Hallo Kollegen,
Über dieses Thema mache ich mir immer wieder Gedanken und ich komme zu dem Ergebnis, daß die in den meisten Mikrofonverstärkern vorhandenen "Trittschallfilter" eigentlich ein grundsätzlicher Denkfehler darstellen.
Es erhebt sich nämlich die Frage: Ist denn der Trittschall wirklich verschwunden wenn man das Filter auf 80 oder auf 160 Hz stellt und dann diesen nicht mehr hört?
Gewiß - hörbar ist er zunächst nicht mehr, aber seine WIRKUNGEN bestehen nach wie vor noch und darüber hinaus hat man durch die Heraufsetzung der unteren Grenzfrequenz auch das Nutzsignal in Mitleidenschaft gezogen.
Die schädlichen Wirkungen aber bleiben bestehen:
1.) Der Trittschall gelangte bereits in das Mikrofon und hat dessen Membrane - und auch bei C-Mikrofonen dessen Impedanzwandler bereits ausgelenkt/ausgesteuert womit sich der effektiv nutzbare Aussteuerbereich vermindert hat.
2. Der Trittschall gelangte bereits in den Mikrofonverstärker und hat auch dort schon den Aussteuerungsbereich "belegt".
Und was noch schlimmer ist: Bei Mikrofonverstärker mit Eingangsübertrager kann Trittschall den Übertrager in die Sättigung treiben und Sättigungsverzerrungen verursachen. Also ist schaltungstechnisch die logische Konsequenz, das Trittschallfilter VOR den Übertrager in Form eines passiven CLC-Netzwerks zu schalten, wobei dann das "L" auch wieder genügend Linearität besitzen muß damit dieses nicht in die Sättigung geht. Bleibt trotzdem immer noch das Problem daß das Nutzsignal wie oben beschrieben in Mitleidenschaft gezogen wird und die Tiefen dann beschnitten sind.
Die einzige sinnvolle Sache ist m.E. die Benutzung von elastischen Aufhängungen für das Mikrofon ("Spinne") oder/und die Benutzung eines Mikrofonständers mit eingebautem Trittschallfilter, d.h. mit Schwinggummi bzw. Schwingfedern. Von der Firma Danner (Berlin) gab es da mal Ständer mit Gußfuß die einen eingebauten Schwingummi hatte wodurch der Stab dann schwinggeschützt war. Allerdings waren diese Ständern nur fürchterlich schwer...
Fazit: Die sauberste Lösung ist also die, den Trittschall erst gar nicht in das Mikrofon kommen zu lassen, sondern ihn durch die beschriebenen mechanischen Lösungen von Mikrofon fern zu halten.
Wie denkt Ihr darüber?
Grüße
Rainer
Über dieses Thema mache ich mir immer wieder Gedanken und ich komme zu dem Ergebnis, daß die in den meisten Mikrofonverstärkern vorhandenen "Trittschallfilter" eigentlich ein grundsätzlicher Denkfehler darstellen.
Es erhebt sich nämlich die Frage: Ist denn der Trittschall wirklich verschwunden wenn man das Filter auf 80 oder auf 160 Hz stellt und dann diesen nicht mehr hört?
Gewiß - hörbar ist er zunächst nicht mehr, aber seine WIRKUNGEN bestehen nach wie vor noch und darüber hinaus hat man durch die Heraufsetzung der unteren Grenzfrequenz auch das Nutzsignal in Mitleidenschaft gezogen.
Die schädlichen Wirkungen aber bleiben bestehen:
1.) Der Trittschall gelangte bereits in das Mikrofon und hat dessen Membrane - und auch bei C-Mikrofonen dessen Impedanzwandler bereits ausgelenkt/ausgesteuert womit sich der effektiv nutzbare Aussteuerbereich vermindert hat.
2. Der Trittschall gelangte bereits in den Mikrofonverstärker und hat auch dort schon den Aussteuerungsbereich "belegt".
Und was noch schlimmer ist: Bei Mikrofonverstärker mit Eingangsübertrager kann Trittschall den Übertrager in die Sättigung treiben und Sättigungsverzerrungen verursachen. Also ist schaltungstechnisch die logische Konsequenz, das Trittschallfilter VOR den Übertrager in Form eines passiven CLC-Netzwerks zu schalten, wobei dann das "L" auch wieder genügend Linearität besitzen muß damit dieses nicht in die Sättigung geht. Bleibt trotzdem immer noch das Problem daß das Nutzsignal wie oben beschrieben in Mitleidenschaft gezogen wird und die Tiefen dann beschnitten sind.
Die einzige sinnvolle Sache ist m.E. die Benutzung von elastischen Aufhängungen für das Mikrofon ("Spinne") oder/und die Benutzung eines Mikrofonständers mit eingebautem Trittschallfilter, d.h. mit Schwinggummi bzw. Schwingfedern. Von der Firma Danner (Berlin) gab es da mal Ständer mit Gußfuß die einen eingebauten Schwingummi hatte wodurch der Stab dann schwinggeschützt war. Allerdings waren diese Ständern nur fürchterlich schwer...
Fazit: Die sauberste Lösung ist also die, den Trittschall erst gar nicht in das Mikrofon kommen zu lassen, sondern ihn durch die beschriebenen mechanischen Lösungen von Mikrofon fern zu halten.
Wie denkt Ihr darüber?
Grüße
Rainer
