wie geht ihr bei mix vor um die einzelnen kanäle optimal auszusteuern und die gewünschte "saal"-lautstärke zu erreichen? fangt ihr mit der kick-drum an, kanalfader auf 0dB, und stellt dann dementsprechend die anderen kanäle ein? ich meine ohne große erfahrung ist die gesamtlautstärke der einzelnen kanäle ziemlicher zufall und muß somit am masterfader angepaßt werden. ich hoffe einige verstehen was ich fragen will. gruß, thomas
Hallo Hupfer, ich stelle beim Instrumentencheck die Gain so ein, das jeder Kanal so um die 0dB liegt. Die Fader versuche ich auch auf null db zu halten. Wenn dann die Band zusammen spielt, ziehe ich alles bis auf die Vokals runter, passe deren Lautstärke mit dem Masterfader so an, dass es passt. Dann bastle ich den Rest dazu, wobei da die Reihenfolge je nach Lokalität wechselt. In ganz kritischen Fällen passe ich die Lautstärke der Vokals erstmal so an, das ich gerade über dem Bühenlärm (Snare !) liege, und schiebe dann den Rest ganz vorsichtig nach.
Hallo Thomas, ich fange zwar auch meist mit der BD an (Macht der Gewohnheit / meine Belegungen beginnen halt mit dem Schalgzeug), aber ich versuche schon beim Einzelsoundcheck drauf zu achten, daß zum Beispiel das Schlagzeug nur unterstützend angehoben wird (was in Säälen und kleineren Zelten ja erstmal ausreicht). Bei den Vocals achte ich drauf daß sie auch alleine schon sehr durchsetzungsfähig klingen, ohne zu dröhnen und zu sägen. Wenn dann alle einsetzen, stimmts meistens schon fast, man kann dann ja immer noch über die Kanäle / Subgruppen Schlagzeug und oder Backline anpassen. Ich stelle allerdings wie auch Tomi öfter fest, daß sich die einzelnen Kanäle durchaus zum größten Teil um die 0dB Faderstellung bewegen, wobei ich mir bei der Gesangssubgruppe meist ne kleine "Pauschalanhebung" gönne, damit man im jeweiligen Kanal noch etwas "Luft" hat. Pauschal könnte man also sagen: Vocals ein bißchen "zu laut" anlegen, der "Vorsprung" wird ja oft im Zusammenspiel "kleiner", und dann anpassen, wobei man aber lieber zu laute Sachen leiser machen sollte als andersrum, schont nicht nur deine Ohren...
genau das wollte ich wissen! hab auch festgestellt dass es sinnvoll ist anfangs das schlagzeug etwas leiser und die gesänge etwas lauter einzustellen. in der subgruppe sind bei mir die vocals auch meißt etwas im +. ich habe nur beobachtet dass einige musiker nach dem kanal-soundcheck die fader wieder herunterziehen (bis auf vocals). da hat anscheinend jeder seine eigene vorgehensweise. gruß und dank
Hi, ich mache das sehr aehnlich, doch stelle ich mein gain nicht nach der Saallautstaerke mit dem Fader auf Null dB ein, sondern dass ich maximale S/N ratio habe. Denn ich finde der Haken an der Methode mit dem Fader auf null ist, dass wenn die PA fuer die jeweilige Location zu gross ist, man das Gain nur gering hochdreht und somit eine wesentlich kleineres Dynamikband hat (also rauschen). Ich fahre meine Gain am liebsten auf maximum (gerade vorm verzerren), das macht dann schon einen wesentlichen soundunterschied. Aber ansonsten mache ich das auch so mit den Vocals. Die schiebe ich zuerst hoch und dann kommt alles andere nach. (allerdings, faengt der soundcheck beim Kick an, denn die Reinfolge hat ja nichts zu sagen). Gruss,
hallo hajo! ich denke den input-gain stellt doch jeder auf 0dB, oder? die frage für mich ist dann aber nach was ich diesen einstelle. vu`s oder led`s. gerade bei allen&heath ist mir aufgefallen der unterschied sehr deutlich aufgefallen. ein sehr dynamisches instrument wie die kick ist ja unmöglich nach den langsamen vu`s einzustellen. ich frage mich dann warum es diese überhaupt noch gibt. gruß, thomas
...jetzt mag gleich Kritik kommen, aber ich persönlich empfinde VUs immer nur als "Zugabe", brauchen würde ich die nicht - im Gegenteil, wie Jumpy schon sagt, für nen schnellen Soundcheck (oder am Monitorplatz, gell Herr und Frau Yamaha!!) artet alles in reines Raten aus, wenn man nur VUs und keine LED-Meter hat. Janko
Ich fahre meine Gain am liebsten auf maximum (gerade vorm verzerren), das macht dann schon einen wesentlichen soundunterschied.
Ich fahre - wenn die BD nicht ordentlich klingt, eher "klick" als "platsch" macht - die BD ganz gerne in die Verzerrung. Macht das sonst noch jemand oder ist das abartig?
Vocals ein bißchen "zu laut" anlegen, der "Vorsprung" wird ja oft im > Zusammenspiel "kleiner",
Also ich hab gemerkt, daß bei "meiner" Band so nach 2 bis 3 Stücken grundsätzlich die Instrumente ca. 3dB "lauter" werden. Die kann man taub nach drei Liedern nach unten ziehen. Und: Der Gesang ist (sollte?) nunmal das, was am leichtesten zu beurteilen ist, was sich am besten (vielen) einprägt, was den Charakter einer Kapelle (am meisten) prägt und sollte auch deshalb in (akustischen) Vordergrund stehen. redi ps Allerdings hapert es da (beim Gesang) manchmal sogar in der Profi-Liga ganz gewaltig - von halbprofessionellen oder Amateurbereich ganz zu schweigen ... pps Besonders "schlimm" sind da oft Liederschreiber, die sich selbst interpretieren (wollen).
Der Gesang ... sollte auch deshalb in (akustischen) Vordergrund stehen.
Ich weiss nicht recht. Bei vielen Stücken mag das zutreffen. Gerade wenn eine "Message" verbtreitet werden soll. Aber meiner Meinung nach wird der Gesang - nicht nur live, sondern auch bei "professionellen" Produktionen - oft zu laut gemacht, so dass er sich eben nicht einfügt, sondern drüber liegt. Aber vielleicht habe ich auch nur eine andere Wahrnehmung als Bassist und die Leute wollen nur Drums und Vocals hören....ich will 'ne Soundwand.
Die finde ich nun wieder allermeistens überbetont. Allerdings liegt das oft auch an den Auftrittsorten. Wir spielen meistens in kleinen Räumen und da bestimmt eben das Schlagzeug (oder der ;-( Schlagzeuger) die Lautstärke, und die gesamte Band so laut zu machen, daß sie (meiner Meinung nach) zum Schlagzeug passt, geht oft nicht, denn sonst ist _alles_ viiel zu laut ... redi
da hast du mein hauptproblem auf den punkt gebracht. unser schlagzeuger hat im proberaum in ca. 2m abstand zwischen 110 und 120dB. bei kleinen bühnen wird es dann noch durch die gesangsmikros verstärkt. wie oft kommen dann leute und sagen: mach doch das schlagzeug leiser manchmal frag ich mich dann schon warum ich mir das überhaupt antue.
Zur Lautstärke: bei uns gibt es eine relativ bekannte Cover Band, die hat mal vor Jahren abends ganz normal geprobt. Nachts um drei wird die Tür eingetreten und ein Nachbar mit Streifenschlafanzug steht mit der geladenen Schrotflinte in der Tür und bittet um etwas mehr Ruhe. Ihr könnt mir glauben, daß das besser und länger als alle Limiter oder Absprachen die Lautstärke reduziert hat. Vom Nachbar hab ich keine Adresse, die Band findet Ihr unter www.Sergeant-music.de, da könnt Ihr selber mal gerne fragen.
Aber mach das mal den Schlagzeugern klar, dass die Drums nicht alles sind... _Das_ ist meistens das Problem. Da muss man sich dann von solcherlei (oftmals annähernd tauben) Herren schonmal anhören, man beherrsche seine vielen Knöpfe nicht, weil das Schlagzeug seiner Meinung nach zu leise ist... und im Puplikum heben sich alle die Ohren zu :-(( CU Thomas
Nee. Das halte ich für keine gute Idee. Ich frag den Schlagzeuger, ob er neben dem Trommeln auch das Stimmen seiner Felle beherrscht ;-). Nix schlimmeres wie ein ungestimmtest Drumset... CU Thomas
Hi, also ich stelle gain nachm gehoer ein, und nich nach der Anzeige. Die soll ja nur ein Hilsmittel sein. Waehrend dem Konzert nehme ich dann auch die anzeige, wenn sichs aendert (man muesste ja dann wissen, ob die Anzeige stimmt, oder in wie fern man ihr trauen kann vom sound check her). Schliesslich gehts ja um den Ton und nicht um die schicken LED's aufm board. (Ich habe schon von einigen Toningenieuren gehoert, die ihre Anzeigen ukleben, da sie sich nicht davon beeinflussen lassen moechten) Gruss,
sehr interessant! ich mache den job zwar erst so 6 jahre, aber nach gehör hat noch niemand die kanäle ausgepegelt. ich habe es auf jedenfall noch nie gesehen. es erscheint mir sicherlich logisch was du sagst, aber mit der zeit merke ich doch ob an meinem pult die anzeige stimmt bzw. wann es zu zerren anfängt. ich hab auch schon mit pulten gearbeitet, wo kein LÄMPCHEN geleuchtet hat und es trotzdem clipte. noch 2 fragen an hajo: legst du eigentlich live den bass mit auf die drum-subgruppe? hast du schon mal bei bratgitarren versucht mit einem frequenzabhängigen kompressor ein aufschaukeln der bässe zu verhindern. gruß, thomas
Also pegeln nach Gehör finde ich für analoge Technik sehr vernünftig (obwohl ich selbst die Anzeigen gerne als Hilfsmittel dazunehme), aber bei digitalen Geräten sind sie meiner Meinung nach wichtig, um den möglichen Headroom abzuschätzen (und da meine ich wirklich schätzen!). Ein Musiker spielt ja keinen konstanten Pegel...