hat schon jemand versuche mit verschiedenen mikro-positionen und dämmungen einer kickdrum gemacht. vorhanden sind eine shure-grenzfläche und diverse kleinmembran-kondenser. ich habe schon von einem bekannten gehört, der ein dämmungsrohr durchs resonanzfell gesteckt und in dieses ein ev-re27 gelegt hat. klar werde ich demnächst selbst mal diverse möglichkeiten testen. würd mich nur mal gern im vorfeld etwas schlaumachen. gruß, thomas
Wie wär's mit den "Klassikern" D112 oder Beta 52? Die nutze ich meistens, wenn ich live mische und habe keine Probleme, eignen sich auch sehr gut zur Abnahme von Bassverstärkern, meistens bevorzuge ich dabei jedoch DI-Out. Nun zur Abnahme: Die Position ist extrem wichtig, aber vor allem auch ein gut gestimmtes Schlagzeug (ja, auch dieses Instrument kann und muß man stimmen). Nach meiner Erfahrung klingt es am besten, wenn das Mikro etwas in die Öffnung geschoben wird und mit der Membran Richtung Fell zeigt. Der Rest wird dann am Pult gemacht (mehr oder weniger Klick), da gehen die Meinungen und Geschmäcker auseinander, die einen mögen den Anschlag des Pedals, andere wollen das nicht. Die Kickdrum auf jeden Fall um 80 Hz (schwankt machmal etwas) anheben, falls mehr Klick gewünscht, kannst Du irgendwo im Bereich von 1-2 Khz probieren, wo der Klick am deutlichsten ist.
Zur Dämmung... ich kenne mich zwar mit dem Instrument Bassdrum nicht so gut aus, aber viele Schalgzeuger haben da alte Decken (oder Lumpen, wie man es nimmt) drinliegen zur Dämmung...
Mikro näher am Fell bringt mehr "klick". Mikro auf Höhe des Resonanzfells mehr "bumm". Mikroposition ist _viel_ entscheidenter als die Art des Mik. Notfalls tuts auch ein SM58, SM57. Hab mal gehört, dass jemand ein 4"-Intercomspeaker nimmt. D112 ist zwar ok, bei andern Miks musst du halt mehr EQen. Der Wumms der BD liegt ja nach Geschmack, Stimmung und Arragement bei 70-120Hz. Tiefe Mitten um 300Hz kann man grosszügig und breitbandig absenken. Der "klick" liegt eher bei 4-6kHz als bei 1-2kHz. 8-10Khz liegt das "platsch". Ums richtig Metallica-like "platschen" zu lassen sollte das Fell schon tief gestimmt sein, dast schlabbern. (Ebenso wie die Toms für einen fetten Rocksound). Überhautp stimmen Drummmer fast alles zu hoch. (vielleicht damit es im Proberaum besser zu hören ist, da es lauter klingt) Flache oder gar hölzerne Klöppel an den Fussmaschinen. Auch kann man ein Sm57 auf die Seite der Fussmaschinen stellen um den Klick hervorzuheben. Ein D3800 von AKG (ein Doppelmembranmikro) brachte auch sehr gute Ergebnisse, allerdings erst nach probieren, da dieses keinen Nahbesprechungseffekt hat. Auf Höhe des Resonanzfells klang es ähnlich (oder besser) wie ein D112 5cm-10 vorm Klöppel. Resonanzfelle bringen Soundtechnisch nix. Mikro ist fast egal. Sound holt man aus jeden Teil was den Schalldruck standhält und einigermassen den Frequenzgang bringt. Man muss halt nur die Postion und Ausrichtung ausprobieren. Mikropostion ist viel wichtiger. Oft sieht man live Techniker, die das BD-Mik einfach mittig reinstellen und dann ewig am EQ leiern. Kompressor und Gate einsetzen, anstatt sich mal vor zu bemühen und es auszurichten! Zu 80% kann man dann das Gate und Kompressor sparen (zumindest live) Vielleicht habe ich auch nur lernen müssen, ohne auszukommen.... Am allerwichtigsten ist aber der Drummer. Der muss ordentlich zulangen und drauftreten.
hi thomas! erstmal danke für deine antwort. bin leider gestern nicht mehr zum testen gekommen. normalerweise lege ich die grenzfläche auf die dämmung (stoff oder decke)ca. 12-15 cm von dem schlagfell entfernt. je nachdem wieviele höhen bzw. anschlag im signal sind verschiebe ich das mikro noch links oder rechts vom anschlagspunkt. ich habe trotzdem oft live das problem dass die kickdrum einmal supergenial kommt und das andere mal eher bescheiden. liegt höchstwahrscheinlich aber mehr am raum und pa. neulich hatte ich mal den fall dass das signal am kopfhörer sehr gut klang mit genug höhen. über die anlage klang es bis zu einer gewissen lautstärke stumpf und ab höheren lautstärken patschten plötzlich nur noch die höhen. tja, dachte der kanal wäre vielleicht übersteuert. das wars aber nicht. kann mir nur vorstellen dass die höhen vom endstufenclipping gekommen sind. zufällig hatte ich noch ein triggersignal anliegen, welches absolut keine probleme machte. gruß, thomas
das signal am kopfhörer sehr gut klang mit genug höhen. über die anlage klang es bis zu einer gewissen lautstärke stumpf und ab höheren lautstärken patschten plötzlich nur noch die höhen.
Kann es sein, dass die KH auch schon leicht zerrten und damit Höhen produzierten? Ich hab schon live BD-Sounds verbessert indem ich den Gain übersteuert habe. Aber auch hier: was einmal hilf, verschlimmert es im anderen. Mein neuer Charisma sollte das eilg. auch hinbekommen....verbessern natürlich.
Thomas hat natürlich recht, die Hauptsache liegt beim Drummer selber aber auch das Instrument macht wohl große Unterschiede, ich hab' mal eine Natur-Bassdrum abgenommen (was auch immer Natur war an dem Teil), die hatte einen satten fetten Bass, der sich gut durchsetzte, aber so gut wie keine Höhen brachte, das Fell labberte irgendwie darum, aber das sollte bei der Musik auch so sein. Wie immer gilt natürlich auch: Der Sound wird auf der Bühne gemacht, nicht am Pult. Einen guten Sound kann man am Pult veredeln, schlimmstenfalls auch ruinieren, aber einen schlechten Sound kann man auch mit dem teuersten Equipment (Pult, Effekte) nicht retten, da ist was dran... Frag' doch mal einen Drummer oder besser verschiedene und mach' Dich mal mit den Möglichkeiten des Stimmens vertraut (wie gesagt, ich spiele selber keine Drums, bei mir kommt so ein Sound aus 1 HE 19" und hört auf den Namen Alesis D4) :-)
Hi Ihr, Ihr habt ja nun nur ueber live sound mics geredet. Werde ich aber nun auch machen :-) Man kann natuerlich mit allen moeglichen Neumann's, SChoeps und Pi Pa Po anruecken, meine Lieblingskombination ist aber ein Beyerd. M88 kombiniert mit einem Beta 91. Also das M88 fuer den richtigen Bass und das SM91 fuer den Klick. Musst halt mal mit der Position selber ausprobieren, da es in jeder Kickdrum anders klingt und auch auch schon in derselben Kcikdrum unterschiedlich klingt, wenn Du nur die Daempfung aenderst. Wenn Du uebrigens Studioaufnahmen machst, wuerde ich auf jededn Fall das vordere Fell (Resonanzfell) abnehmen. Du kannst die Kickdrum viel besser tunen und sie wird viel besser klingen (und da koennt ihr Drummer nun die Augen verdrehen, ich habe es doch jedem Drummer gezeigt mit dem sound - und ich bin uebrigens auch ein Drummer). Weiterhin stelle ich so in einem Meter Entfernung noch ein Kondenser Mik auf (4033 oder aehlich). Ueber die ganze Aparatur spanne ich nun ein Zelt mit schweren Decken und Mic staendern (zur sound isolation). Mit dem Mic das nun weit weg von der Kickdrum steht, kannst Du der Drum nun ambience verleihen und die auch richtig phatt rumsen lassen. So und nun viel Spass beim ausprobieren. Ich habe uebrigens diese Zelte ( :-) ) auch bei Aufnahmen fuer Rockbands wie "System of a Down", "Aerosmith" und und und gesehen. Also ist das schon recht verbreitet. Gruesse aus Kanada,
Ich habe schon auch über Studio geredet. Die Idee mit dem "Zelt" ist nich schlecht. Ich hatte teilweise bemerkt, dass der BD Sound 1-2m vor der Bassdrum richtig geil klang. Nicht dumpf wie man vermuten könnte. (zufällig stand da mal ein für Gitarre gedachtes SM57 davor welches ich versehentlich für das BD-mik gehalten habe und mich über den plötzlich guten Sound wunderte) Leider konnte ich den Sound nicht nehmen weil das Übersprechen vor alles der Becken zu gross war. Becken nerven besonders weil man ja meist noch die ober Mitten der BD boostet. Aber mit Zelt: mal probieren.
hi thomas! im kopfhörer hat nichts gezerrt. ich höre mich eigentlich jedes signal live erstmal mit dem kh an, da das für mich wie ne lupe ist. kann mir höchstens vorstellen dass der mischpultkanal einen treffer hatte bzw. das gate. gruß, thomas
hallo hajo! ich benutze live das beta91. kick hat es genug und wie du schon schreibst fehlts manchmal am tiefen druck. shure sagt ja dass es 7-10cm hinter dem schlagfell positioniert werden soll. wie ist das eigentlich bei einer grenzfläche, produziert es mehr bässe wenn es näher am resonanzfell liegt? sorry, hatte noch nicht die zeit es auszutesten. rechtfertigt der unterschied mit einem zusätzlichen mc88 den aufwand? wie positionierst du die beiden mikrofone? entstehen da phasenprobleme? gruß, thomas
Naja. Wäre ich vorsichtig. Ich kenne folgenden Effekt: über Kopfhörer klingt mancher Mix schon transparent und klar, d.h. jedes Instrument hat genügend Höhen. Auf den Monitoren dagegen nicht, da klingt es noch mulmig. Besonders tritt das auf wenn ich Gesang aufnehme und dabei den Kopfhörer luat mache. Oder wenn ich abends daheim mal auf KH den Mix checke. Es zerrt noch nichts in dem Sinne, dass man hörbar die Verzerrung hört. Ich denke das du live auch nicht grad mit dem KH leise abhörst.
Hallo, Phasenprobleme. Ich hoere mir ja zunaechsst beide Mics einzeln an und dann beide zusammen. Es ist dann ja schon deutlich, wie sich der Klang veraendert. Bevor ich zum EQ greife (was sich bei der Kombination B91 und M88 nicht verhindern laesst) versuche ich den Klang auch erstmal nur mt der Position hinzubekommen (wie es ja eigentlich immer gemacht werden sollte). Zur Phase kann ich deshalb nun nicht zi viel sagen. Ich gehe da sehr intuitiv vor, wenn's nicht klingt aendere ichs. Weiterhin, benutze ich das Shure ja nur fuer den Punch (also lo end mal schoen raus) und das Beyerdynamic Mic nur fuer den Bass (also die Hoehen raus), wodurch ich dann ja mit dem Phasing auch nicht mehr so arge Probleme habe. Und bitte immer im Hinterkopf behalten, es geht hier um Live sound. Da habe ich nicht immer so die Zeit. 99% der Zuhoerer merken ja den Unterschied nicht (wenn nun ein live Mitschnitt gemacht wird, dann muss ich schon mehraufpassen) und bei Lautstaerken von ueber 110 db wird das ganze dann auch recht "unempfindlich" ;-) Wahrscheinlich war das nun nicht neues, aber das ist was ich mache und darueber denke. Gruessle,
Hi, nochmal was zum Uebersprechen. Das ist ja im Prinzip auch nichts schlimmes, wenn man es richtig anwendet. Weiterhin kann man auch sehr guten Klang erreichen (phatten klang um es mal in meiner Sprache auszudruecken), wenn man noch Raummics aufstellt. Die nehmen ja auch alles auf (so wie Dein Kick Mic). Es gibt eine Art und Weise die Miks an einem Set auszurichten, womit der Klang durch das Uebersprechen massiv verbessert wird. Es ist halt bloss nicht so einfach. Nochmal zo zum nachdenken. Ich weiss nicht ob Du solche Musik hoerst, aber Rage against the Machine haben ihr erstes Album mit live Monitoren als Abhoere Aufgenommen. Ich finde den sound super phat. Es gibt also immer Moeglichkeiten das Uebersprechen (sogar eines Monitors) zum guten zu verwenden). Gruessle,
Es gibt also immer Moeglichkeiten das Uebersprechen (sogar eines Monitors) zum guten zu verwenden).
Sicherlich. Aber oft habe ich das Problem dass die Becken zwar in den Overheads gut klingen. Eigl. das gesamte Set in den Overheads gut klingt. Trotzdem boostet man ja bei den Toms und der Bassdrum noch die oberen Mitten um einen schönen knackigen Sound zu haben. Aber auch ohne boosten kommen die Becken schon schön laut über die Tom-Miks. Das ist mit unter der einzige Grund die Toms zu gaten.