Zunächst zum MP-Querschnitt:
Ich habe mal in dem Buch "Elektrotechnische Schaltungen und ihre Funktion" , Verlag H.Stamm, nachgesehen: Bis zu einem Leiterquerschnitt von 16 mm² muß auch der MP-Querschnitt gleich sein. Über 16 mm² darf er kleiner sein.
Zu der FI-Problematik:
Ich sehe da keinerlei Probleme auch bei Bühnen- und Beschallungsanlagen einen gemeinsamen FI zu nehmen. Wichtig ist eines: Es müssen alle 3 Außenleiter UND der MP über den FI geführt werden, nur der Schutzleiter muß am FI vorbei geführt werden, sonst spricht der FI im Fehlerstromfall nicht an.
Auch bei noch so unsymmetrischer Last sind die Ströme aller 3 Phasen plus MP insgesamt Null - ist ja klar: Das was zufließt fließt auch wieder ab, wenn nicht über die Außenleiter dann über den MP.
Der Strom über den MP ist dann:
230V*[exp(0°)]/Z1 + 230V*[exp(120°)]/Z2 + 230V*[exp(240°)]/Z3. Setzt man die Ströme der Verbraucher (und noch unter Berücksichtigung ihrer Phase) als komplexe Werte ein so erhält man direkt den Strom über den MP und auch sein Phasenwinkel bezogen auf die Phase 1 (also die mit 0°).
Solange kein Fehlerstrom irgendwo auftritt, wird die Stromsumme immer Null sein. Tritt ein Fehlerstrom auf oder auch mehrere Fehlerströme in den einzelnen Phasen, spricht der FI bei korrekter Installation immer an, weil dann die Summe der Ströme über den FI nicht mehr Null ist.
2-polige FI-Schalter: Braucht man gar nicht, man nimmt einen ganz normalen 4-poligen und schließt eben nur Phase und Null an und leitet ebenfalls wie oben beschrieben den Schutzleiter am FI vorbei.
Die Wirkung ist genauso, als wenn auf 2 Phasen kein Strom fließen würde.
Es gab vor ein paar Jahren in den "Rundfunktechnische Mitteilungen" einen Bericht über die Netzbelastung in Funkhäusern. Dabei wurde deutlich, daß die 3. Oberwelle der Netzfrequenz besonders ausgeprägt ist und erheblich den MP belastet. Werde mal in den nächsten Tagen suchen, in welchem Heft der Bericht steht und dann nochmal näheres berichten.
Grüße
Rainer
Ich habe mal in dem Buch "Elektrotechnische Schaltungen und ihre Funktion" , Verlag H.Stamm, nachgesehen: Bis zu einem Leiterquerschnitt von 16 mm² muß auch der MP-Querschnitt gleich sein. Über 16 mm² darf er kleiner sein.
Zu der FI-Problematik:
Ich sehe da keinerlei Probleme auch bei Bühnen- und Beschallungsanlagen einen gemeinsamen FI zu nehmen. Wichtig ist eines: Es müssen alle 3 Außenleiter UND der MP über den FI geführt werden, nur der Schutzleiter muß am FI vorbei geführt werden, sonst spricht der FI im Fehlerstromfall nicht an.
Auch bei noch so unsymmetrischer Last sind die Ströme aller 3 Phasen plus MP insgesamt Null - ist ja klar: Das was zufließt fließt auch wieder ab, wenn nicht über die Außenleiter dann über den MP.
Der Strom über den MP ist dann:
230V*[exp(0°)]/Z1 + 230V*[exp(120°)]/Z2 + 230V*[exp(240°)]/Z3. Setzt man die Ströme der Verbraucher (und noch unter Berücksichtigung ihrer Phase) als komplexe Werte ein so erhält man direkt den Strom über den MP und auch sein Phasenwinkel bezogen auf die Phase 1 (also die mit 0°).
Solange kein Fehlerstrom irgendwo auftritt, wird die Stromsumme immer Null sein. Tritt ein Fehlerstrom auf oder auch mehrere Fehlerströme in den einzelnen Phasen, spricht der FI bei korrekter Installation immer an, weil dann die Summe der Ströme über den FI nicht mehr Null ist.
2-polige FI-Schalter: Braucht man gar nicht, man nimmt einen ganz normalen 4-poligen und schließt eben nur Phase und Null an und leitet ebenfalls wie oben beschrieben den Schutzleiter am FI vorbei.
Die Wirkung ist genauso, als wenn auf 2 Phasen kein Strom fließen würde.
Es gab vor ein paar Jahren in den "Rundfunktechnische Mitteilungen" einen Bericht über die Netzbelastung in Funkhäusern. Dabei wurde deutlich, daß die 3. Oberwelle der Netzfrequenz besonders ausgeprägt ist und erheblich den MP belastet. Werde mal in den nächsten Tagen suchen, in welchem Heft der Bericht steht und dann nochmal näheres berichten.
Grüße
Rainer
