwort#6
Hallo Thomas,
zunächst mal: sind die 3 Gesangsstimmen auf einer Spur drauf, oder auf 3 getrennten Spuren? Sind sie auf einer Spur, dann macht Autotune keinen Sinn. Sind sie auf 3 Spuren: Wie sieht es denn aus, wenn Du Autotune in JEDEN Kanal einschleifst? Hast Du einen Hardware-Autotune, oder arbeitest Du mit HD-Recording und dem Software-Implantat? Wenn Du mit HD-Recording arbeitest: Versuche mal, beim dritten Sänger (so er wirklich eine eigene Spur hat) an der Stelle, wo er schief singt, die Stelle auszuschneiden (eine eigene Region zuzuweisen) und diese mit der Tonhöhenbearbeitung eines Wave-Editors (im Logic z.B. direkt implementiert) soweit hinzubiegen, daß Autotune auch wirklich den Wert bekommt, den es geraderücken kann. Außerdem kann man beim Autotune festlegen, auf welche Töne er was hinziehen soll.
Meld´ Dich mal und gib mal Detailinformationen, dann kann Dir auch etwas besser geholfen werden.
Schönen Gruß,
Georg :)
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Antwort#7
Hallo Georg!
Ich benutze das Direkt-X plugin und Cubase.
es sind drei verschiedene Spuren (eigl. logisch....).
Spur 1 (Hauptsänger), Spur 2 (Hauptsänger gedoppelt), Spur 3 (zweiter Sänger)
Spur 2 und 3 passen recht gut zusammen, sowohl mit als auch ohne Autotune.
Spur 1 passt bei dem angehaltenen G eben nicht dazu.
Ich habe mit alle 3 Spuren im Graphikmodus angeschaut. Track 2 und 3 schwanken so um G rum. (geht aber, nur eben nicht 100% professionell). Mit Autotune etwas besser. Problematish ist Spur 1.
Und zwar erkennt man sehr schön, dass sie zu hoch (etwas ein halber Halbton) anfängt und erst nach einem halben Takt auch auf G landet. Autotune (->Anzeige) stimmt korrekt ca. 50cents tiefer. Es sollte also passen. Habe selbst extreme Einstellungen versucht. Der Gesang klingt dann zwar künstliche und zurechtgepitcht. Aber er sollte nicht mehr krumm klingen. Tut es aber.
Hmm. Meine vorläufige Hypothese ist, dass sich nciht der Grundton hackt sondern die Obertöne und Geräuschanteile. Der Gesang ist jetzt nicht brilliant klar, sondern schon _etwas_ rauh. Aber nicht so rauh, das Autotune nix mehr erkennt. (das war meine erste Vermutung, aber im Graphicmodus ist an der fraglichen Stelle eine durchgehende Linie)
Als Lösung werde ich eine andere Gesangstelle nehmen. (die Stelle ist mind 10x vorhanden....) Mal suchen. Beim zweiten Refrain klappte es jedenfalls perfekt.
Aber komisch fand ich den Effekt schon.
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Antwort#8
falls du das hier noch liest -
es klingt schief weil der ton von oben angesungen wurde -
selbst wenn autotune mit retune wert 0 sofort runterkorrigiert wird
davon noch ein wenig übrigbleiben, sowas empfindet der
mensch in der regel immer als schief (sharp ist gefährlicher als flat,
ein ganz kleines bisschen flat enpfinden die meisten sogar als angenehm)
die lösung wäre wohl am ehesten die, dass du diese passage erstmal mit dem cubase-offline-pitching bearbeitest, und zwar so, dass autotune als zu korrigierendes signal
einen ton kriegt der eher von unten angesungen scheint. beispielsweise so:
ansingen des tons ordentlich runterpitchen, einmal extrem, einmal mittel.
dann folgenden verlauf herstellen und kurze crossfades dazwischen:
1. extrem runtergepitcht
2. mittel runtergepitcht
3. ungepitcht (an der stelle wo das original tatsächlich langsam auf dem G landet)
also erstmal eine grobkorrektur von hand vornehmen, und dann nochmal autotune
für die feinheiten drauf loslassen. wenn die vorarbeit gut ist kann man autotune dann auch mit weniger "strengen" einstellungen benutzen (also retune-zeit höher und skala auf chromatisch), das klingt dann ironischerweise auch sehr viel unbearbeiteter...

gruss
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