Zu den Creamwarekarten:
Im Grunde ist das ganze Modular bzw. mit mehrern Features erhältlich:
mehrere Input/Output-konfiguarationen, teilweise dazukaufbar.
Standartmässig: 2xAnalog, 2xS/PDIF, 2xADAT
Die zweimal ADAT können bei neueren Karten RME-kompatibel für 96kHz betrieben werden. (d.h. beide ADAT-Inputs/Outputs für 8Kanäle)
Desweiteren haben die Karten noch 3-15DSPs drauf. Auf denen werden die Internen Mixer, Synthies, Sampler, FX gerechnet. 3 (Luna) sind zum MIxen zuwenig. Die 8 die ich habe (Pulsar + SRB-Erweiterungsboard) reichen für normale Projekte gerade so nicht aus. D.h. in Cubase wird schon vorgemixt und VST und DirektX Effekte draufgerechnet. Zusammen sind auch 40Spur-Projekte (derzeitiges Maximum, mehr hatte ich noch nicht) kein Problem mehr.
Der Vorteil ist, dass du nicht auf die CPU-Power angewiesen bist, sondern einen Teil der Rechenkapazität verlagern kannst. Ob das mit 2Ghz-CPUs noch sinnvoll ist kann ich dir sagen, wenn ich einen neuen Rechner habe.....mein 700Mhz Athlon ist jedenfalls schnell am Anschlag. Und das wird auch mit 2Ghz gerade mal rund das zweifache sein. -> ergo zusätzliche DSP-Power ist nützlich.
Scope mit 15DSP ist dann die HighEnd-Variante. Quasi ein Protools für arme...
Ich persönlich finde es nicht schlecht, zumal billiger als Protools. Aber die third party-plugin unterstützung ist vergleichsweise mikrig, diese FX muss dann eben in Cubase/Logic erfolgen.
Was wirklich geil ist, ist das flexible routing. Man hat quasi in einem Projekt ein virtuelles Studio mit sämtlichen Geräten (Mixer, FX, Sythis) und Input/Output-Modulen (Hardware: Analog, SPDIF, ADAT, Sync, Software: diverse ASIO, MME, DirektX-Treiber) und MIDI. Alles kann mit virtuellen Kabeln beliebig verkabelt werden. Man könnte also sogar ein Computerspiel spielen welches den Sound über direktX ausgibt mit Cubase aufnehmen oder über ADAT rausschicken.
Oder eben auch die AUX-Wege oder die ensprechend gerouteten AUX-Wege von Logic aud eine Ausgang schicken, in Hardware FX rein, und dann wieder zurück.
Genau das ist der Grund warum ich mich dafür entschieden habe. Denn den externen Mixer zum zusammenführen - was du sonst bräuchtest - kannst du dir sparen. Dafür reichen dann sogar die relativ einfachen Mixer bei Luna.
Details kannst du bei
www.creamware.de erfahren.
Obwohl viele - vorallem im creamwareforum - auf creamware schimpfen, ich hatte noch nie Probleme die wirklich Fehler waren. Lediglich PCI-Overruns, DSP-Vollauslastung.
Jedenfalls finde ich es wichtig externe FX problemlos einbinden zu können. Und das geht meines Wissens nur mit Protools und Creamware. Allerdings wird die Latenz bei heutigen Rechnern auch bei Nativen Systemen immer weniger. Genügend I/Os vorausgesetzt sollte es auch damit gehen. Aber das Routing ist halt geil.
Als reines Frontend und Mixen rein nativ in Logic würde ich dir Luna empfehlen.
Besondere Features die mich auch begeistern ist das Syncplate mit Wordclock-I/O und ADAT-9pin. Man ADATs Zeitmässig, Audioclockmässig zu Logic/Cubase syncen. Und sogar fernsteuern. Es gibt es virtuell BRC. (VRC)
Selbst die analogen Wandler klingen sehr gut. Wenn auch nicht so gut wie mit dem ADI-8.