danke für hilfe bez. Klassikkonzertaufnahme

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo jungs !
habe mich entschieden und ORTF (etwa1 1/2meter von bühnenkante mittig, klassisch 110° 17cm) mit zwei bluelines kapsel ck91, dazu seitlich 2mal stütz AKG 2000, und zwei weitere stütz links und rechts von dirigenten rausgedreht (wiederum bluelines)
aufnahme auf dat(tascam) dazwischen ein DDAQII Mischpult mit flaten eq´s,.
és ist gerade pause,..
und was ich bis jetzt vom kopfhörer gehört habe, klingt verdammt geil,..
echt schön, vor allem pan denke ich perfekt erwischt,.
also nochmal danke an alle die mir geholfen haben.!
liebe grüsse
max
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Antwort#2
Hallo Max,
ich habe die Diskussion verfolgt und freue mich über den Erfolg.
Mich wundert aber die Anzahl von 4 Stützen. Bist Du sicher, dass Du sie brauchst? Ggf. holst Du Dir damit eine Menge Klangprobleme aufgrund der Laufzeitdifferenzen zwischen Stütz- und Hauptmikrofonanordnung. Außerdem nehmen die Stützen ja weniger Raum mit auf.
Ich arbeite mit Klangkörpern, die sich sehr breit aufstellen. Trotzdem nehme ich die gesamte Breite von bis zu 10m mit einer einzigen großen AB-Anordnung ohne jegliche Stützen ab. Entsprechende Raumakustik vorausgesetzt, würde ich auch breitere Klangkörper mit einem einzigen Hauptmikrofon abnehmen wollen. Da ich in der Regel live übertrage und keine Probleme mit Rückkopplungen haben will, orientiere ich mich immer am halben Hallradius. Damit bekomme ich eine relativ nahe Übertragung, die durch die Lautsprecher und die Raumakustik sowieso wieder mit Raumschall (=Entfernung) angereichert wird.
Zwei Mikrofone klappen also gut, stören die Optik kaum und sind natürlich auch total einfach zu Handhaben. Ggf. brauchst Du beim Mastern nur noch etwas komprimieren. Aber ich gebe zu, dass man sich erst einmal trauen muss ... (und der Klangkörper in sich homogen sein muss)
Beste Grüße
Wolfgang
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Antwort#3
Hallo Max,
was meinst Du mit "pan denke ich perfekt erwischt"?
Bei ORTF MÜSSEN die Pan´s in die Extrempositionen gestellt werden!!!
Wolfgang
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Antwort#4
ich meinte damit das stereobild habe ich meiner ansicht gut erwischt, nicht die paneinstellung -:) so doof bin ich nun auch wieder nicht *g* zu den stützen: es war so das das teilweise solis waren,. die ich dann durch die stützen ein bisschen nach vorne gerückt habe,.ansonsten habe ich halt bei den proben viel experimentiert und bin halt "meiner meinung" nach draufgekommen das sich die abnahme durch mithilfe von schwach aufgezogenen stützen verbessert.
habe sie natürlich auch alle auf lr aufgeteilt, aber wie gesagt habe ich sie nur behutsam eingesetzt.
AB kann ich nicht machen , habe keine kugeln.
lg
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Antwort#5
Painkiller schreibt: "AB kann ich nicht machen, denn ich habe keine Kugeln."
Eine Anmerkung zu Hauptmikrophonsystemen in Laufzeitstereofonie - was auch kurz "AB" genannt wird. Hierzu werden gerne zwei parallel (!) nach vorne ausgerichtete Mikrofone mit Kugelcharakteristik genommen. Das ist ist aber absolut keine Vorbedingung dazu, denn auch Mikrofone mit anderen Richtcharakteristiken, wie z.B. Hyperniere, Superniere oder breite Niere, selbst Achten nach Tony Faulkner können je nach Bedarf nach AB-Art problemlos parallel nach vorne ausgerichtet werden - und das ist dann genauso AB-Laufzeit-Stereofonie.
"Ich habe keine Kugeln" gilt also nicht. Etwas anderes ist der Klang bei tiefen Frequenzen unter 100 Hz, denn der kann nur von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik so gut aufgenommen werden, was aber nicht immer benötigt wird.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik:
http://www.sengpielaudio.com


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Antwort#6
Hallo!
EBS hat recht, AB ist nicht von der Richtcharakteristik abhängig. Schließlich wird bei der Laufzeitstereofonie keine Summe aus überlagerten Empfindlichkeiten gebildet, wie z.B. bei XY oder ORTF.
Ich arbeite fast ausschließlich live und benutze daher bei AB-Anordnungen immer Nierencharakteristiken, weil ich mit Kugeln viel zu viel Rückkopplungeprobleme hätte. In reinen Aufnahmesituationen muss bei der Wahl der Charakteristiken allerdings berücksichtigt werden, dass Gradientenempfänger im Bassbereich weniger empfindlich sind und in den meisten Fällen auch der Raum aufgenommen werden soll, was mit Kugeln natürlich viel besser geht.
Beste Grüße
Wolfgang
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Antwort#7
Etwas anderes ist der Klang bei tiefen Frequenzen unter 100 Hz, denn der kann nur von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik so gut aufgenommen werden, was aber nicht immer benötigt wird.

Auch auf die Gefahr hin, mich völlig zu blamieren... warum ist die Basswiedergabe bei Kugeln eigentlich besser?

Dank und Gruß
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Antwort#8
Der ratlose don fragt: "Warum ist die Basswiedergabe bei Kugeln eigentlich besser?"
Wenn einem Sänger es in der Tiefe an Stimme fehlt, dann geht er ganz nah an ein Richtmikrofon und freut sich, wie die tiefen Frequenzen stark zunehmen, wenn er in das Mikrofon beißt. Das ist der Nahbesprechungs-Effekt - eigentlich ein Defekt, aber wenn es klanglich hilft, dann werden selbst Defekte in der Tontechnik "positiv" eingesetzt. Alle Richtmikrofone zeigen als Druckgradientenempfänger in einiger Entfernung von der Schallquelle einen Abfall der tiefen Frequenzen. Kugeln als reine Druckempfänger sind nicht besser, nur haben sie weder den Tiefenanstieg bei Nahbesprechung, noch haben sie einen Tiefenabfall - sie sind "linear" bis herunter zu vielleicht 10 Hz.
Wenn Du eine Kugel und eine Niere zum Hörtest dicht beieinander an das F-Loch eines Kontrabasses stellst, dann höre mal im Vergleich den unterschiedlichen Klang des Naturinstrumentes an. Bei der Unterhaltungsmusik kann es sogar sein, dass das Mikrofon, das den unnatürlichen Klang liefert, für einen speziellen Titel dir interessanter und passender erscheint. Gut ist, was gefällt.
Viele Grüße
ebs
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