o2r mit 24bit?

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Startbeitrag#1
Hallo, hat jemand hier die O2R von Yamaha v.2.0 (die alte o2r) und hat eine Möglichkeit gefunden in 24bit zu Wandeln?
Danke
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Antwort#2
Lieber Gulli,
sofern ich dein Anliegen richtig verstehe, und du auf der digitalen Ebene bleiben willst: Einfacher geht es eigentlich kaum als mit dem 02R.
Einen 24-Bit-Wandler über AES-EBU vor das 02R schalten, und du hast die 24 Bit im Gerät. Dabei ist aber im Auge zu behalten, dass der interne Datenbus des 02R lediglich mit 32 Bit aufwartet und jedes arithmetische Tun eines digitalen Geätes mit der Verlängerung der Datenworte bezahlt werden muss. Und da kann man hier (zwischen 24 und 32 Bit liegen nur mehr 8) durchaus an die Wand fahren (Trunkierung der Datenworte bei ungünstiger Verwendung des internen Datenbusses) .
Außerdem sollte man in digitalen Mischpulten und vorgeschalteten Einheiten immer die Latenz- (=Prozess-)Zeiten kennen, damit man sich nicht durch deren Unterschiede Probleme einfängt, denn manch einer erwartet hier keine. Leider steht davon nichts in der Bedienungsanleitung unserer Yamaha-Freunde, was ich für mich mit einigem an Arbeit bereinigen musste....
Aber mit offenen Augen und Ohren sowie ein wenig Überlegung kommt man auch über diese Klippen hinweg.
Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim
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Antwort#3
Hallo HaJo, vielen Dank für dein Reply. Die Sache mit einem externen Wandler ist mir klar, aber ich möchte meine 40 Eingänge auch weiterhin nutzen, alle meine Geräte stecken im 02r. Gibts es da keine andere Lösung? Meinst Du das so mit der Latenz: wenn ich mit einem externen Wandler in Kanal 1+2 reingehe und den Rest meiner Geräte über die normalene O2R Eingänge abhöre es zwischen diesen und dem Wandler eine Zeitverzögerung gibt? Dürfte doch eigentlich nicht sein oder?
Gruß G.
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Antwort#4
Lieber Gulli,
hinsichtlich der Latenz meine ich das (auch) so, wie du es beschreibst. Natürlich lässt sich das aufs ganze Pult mit seinen doch recht reichhaltigen Routingmöglichkeiten ausdehnen.
Man muss die unterschiedlichen Prozesszeiten auch bei Fremdgeräten im Auge behalten, denn alle Wandler verhalten sich auf der Zeitachse anders. In der Regel kollidiert man mit diesem Problem vor allem dann, wenn man originale Signale und solche im Pult mischt, die das Pult schon einmal für bestimmte Bearbeitungen durchlaufen haben. Dann wird es so dramatisch, dass man kompensieren muss.
Sollten dich die grundlegenden Zeiten bezüglich des 02R interessieren, kann ich dir die von anderen und mir ermittelten gerne mitteilen. Ich habe das zwar schon einmal vor vielen Jahren in den USA gepostet, die Seite jedoch ist den Weg allen Internet-Fleisches gegangen.

Nun, wenn du alle 40 Eingänge des 02R verwenden willst, kann man ja die ersten beiden Slots des 02R (Tape 1-16) über Fremdwandler an den schon benannten AES-EBU-Karten digital beaufschlagen und die Kanäle 1-16 mit den internen Wandlern verwenden. Mehr als 40 Einzelsignale verarbeitet das Ding ja ohnehin nicht. Solltest du also mehr als 40 Signale und dann noch 24 Bit hineinbekommen wollen, so ist das natürlich nicht zu bewerkstelligen.
Ohne weiteres aber lassen sich z. B. an den beiden serienmäßig digital zu beaufschlagenden Line-Eingängen (17/18 und 19/20) zwei zweikanalige 24-Bit-Wandler anschließen, wie denn die Line-Eingänge des 02R nahezu problemlos auf der analogen Seite zu Mikrofoneingängen der Beschaffenheit der ersten 16 umzubauen sind, denn die Schaltung ist gleich.
Die Schierbecker GmbH in Hamburg baut(e?) einem auch noch die fix analogen (Line-)Eingänge 21/22, 23/24 zu digitalen um, sofern man dafür ausreichend zu bezahlen willens ist (/war?).
Apogee liefert(e?) einen 24-Bit-Wandlersatz, der aber natürlich auch zwei der vier Slots blockierte, oder hatten jene Wandler gar doppelte Höhe?; ich weiß das leider nicht mehr.
Wenn mir die 02R-Wandler nicht genügen, schließe ich schlicht aufwändigere über AES-EBU an; über welche Eingänge das jeweils erfolgt (also an Kanal 1-8, Tape 1-8 o.ä. oder aber z. B. an Line 17/18), richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen der Aufnahme. Niemand hindert mich daran, Wortbreiten zu mischen, also für problematische Signale 24 Bit zu verwenden, und das Fußvolk mit 20 Bit zu bescheiden.
Wandler sind ein Problem, doch wird ebendas oft überschätzt. Es empfiehlt sich, einmal etwas komplexere, quasi nicht-stationäre Signale vergleichend in verschiedene Wandler zu wobbeln, sich das Ergebnis anzusehen und analysierend in Beziehung zum Gehörten zu setzen. Vieles relativiert sich dann.
Andererseits ist die Digitaltechnik kein Allheilmitel, sondern ein technisches Phänomen mit sehr eigenen Gesetzen, gegen die man besser nicht verstößt...
Herzlichen Gruß
Hans-Joachim
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