Live-Monitor-Mix

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich habe ein Problem, dass die Live-Mixer vielleicht (hoffentlich) kennen:
Ich bin Trommler in einem Chor-Band-Projekt und zusätzlich, da unser Mann am Mixer es noch nicht so gut kann, auch mit für die Technik verantwortlich.
Bei dem Chor mit Rockband braucht man natürlich einen etwas ausgefuchste Monitormix. Jeder der Chormitglieder ist natürlich am wichtigsten und muss ganz besonders sich am lautesten hören. Das bekommen wir ganz langsam in den Griff, die Leute lernen, sich herauszuhören. Aber jeder möchte seine eigene Klangfarbe im Monitor hören; dem einen ist sein Sound zu dumpf, der andere ist zu grell usw....
Wir benutzen ein Spirit Live 4 Pult, das bei Pre-Aux auch pre-EQ ist. Der gesamte Monitormix wird über einen Summen-EQ geschickt, um Feedback etc. zu regeln.
Ich denke darüber nach, im Rahmen unseres Budgets ein anderes Pult zu kaufen. Jetzt kommts: das Pult, das mir da am meisten zusagt, ist das Behringer MX8000. Nicht dass ich davon begeistert wäre, aber man kann beim Monitorweg den Klang individuell einstellen, den einzelnen Monitor muten etc.. Der EQ ist nicht berühmt, ich weiss, ich hatte schon mal eins, aber er könnte eventuell genügen. Beim Mackie 8-Bus ist der Klang beim Monitor durch Splitten des Haupt-EQ einstellbar und der Monitorweg ist nicht mutebar. Das ist schlicht unzureichend. Wohlgemerkt: ich rede bei beiden (Inline-)Pulten über den Mix-B-Zweig.
Gibt es eine Alternative in euren Augen, die diese Preiskategorie nicht überschreitet?
Sorry für den Roman, aber manchmal hole ich wohl etwas weit aus.
Schönen Gruss
Wolf



Bei mir.
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Antwort#2
so ein vorgehen ist schlicht schwachsinn.

der einfachste weg wäre ein draht gebundenes inear oder viele kleine wedges die evtl nur einen weg habne aber dadurch der sound näher beim opfer ist.
und geschmäcker im monitor sound darf es nicht geben.
wenn der monitor nicht mehr koppelt muss mann mit dem leben, was übrig bleibt.
mann sollte natürlich auch nicht zu viel equen.
die stimme sollte immer sehr klar klingen und sich durchsetzen.
sehr bassig oder tief mitteige klingende monitore werden sich nie im gesamt sound durch setzten auch, wenn das einzeln so schön klingt.
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Antwort#3
Hallo tthorsten,
es ist aber wirklich so, dass der Sopran bei dem Bass teilweise doch recht nervig durchkommt, aber der Tenor beim Alt nicht hörbar ist. Das ist ein Beispiel von vielen Möglichkeiten. Wir reden hier nicht über Sänger, die raushauen, was geht, sondern über "feinfühlige" Herrschaften ;-).
Ich will nicht übertreibe, aber es erscheint auch mir wichtig, dass mindestens zwei Moni-Wege gefahren werden, um die Tiefen von den Hohen Stimmen etwas abzusetzen. Ist da der Einzelklang (in Massen, versteht sich) den so negativ zu bewerten?
Wir eden hier auch nicht über 120 dB sondern teilweise recht moderate Einstellungen, wo die Feinfühligkeit des Mixes um so wichtiger wird. In Bezug auf die Instrumente (Naturdrums, Röhren-Git.-Amp. etc.) sind Stimmen da schon schwierig einzustellen.
Gruss Wolf
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Antwort#4
der eq des mix-b eines behringer besteht aber nur aus zwei kuhschwänzen, einmal bei 80 hz und 12khz. damit wirst du nicht die gewünschte soundseparation erreichen. für fx ganz nett, für monitor überhaupt nicht. außerdem liegen die mix-b post-fader. das umlöten auf pre-fader ist eine nicht empfehlenswerte fummelei. wie wäre es stattdessen mit einem kleinen monitorpult für die wirklich kritischen sachen?
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Antwort#5
Hallo Christian,
beim Mackie liegt der Mix-B Zug pre Fader post EQ. Ich dachte, bei Behringer wäre das gleich. Es ist doch ansonsten baugleich *lol*.
Ein Monitormixer wird unseren Mann überfordern. Ich selber habe nicht die Zeit, bei Gigs auch das noch zu handeln. Hab schon genug Arbeit.
Das die Kuhschwänze nicht ideal sind, denke ich mir auch. Sie sollten auch nur in Massen eingesetzt werden, sonst produzieren wir ja das schönste Feedback.
Erst mal danke und schönen Gruss
Wolf
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Antwort#6
ist halt so: mix-b bei behringer post-eq und post-fader. wie gesagt umlötbar auf pre-fader. wenn kein zusätzliches monitorpult/techniker zur verfügung steht könntet ihr bei ausreichender kanalanzahl die kritischen signalquellen auf zwei kanäle splitten: einer für foh und einer als monitorkanal, beide jeweils mit vollem eq und aux-zugriff. wie viele wege fahrt ihr denn? wenn du monitor über mix-b machen willst, können es ja max. 2 werden.
gruß
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Antwort#7
ich würde 3 Wege Band und 3 Wege monitor Chor und solo gesang fahren.
dann 2 wege effekt und gut.
die wichtigen stimmen einfach per ypsilon forne splitten um einen seperaten mnitor sound machen zu können.
ich denke das müsste doch auch mit dem vorhandenen mittteln mach bar sein.
und ein neues pult zu kaufen wird dein problem nicht lösen vorallem kein behringer pult.
bei dem harten und scharf einsetzenden EQ.
ich würde halt schauen, das ich die band so leise wie möglich bekommen.
Combo verstärker verwenden und diese als wedge vor den musiker platzieren.

Schlagzeug hinter Plexiglas.
dann klappt das.
beim chor viele kleine wedges verwenden .
das geht zur not auch mit selbst gebauten 10cm breitbänder kisten.
und mit dem mixer mal ein paar trocken übungen machen.
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Antwort#8
Wir fahren im Augenblick zwei Wege, deswegen auch der Gedanke an den Einsatz des Mix-B vom Behringer. Wenn der allerdings echt post Fader liegt, dann hat sich das erübrigt.
Keine Lust, da auch noch rumzulöten. Wie gesagt, ich hatte das Pult mal und war nicht zufrieden. Nicht dass ich dem Pult oder Behringer einen Vorwurf mache, das Ding ist halt einfach billig, und Behringer kocht auch nur mit Wasser.
Unser jetziges Pult hat 16 + 2stereo Kanäle und ist am Ende. Gerade noch ein Return-Kanal und Schluss. Deswegen zusätzlich der Gedanke mit dem 24-Kanal-Pult.
Also läuft es wohl darauf hinaus, ausgefuchstes Monitormixing und höchste Mikro-Diszplin der Leute. Schwierige Sache.
Schönen Gruss
Wolf
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Antwort#9
Trockenübungen haben wir schon etliche gemacht. Nur live sitze ich im Ernstfall halt vorne hinterm Set.
Ich will eigentlich ganz gerne den Technik-Aufwand gering halten. Kein Plexi für Trommeln, bin zwar ein recht lauter Rock-Trommler, kann aber auch leise. Z. B. in einer Kirche. Hier wirds richtig kritisch, weil der natürliche Hall in Kombination mit Foh und Monitor die Textverständlichkeit stark herabsetzt. Zusätzlich haben wir oft wenig Platz für die Technik.
Viele kleine Monitore ist auch meine Devise, aber nur einen Mann am Pult und eine im wahrsten Sinn des Wortes tragbare Technik müssen ausreichen.
Der Gedanke, mehr Monitorwege zu nehmen, ist vielleicht ganz OK, muss mal nachdenken, wie das mit unserer Technik geht. Beim Chor gibt es eigentlich keine Solostimmen, bzw. andersrum, alle haben früher oder später ein Solo. So muss jeder jeden im Zusammenhang hören. 2 Wege Chor (Sopran/Alt bzw. Tenor/Bass), 2 Wege Instrumente könnte gehen.
A pro po Behringer: genau wegen der EQs bin ich mit dem Pult nicht klar gekommen. Aber es ist halt billig.
Schönen Gruss
Wolf
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Antwort#10
Halo Wolf,
auch wenn Du das vllt. nicht hören willst: Sucht euch eine PA-Firma, die die Gigs für euch betreuen kann (und zur Finanzierung eventuell einen Sponsor). Es bringt einfach nix, bei dieser doch etwas anspruchsvolleren Aufgabe einen Tonmenschen ans Pult zu setzen, der nicht viel Erfahrung hat. Und dann noch in akustisch nicht ganz einfachen Umgebungen (Kirche etc.).
Jede externe Firma kann auch materialmäßig ganz anderen Support leisten und Dir das Material bereitstellen, was für einen optimalen Gig notwendig ist.
CU Thomas


unser kleiner Laden...
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Antwort#11
Hallo Thomas,
ich weiss, was Du sagen willst. Aber ich selber mache das mit Musik und Mixen schon knapp 20 Jahre, bin also nicht völlig unbedarft. Bei dieser Formation sitze ich aber an den Trommeln und sehe trotzdem durchaus die Möglichkeit, es in eigener Regie zu machen, wenn ich es dem Tonmenschen so einfach wie möglich mache und halt ein paar mehr Trockenübungen vorsehe. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Chor (Mikrotechnik usw.).
Danke erst mal für die Antworten und schönen Gruss
Wolf



Bei mir
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