Da Veranstalter sparen wo sie nur können und Verleiher bei schlechter Bezahlung auch nix ordentliches Hinstellen, bleibt mal wieder alles an den Bands hängen. Das geht so weit, dass ich mir ernsthaft einen Notfallkoffer zusammenstellen will: Kabel, 2 SM 57, DI-Box, Gaffer, billiges vierfach Gate. Aber egal. Ich komm ja mittlerweile mit fast allem klar: kein Reverb: ok, die Halle muss es bringen keine Gates: ok, am EQ schrauben und Mikro positionieren keine Kompressoren: laut machen...hähä ungenügende Anzahl Miks: Improvisieren, notfalls zwei Miks für das gesamte Set ausser Bassdrums und Snare Aber was mache ich wenn die Anlage keine Power bringt? Die Endstufe schon clippt? Und damit meine ich ekeliges clippen, kein dezentes Limiting. Hab sogar schon an der Frequnenzweiche gegreht, Trennfrequenz höher. Zwar auch nicht richtig Wumms aber dafür lauter. Lieber Krach als gar keine Leutstärke! Was macht ihr in solchen Situationen? Oder bringt ihr alle nur euer eigenes gutes Zeugs mit? P.S. Ich hab dieses Jahr schon zweimal bei anderen Notfalltechniker machen müssen, obwohl ich Zuschauer war, von den eingenen Bands gar nicht zu reden...) Ich bin vielleicht kein besonderer Livetechiker, aber aus schrott was brauchbares zaubern, darin bin ich mittlerweile echt gut *selbstaufschulterklopf*. Das Material (zerstörte Speaker durch Clipping etc. ist mir dann scheissegal...)
na ja, mit nem Guten Summenkompressor könnte man vieleicht noch was aus der Anlage rauskitzeln (zb finalizer express oder dbx1066), klingt dann nicht toll, aber laut... wenn du bei 1-4KHz ordentlich Gas gibst, klingt es auch lauter bzw. aufdringlicher, aber das ist immer nur Schadensbegrenzung. ich denke, im Signalweg kannst du eine zu geringe Leistung der PA nur unzureichend kompensieren. Wenn die Anlage zu leise ist, wirds definitv ein schlechter Gig (mal etwas provozierend ausgedrückt...)
von dbx den 120xp eine boom box oder von Peavy den ksomos kaufen. presst bässe in die anlage. muss leider sparsam verwendet werden.
der sound beginnt auf der bühne, wenn es dort zu laut ist also die gitarre alle s zu deckt. oder das Schlagzeug dann hat mann einfach verloren.
hier muss die band an sich arbeiten. das kann nur im proberaum oder bei simulierten gigs auf der wiese funktionieren.
alos Gitarren amps an die seite stellen. zweites gitarren kabinett zum andern gitaristen rüber. dann wissen die gegen seitig ws sie spielen. 4x12er sind eh schwachsinn. hier zu muss mann min 5m abstand haben dann setzt die richt wirkung ein. mir gegen über (hab monitro gemacht ) standen mal 2x4x12" wenn der gitarrist spielete, dann konnte ich nix mehr hören . laut pegel messer waren da so 120db erreicht. leider lagen hier 10m dazwischen. ich fühlte mich wie ein Grillhänchen.
also dem schlagzeuger Bleistifte in dei hand geben. dem Gitaristen die 4x12er abnehmen und auf 2x12" bringen als wedge gelegt ebenso den combo den Basser genauso 2x10" +5" verpassen. Keyboarder und drummer Monitroe auf ohr höhe stellen. alle Monitore in die Bühne strahenlen lassen . alle monitore sehr nah ans opfer positionieren.
"von dbx den 120xp eine boom box oder von Peavy den ksomos kaufen. presst bässe in die anlage." ...diese bässe erfordern zur wiedergabe aber auch mehr amp-leistung. und wenn die so schon nicht ausreicht... "der sound beginnt auf der bühne, wenn es dort zu laut ist also die gitarre alle s zu deckt. oder das Schlagzeug dann hat mann einfach verloren." von derartigen problematiken hat thomas ja nix beschrieben. es ging nur um unterdimensionierte pa-systeme. "hier muss die band an sich arbeiten. das kann nur im proberaum oder bei simulierten gigs auf der wiese funktionieren. alos Gitarren amps an die seite stellen. zweites gitarren kabinett zum andern gitaristen rüber. dann wissen die gegen seitig ws sie spielen. 4x12er sind eh schwachsinn. hier zu muss mann min 5m abstand haben dann setzt die richt wirkung ein." ist ja alles schön und gut. aber versuch das mal einer total aufgeregten band klarzumachen, die du heute auch noch zum ersten mal siehst, da du ja nur notfalltechniker bist... die werden sich das kurz anhören (erfahrungsgemäß...) und dann weiterzittern. und wer hat schon auf nem live-gig zeit für längere diskussionen mit musikern? ändern tut sich eh nix... "alle Monitore in die Bühne strahlen lassen." äh, wo denn sonst hin? ;) hm, das ist eine schwierige frage, was man da noch machen kann. multiband-kompression wäre eine möglichkeit. zumal man dann im bassbereich z.b. durch hohe attack und kurze release mehr kick erzeugen könnte, was aber wahrscheinlich die amps wieder clippen lässt, bei entsprechender lautstärke. ansonsten alles plattkomprimieren: vocals, keyboards, snare. am eq schrauben (high- und low-cut) und trennfrequenz hochsetzen, usw. sind ja nur allerletzte maßnahmen. ansonsten: irgendwann ist halt schluss. zu solchen katastrophengigs nehm ich grundsätzlich ein eigenes insert-rack mit 8 comps und 8 gates mit. aber du meintest sicher, ob wir immer die eigene pa mitnehmen, oder? gruß
Das ist natürlich ne schwierige Sache. In nem gewissen Rahmen kann man ja noch "Hardware-Mixing" betreiben, will sagen, Bass und evtl. auch Gitarre runter von der PA und auf der Bühne entsprechend aufziehen (obwohl... nein, bei der Gitarre machen wir das nicht ;-). Ansonsten auf ein Rack voller Composer hoffen, das "leisten" sich mittlerweile viele von den Billigfuzzis, und damit allem zu Leibe rücken, was mit Impulsen wertvollen Headroom kosten könnte: BD, SN, Vocals etc. Da läßt sich schon mit wenigen Comps noch einiges rausholen. Und natürlich immer nur die Minimalstanteile auf die "PA" geben. Wenn das alles nix hilft, dann gehts halt nicht lauter. Zumindest den ersten paar Ungläubigen (v.a. den Musikern) ist dies mittels Clipping zu demonstrieren. Wie immer in solchen Fällen gilt natürlich, daß man auf die schlechte Situation hinweist, bevor man anfängt zu arbeiten, v.a. den Veranstalter und die Musiker. Es gibt da ja immer noch die "Ein guter Mischer kriegt das immer hin!" Fraktion, das mag auch unter gewissen Umständen nicht ganz falsch sein, aber wenns mal wirklich so schlimm ist wie Thomas es beschrieben hat, dann.... Augen zu und durch oder ablehnen! ;-) Janko
Hallo Thomas, wenn Du zuwenig Bums hast kannst Du nur wenig ändern. Ich habe mittlerweile zwei Not-Köfferchen: ein kleines Siderack: 1x Yamaha SPX 900 2x dbx 166 XL, damit hast Du dann das nötigste, falls der Verleiher nur Schrott hat, am liebsten hätte ich noch ein Gate drin, aber das geht mi den 166 XL zur Not auch. Dann mein Mischerkoffer: 2x SM 57 1x Beta 52 1xGaffa, div. Adapter, Insert etc. Kabel, Kopfhörer, ordentliche CDs. Wenn man das hat ist man ganz gut ausgerüstet, aber ich denke gegen eine schlechte (nicht mangelhafte) Anlage kann man nur vor Ort was tun.
Und übrigends Ein Live Tontechniker zeichnet sich vorallen Dingen dadurh aus aus den gegebenen Umständen das Beste zu machen. Gruß Arne