dbx 266 xl

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute,
der Kompressor befindet sich schon eine ganze Weile auf der Liste der meistverkauften Kompressoren bei Thomann und ist für 179 Euro fast schon ein Schnäppchen wie auf einem Flohmarkt. Doch ist er denn wirklich so gut, wie er ausschaut? Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?
Gruß,
Marc
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Antwort#2
Moin!
Das hängt einzig und allein von Deinen Qualitätsansprüchen ab.
Man bedenke, dass dieser Kompressor der günstigste von dbx ist.
Es gibt dann die nächst bessere Stufe, den 166 XL, dann noch ein bisschen nobler den 1066 (geiles Teil) und dann gibt es natürlich noch bie blue- und die silver-serie von dbx welche beide einen richtig fetten Röhrenkompressor im Programm haben.
Insgesamt kann ich die Kompressoren von dbx nur empfehlen (habe bis auf die blue-serie alles schon gehört), doch man sollte natürlich nicht denken, dass man mit dem günstigsten Modell nun die Luxuskompression hinbekommt.
Aber verrat doch einfach mal, für welche Zwecke das Gerät herhalten soll... Homestudio, Prostudio, Live oder was auch immer.
Welche Signale möchtest Du damit bearbeiten... hauptsächlich Vocals, Drumsounds oder vielleicht die Summe?
Mit diesen Infos können wir Dir bestimmt mehr Auskunft geben.
Grüße
Markus

marcoustic audio
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Antwort#3
Hallo Markus,
ich brauche den Kompressor einzig und alleine für das Homestudio und für die Summenkompression.
Folgende Anforderungen MUSS der Kompressor erfüllen:
- Auto-Funktion: die Regelzeiten müssen automatisch gewählt werden und sich dem Signal anpassen.
- selbst bei höchsten Kompressionsraten darf keine Dämpfung stattfinden; jede noch so hohe Amplitude muss (fast) ohne Nebeneffekte verarbeitet werden.
- ein "Plattfahren" darf also nicht stattfinden.
Es soll also ein möglichst einfacher Kompressor sein, allerdings sind meine Qualitätsansprüche an die Kompression umso höher.
Auch andere Funktionen wie Peak Limiter, Röhre, Gate usw. spielen keine Rolle. Es soll einfach nur ein Kompressor sein, der eine sehr gute Kompression ermöglicht bei nur sehr wenige bis keine Nebeneffekte.
Gruß,
Marc
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Antwort#4
Hi ihrs,
ich finde den 160X (also die solid state version von dem vintage roehren comp) ganz gut. Wie sieht der denn Qualitativ im Verhaeltnis zu den anderen (166 XL, 1066 etc.)aus?
Gruss, HaJo
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Antwort#5
Moin!
Sorry Marc, aber ich glaube, da muss ich Dich etwas ernüchtern. Selbst im Homestudio würde ich für die Summenkompression andere Geräte vorziehen. Der 266 ist wirklich kein schlechter Kompressor, aber bedenke, dass Du nicht irgendein Signal im Mix, sondern die komplette Summe damit bearbeitest.
Alles, was Du im Mix an Aufwand betrieben hast, kann (muss nicht) durch einen etwas zu minderwertigen Prozessor auf der Summe zu Nichte gemacht werden.
Wie schon gesagt möchte ich dieses Gerät nicht allgemein schlecht machen, doch ist Dein Endprodukt nur so gut, wie das schwächste Glied in der Produktionskette.
Angenommen Du hast ein gutes Mikro, einen anständigen Vorverstärker und ein sauberes Aufnahme- und Mischsystem, würdest Du die Qualität mit einem solchen Teil in der Summe wahrscheinlich eher mindern.
Wenn Du wirklich so hohe Ansprüche an die Kompression hast - was gerade bei der Summenbearbeitung durchaus berechtigt ist - dann versuche mal, Dir ein paar Geräte von verschiedenen Firmen, in verschiedenen Preisklassen auszuleihen und teste mal alle.
Als Anhaltspunkt kann ich Dir mal den Kompressor der Ivory- oder der Blue-Serie von TLA nennen (gleicher Regelkreis), den SPL Kultube oder den schon erwähnten dbx 1066, die sich nach meiner Auffassung in der Summe ganz gut machen.
Grüße
Markus

marcoustic audio
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Antwort#6
Hallo Marc,
wie Markus schon richtig bemerkte, für die Summe taugt das Teil nicht.
Du wirst schon etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Gute Mastering-
Compressoren sollten mind. die Frequenzbereiche in drei Teile gliedern
und separat komprimieren. z. B. TC Finalizer, oder die "großen" von dbx.
Gruß Fisch
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Antwort#7
Warum willst du die Summe komprimieren?
Mach das doch anschliessend beim "Mastering" im Rechner. Soll doch sicher sowieso auf CD, oder?
Waves C1, L1 wären da so zu empfehlen. C4 und RenaissanceComp gibts auch noch.
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Antwort#8
Summenkompressor?
Analog: Aphex 320 + 720
Digital: t.c. Finalizer
Gruss
Detlef
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Antwort#9
ja, ja, die eierlegende Wollmilchsau für dreimarkneunzig ;-)
also eine nicht hörbare Kompression (also ohne Pumpen und Nebeneffekte) wirst Du für die Summe nur bei den teuren Modellen (ca ab 500 Euro?) finden.
Die Zusatzfeatures gate etc. sind nicht das, was einen Kompressor teuer macht, sondern die Hauptschaltung und da sind die teuren Geräte einfach hörbar besser.
Für die Summe / Mastering würde ich (wie schon ein Vorredner) einen Mehrbandkompressor verwenden. Das hat einfach den Vorteil, daß eine Bass-Peak Dir nicht gleich die Höhen weghaut und der Mix trotz Basskompression immer noch transparent und klar wirkt. - Sowas gibt es "billig" von Behringer, oder teuer (und sehr gut) von TC (Finalizer plus, ca. 1600 Euro).
Ich habe mir so beholfen:
Der Mastermix geht in den Behringer Ultradyne (mittlerweile billig zu haben). das ist ein 4-Band Multibandkompressor. Der ist einem TC weit unterlegen, was Lautheit angeht, aber klingt warm und weich in meinen Ohren. Mit der AES-EBU Option gehe ich dann direkt digital in meine Soundkarte und bearbeite den Mix dann in Soundforge mit dem WAVE Ultramizer, einem speziellen Limitertool, das normalerweise locker 4-5 dB bei unkomprimierten Mixen herausholt! Mit meinem vorkomprimierten Mix hole ich dann im Ultramizer immerhin noch 1-2 db heraus.
Da das WAVE Bundle recht teuer ist, kannst Du auch den Loudness Maximizer von Steinberg nehmen, der ist billig und absolut top Sound! (hatte damals WAVE, Steinberg und TC Plugins verglichen und der Steinberg war noch vor TC! - ist aber schon 'ne Weile her und es gibt von TC neuere Plugins)
hope that helped

Steve
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