Hallo zusammen, ich benutze das Neumann TLM 103 als Mikrofon und gehe über meinen Mindprint En-Voice in das Roland VS-2480 Digitalmischpult. Diese Gesangsaufnahmen klingen mir zu Digital und Steril. Ich bitte um empfehlungen bezüglich eines Guten Röhrenkompressors in Mittlerer Preislage dem Neumannmikrofon entsprechend... bin für jeden tipp dankbar gruß miro
SPL Charisma. Kein Compressor, aber garantiert nicht "digital steril". Übrigens wette ich, dass nciht etwa der Gesang zu klar rüberkommt, sondern dass die einfach nur dein dünnes Stimmchen zu dünn klingt. Zum fettmachen gibts andere Lösungen. Aber wenn man schonmal bei SPL sind: was ist mit SPL Kultube? http://www.soundperformancelab.com/kultube/in_short.html
Na an mein dünnes stimmchen hab ich mich inzwischen gewöhnt, doch klingt es auf einem Analogen System immernoch wärmer, als von HD... werd mir jetzt mal deinen link reinziehen danke gruß
Meinst du Geräte und Abmisch/Aufnahmetricks oder einfach Gesangsunterricht*G* ???
Naja. Erfahrungsgemäss muss man bei der Aufnahme mit dem Können und der Stimme leben. Der oft gelesene Ratschlag anderer Sänger oder Gesangsunterrichtist, kommt im Falle der Aufnahme immer zu spät. Mit Fettmachen meinte ich diverse Techniken eine dünne Stimme voller erscheinen zu lassen. Hall, Doppeln, Delays etc. gehört dazu. Such mal in der Forensuchmaschine. Wurde schon sehr oft was dazu gesagt. Es ist aber oft so, dass gerade Sänger nach Technik schreien um den Gesang zu verbessern und dann Wunderdinge von Hall und Compressor erwarten. Multibandcompressor wäre eventuell noch eine Alternative.
Ich kann die Einstellung nicht ganz teilen, daß man Stimmen (musikalisch sinnvoll erfolgreich) "fett machen" kann. Alles, was an Kompressoren, EQs, Doppelungen, Chorus oder Excitern+Röhreneffekten wirkt, greift mehr oder weniger ständig. Damit bekommt man überwiegend statische Klangmanipulation. Ein guter Sänger artikuliert jedoch jeden Ton anders und wenn man sich einmal den zusaätzlichen Oberwellenanteil eines guten Sängers vor Augen führt- so wäre dieser zwar theoretisch mit Oberwellengeneratoren wie Excitern exakt nachzubilden- aber eben nur für einen Ton. Eine definierte Effektprozessoreinstellung die aus einem mittelmässigen "A" ein super klingendes "A" zaubert, muss für ein "O" oder "U" in keinster Weise taugen- von Explosivlauten oder den komplizierten Lautübergängen ganz zu schweigen. Wie bitte will man dies alles kontrolliert manipulieren? Wenn die Stimme nach nix klingt, kann man das auch nichts daraus machen. So isses halt. Und genau genommen ist das auch gut so.
Hi - es ist (leider) schon so, daß der Durchschnittskonsument durch "Fettmacherei" verblendet wird - das ist ja das A und O der Popmusik (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich mag auch lieber relativ "naturbelassene" Produktionen, und gute Stimmen (deshalb üb ich auch grad singen), und das ist bestimmt der elegantere Weg, aber im Alltagsgedudel hört man doch ständig excitete und aufgeblasene Stimmen. Ist ja z.T. auch stilistisch stimmig, kommt immer drauf an. Gut, daß ich nicht von Pop/Rock-Tontechnik leben muß und nicht immer alles fett, laut und perfekt machen muss. Michael Koeppen