Hallo! Ich überlege, mir Aktivboxen von Genelec zuzulegen. Bin unzufrieden mit meiner Passivlösung... Weiß jemand, wie abgesehen vom Preisunterschied der qualitative Unterschied zwischen der 1029 und der 1030 ist? Kann man in beiden Fällen von einer neutralen Wiedergabe sprechen, die ein gutes Klangbild auf allen anderen Systemen verspricht?
Hi! ich würde Dir empfehlen, Lautsprecher nicht "einfach so "zu kaufen, sondern Dir evt. vorher mal die Modelle Deiner Wahl beim Fachhändler auszuborgen und bei _DIR_ auszuprobieren, mit bekannter Musik Deiner Wahl - denn in der unbekannten Athmospäre eines Händlers mit unbekannter Musik kannst Du Lautsprecher nicht beurteilen. Auch würde ich Dir empfehlen, längere Zeit mit den Testmodellen zu arbeiten, nicht nur kurz hinzuhören, weil bei manchen Lautsprechern ermüdest Du unheimlich rasch, bei anderen bist Du auch nach längerer Zeit noch frisch und entspannt.
Herzlichen Gruß, Georg P.S: eine gute ALternative zu den 1029 sind meines Erachtens die Event PS5.
Die 1029, 1030, usw. klingen alle anders. Welcher von den Genelecs am neutralsten ist, kann ich nicht sagen. Die 1029 sind wirklich nur was für Sprache schneiden und Radio. Kaum Bässe. Ein Subwoofer wäre unbedingt von Nöten. Allen ist gemein, dass sie realativ stark bündeln, d.h. der Sweet Spot relativ klein ist. Das muss kein Nachteil sein, vorallem wenn du allein im schlechten Raum sitzt.
ich selbst habe die 1031 und kann nur sagen, daß der Unterschied zu Passivboxen (hatte vorher Alesis) enorm ist! Das Klangbild ist nicht nur neutraler, sondern man hört viel mehr Details. Ich höre jetzt Sounds und Frequenzanteile, die ich vorher nie gehört habe ider einfach "versuppt" sind. Besonders beim Bass ist es einfach der Hammer, wie sauber dann alles auch auf anderen Abhören klingt. Ich nehme ohne Bedenken einen 1031 Mix mit in den Club und kann mich drauf verlassen, daß er amtlich klingt! Der 1029 ist sehr klein und soweit ich weiß u.A. im Bassbereich nicht so dolle. Der wird nur in kleinen Projektstudios oder vielleicht auch noch in Ü-Wagen benutzt. Du solltest auf jeden Fall den 1030 nehmen wenn Du einigermaßen masterfähiges Material produzieren willst.
mit dem Sound beim Händler kann ich nur zustimmen. ich habe teilweise einfach Profies meines Vertrauens gefragt (also Leute, die z.B. schon Titel in den Charts hatten - und nicht der Bontempi-Fachverkäufer von der Ecke ;-) und oft haben sich die Meinungen derart überschnitten, daß ich guten gewissens das Gerät ohne Hörprobe gekauft habe. (und nie bereut! ;-) Allerdings gibt es viele gute Boxen. Viele schwören auch auf Dynaudio oder die Mackies... Steve
Unterschied zu Passivboxen (hatte vorher Alesis) enorm ist!
Der Unterscheid ist aber nicht Aktiv vs. Passiv, sondern Box A vs. Box B bzw. G....die "zufälligerweise" auch aktiv bzw. passiv waren. Aktivboxen klingen nicht prinzipiell besser. Lediglich der Wirkungsgrad kann (wegen Verlusten einer passiven Frequenzweiche) besser sein.
da stimme ich nicht ganz zu. denn bei allen von mir getesteten boxen schnitten die Aktivboxen wesentlich besser ab (Ich spreche jetzt übrigens nur von Nahfeldmonitoren). Das soll (lt. Herstellern) daran liegen, daß Aktivboxen getrennte Endstufen haben und die Power zu den unterschiedlichen Frequenzen wesentlich präziser weiterleiten. Die akustische Auflösung von Aktivboxen ist meines Erachtens nach auch wesentlich (!!!) und sofort hörbar besser. Von professionellen Studios her kenne ich auch nur Aktivboxen. (von Jam&Spoon bis Sven Väth setzen alle Aktivboxen ein) tausend Fliegen Fressen Schei... also muß was dran sein *g* es mag Ausnahmen geben, kenne aber bisher keine...
Rein theoretisch dürfte es keinen Unterschied machen. Ausser dass die passive Weiche mehr Leistung verbrät. Praktisch hat man aber den Vorteil, dass die Endstufen perfekt an die Speaker angepasst sind und auch schon mit dabei sind. Bislang hat mir niemand erklären können warum passive schlechter sein sollten. Da ich z.B. noch die JBL C1 (meine Referenz) im Studio habe bräuchte ich sowieso noch ne Endstufe.
Grüsze! Passiv hat einige systembedingte Nachteile, um die man nicht rum kommt. Eine Frequenzweiche wird immer für einen "statischen" Zustand des Speakers berechnet & simuliert. Sprich man nimmt an Speaker X hat X Ohm Widerstand, X mH Spuleninduktivität und ind der Einbausituation X den Impedanzgang X. Nun dreht aber Mister X den Volumeregler auf und die Spule erwärmt sich, der Speaker lenkt aus, die Induktivität schwankt wie wild und die Abstimmung paßt nicht mehr so u.s.w.... Dadurch gibt es eine Art "Modulation" des Filters, die Flanken verschieben sich etwas. Bei sinnvoller Auslegung wird das bei noch erträglichen Pegeln nicht so dramatisch sein, aber der Effekt ist vorhanden. Bei aktiver Ansteuerung entfällt eine Interaktion zwischen Weiche und Chassis völlig. Weiters bekommt das Chassis auch über den gesamten Frequenzbereich Dämpfungsfaktor ab. Wobei bei passiv prinzipiell der DF erstmal kleiner ist und z.B. beim Mitteltöner außerhalb des genutzten Übertragungsbereiches, wo's aber Resonanzen gibt, nicht vorhanden ist. Sollte man auch nicht überbewerten, aber ein bißchen was wird damit schon gedämpft. Und dann gibt's noch Schwingneigungen zwischen Weichenteilen und Schingspuleninduktivität. Die kann man zwar bei richtiger Auslegung der Weiche unterdrücken, aber manchmal geht auch was schief und dann .... Fazit: Passive Weichen zu konstruieren ist schwieriger als aktive und bei erhöhtem Pegel haben aktive Weichen deffinitiv Vorteile. Was aber nicht heißt das es aktiv IMMER besser klingen muß!!!! Auch die Aktivweiche gehört sorgfältig entwickelt und auf die Speaker abgestimmt. Puh, da gäb's noch viel zu schreiben ;-) mfg JF
Also ein wichtiger Unterschied ist z.B. die Phasenanpassung zwischen Hoch und Tieftöner. Da man getrennte Endstufen hat, kann man auch die Laufzeit ändern. (Sorry, für meine Laienhafte Ausdrucksweise) Bei passivboxen ist die Phase (soweit ich weiß aus physikalischen Gründen) nicht exakt gleich. Dies wird bei den Genelecs (und bei einigen anderen auch, aber nix genaues weiß ich) ausgeglichen (und noch einige andere Sachen, am besten mal auf der Webseite nachlesen, die haben dort komplexe Infos - leider in englisch und mit technischen Begriffen vollgeknallt, die mir nicht immer was gesagt haben - klang aber plausibel ;-) Also eigentlich empfehle ich nur mal, eine hochwertige Aktivbox im eigenen Studio zu testen. Bei mir war es zunächst ein Frusterlebnis ("oh Gott, die Boxen sind kaputt, die klingen ja echt scheiße!" -weil völlig flach und neutral - oder "da muß die Phase verdreht sein!"), dann aber ein aha-erlebnis weil "ach, das hab ich ja noch nie gehört" weil einfach wesentlich hochauflösender (bis dahin konnte ich mir unter HR - high resolution - nix vorstellen und dachte, das sei ein Werbespruch) und "das Rumpeln im Bass muß noch weg" (hatte ich nämlich vorher nie gehört, nur immer auf anderen Anlagen ;-) Also ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, daß Passivboxen nicht annähernd das leisten können, als die mit Technik vollgeknallten Aktivboxen. Ob man das braucht ist natürlich eine andere Geschichte, aber ich hab meine Alesis (die ja in USA neben den NS10 fast Studiostandard sind) jedenfalls verkauft. :o) Steve
Die Meinung ist irrig, dass eine Aktivbox gegenüber einer Passivbox eindeutig "besser" sein soll. In allen Klassik-Studios ist seit Jahren der Bower and Wilkens B&W 801 Series II der ungeschlagene Abhör-Monitor. Und dieser Lautsprecher ist eine "Passivbox". An diesen Klang habe nicht nur ich mich gewöhnt. Zu Surround-Aufnahmen möchte ich diese großen Kisten und die dazugehörenden Lautsprecher-Leistungsverstärker aber nicht schleppen. Darum kommen "praktischerweise" dazu die kleineren Studer A-5 Passiv-Boxen zum Einsatz, die auch recht gut klingen. Viele Grüße ebs Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik http://www.sengpielaudio.com
Was ist denn eigentlich für Front PA besser??? gibt es da eigentlich auch gute aktive systeme, oder fahre ich besser wenn ich eine passiv box aktiv fahre? Stephan
Hallo Stefan, da scheinst Du etwas durcheinander zu bringen. Als aktiv bezeichnet man den Betrieb von einzelnen Lautsprecherchassis direkt an der Endstufe, beim passiven Betrieb wird noch über eine Frequenzweiche in der Box eine Aufteilung auf verschieden Lautsprechersysteme vorgenommen. In der FOH Technik findet man oft Kombilösungen, wie z.b. eine aktive Trennung zwischen Topteilen und Subwoofern, wobei in den Topteilen nochmal eine Frequenzweiche für die Trennenung zwischen Mitten und Höhen sorgt. Bei richtig hohen Leistungen ist eine passive Weiche sehr teuer, groß und schwert (und sie ist festgelegt), daher wird, je größer das System wird, der Anteil an passiv Weichen immer kleiner, aber man findet immer wieder Höchsttöner, die passiv angekoppelt sind, und dem zwei Zoll Horn noch etwas Frische zugeben. Tomy
Meine Frage ziehlt darauf hinaus: ich fahre meine FOH zur zeit über eine Systemenstufe von dynacord mit integrierter fequenzweiche. je seite ein kanal topteile und je seite ein kanal subwoofer. dazu nutze ich wie gesagt die einstellbare frquenzweiche der Endstufe und nicht die in den Boxen integrierte (oder wäre das sinnvoller?) ich denke zur zeit an erweiterunfg meiner PA und da gibt es auch aktive systeme von HK zum Beispiel actor die die Verstärker sowie frequenzweichen ect. integriert haben. Frage ist jetzt was da besser ist. Stephan
Ich habe auch ausdrücklich von Nahfeld Monitoren gesprochen ;-) Ich weiß, daß es einige große Klötze gibt, die als Abhöre dienen. Fakt ist aber, daß man die Phasenverschiebung bei Aktivboxen besser kontrollieren kann und Passivboxen "normalerweise" ein eher unrealistisches Klangbild aufgrund dieser Phasenverschiebung wiedergeben. Wie auch immer, ab einer gewissen preisklasse ist es meiner Meinung nach völlig egal ob aktiv, passiv, grün oder blau - wenn man gute Sounds hat klingst überall geil ;-) Steve