Hi!
Also ich finds ja recht nett, dass möglichst viele Leute hier antworten(in einem Forum ja erwünscht) jedoch bin ich auch etwas verwundert. Dem durchschnittlichen Ton nach hat sich hier anscheinend fast keiner "das Übel" SAE angetan. Trotz allem weiß hier jeder bescheid.
Schade dass nicht bei anderen Beiträgen genauso schnell viele (versuchte) Antworten kommen.
Zu meiner Meinung:
Ich bin gerade dabei die SAE abzuschließen (2 Wochen noch) nenne mich also Insider. Ich kann bestätigen, dass sehr viele Absolventen die Schule für zu teuer halten und da das Verlangte auch für mich nicht gerade wenig Geld ist möchte ich da garnicht viel dagegen sagen. Was auf jeden Fall nicht stimmt ist, dass man für das ganze Geld nichts geboten bekommt. Das Problem ist, dass die meisten Schüler nicht mit Herz dahinter stehen.
Man bekommt ALLES mit, dass IM ALLGEMEINEN relevant ist.
ALLES = es werden genug Teilgebiete der Tontechnik ausreichend genau behandelt um in jedem Bereich Fuss fassen zu können. (Einschulung ist dann sicherlich kürzer als bei einem "ganz neuen"). Hinzu kommt, dass der Absolvent auch aus anderen Gebieten wissen mitbringt - was nie schaden kann.
IM ALLGEMEINEN = Natürlich wird den Absolventen der SAE z.B nicht beigebracht, welche speziellen Abkürzungen in einem gewissen Betrieb gang und gebe sind.
Lehrer solcher Schulen haben natürlich keine irgendwie geartete pädagogische Ausbildung genossen. Es sind Techniker, die anderen Technikern versuchen den Stoff zu vermitteln. Es gibt solche die es besser und solche die es schlechter machen, doch ist ein Schüler interessiert, wird es ihm keine Probleme bereiten nachzufragen. Vielleicht bei einem Kollegen, vielleicht bei einem anderen Lehrer.
Das Hauptpositivum der Schule ist, dass man einen haufen Tontechnikinteressierter und auch einen teil Tontechnikbegeisterter um sich hat. Man lernt Leute kennen und alleine das ist mir (jetzt im nachhinein) das Geld schon Wert gewesen.
"Gastlehrer" zu vielen Themenbereichen wie Elektrotechnik, Akustik, Livetechnik..uva.(eben Gebiete in denen es stärker ins Detail geht und vor allem in denen es um jahrelange Praxiserfahrung geht die man von einem Menschen der hauptberuflich in und für die Schule arbeitet nicht erwarten kann.)
geben auch gerne Ihre Email-Adressen oder gar privaten TelNr. für Interessierte her.
Man gibt sein Geld nicht nur für ein paar Skripten (übrigens auch ein paar Ordner),
oder ein paar Stunden Unterricht in der Woche,
oder die Möglichkeit Praxis an verschiedenen weitverbreiteten Programmen zu sammeln,
oder mal im Studio zu sitzen und die Arbeit(den Stress) kennen zu lernen,
oder Fehlerlösungen mal gemeinsam zu suchen aus,
nein, vorallem lernt man eben Leute kennen, die das gleiche Hobby haben und das ist in einem Berufsfeld, in dem es hauptsächlich um "Mundpropaganda" geht nicht zu vernachlässigen.
Was ich gehört habe (relata refero), erkennt der Österreichische Rundfunk >das "Diplom" nicht an... doch eher bedenklich?!
(Georg fori magni fratribus suis dixit)
Da hab ich anderes gehört (von einem ORFler)
Ich plädiere nicht dafür SAE-Absolventen über andere zu stellen(ich sehe ja wie wenige Schüler die oben genannten Vorzüge nutzen), jedoch schon garnicht das Gegenteil.
Ich hab übrigens auch schon einige andere(nicht SAEler) Tonassisten bis Tontechniker und Tonmeister kennen gelernt und habe keinen großen Unterschied in den beiden "Gilden" feststellen können.
Was bleibt ist die Hochnäsigkeit, die hab ich allerdings unter meinen Leuten nicht festgestellt. Die wissen alle, dass alleine das Diplom noch nicht viel ausmacht. Vielleicht hat sich also die "unsere" Art gebessert.
"Welch triste Episode, in der es leichter ist, ein Atom zu zertümmern als ein Vorurteil."
Alber Einstein
Es liegt alles am Interesse.
Gruß aus Wien
Andreas