Was würdet ihr für folgende Arbeit verlangen??

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
tach,
habe dieses Forum durch Zufall entdeckt und habe eine mir im Moment sehr wichtige Frage an euch: Ich brauche dringend eine Einschätzung, wieviel ich für folgenden Job verlangen kann: Produktion einer Präsentations- DVD einer bekannten Architektin (nicht ohne...), ich mache dabei folgendes: Komposition und Produktion von 5 Hintergrundmusikstücken, je ca. 2 min., umfangreiche Sprechaufnahmen mit Sprecher, Mix, Mastering und Synchronisation von Musik und Videomaterial. Sozusagen das ganze Feld "Ton" dieser DVD. Dauer der DVD: 21 min. Geschätzte ungefähre Arbeitszeit: ca. 12-14 volle Tage oder etwa 100 h insgesamt. Ich bin zwar kein Profi (kleines aber feines Studio mit Kabine und sehr gutem Stuff daheim) habe aber auch nicht >gar< keine Ahnung von solchen Dingen. Ich möchte euch bitten, mir zu sagen, was ihr für solch einen Job oder einen vergleichbaren Job mit ähnlichem Umfang verlangen würdet!
Ich weiss, manche sehen das vielleicht nicht so unglaublich gern, wenn irgendwelche "Aussenseiter" solche Infos erbitten, aber ich weiss nicht, woher ich sonst die Info nehmen kann, deshalb bitte ich um eure Tipps und Hilfe.
Vielen Dank!
Gruss
Stef
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Antwort#2
Hallo Steff,
ich bin zwar kein Profi in Kalkulation (aber Beispiel für so etwas habe ich schpn im Web gesehen, mußte wieder danach suchen).
Mach doch in etwa mal folgendes: Zähle deine Investitionen zusammen, oder genauer, betrachte jede Funktionseinheit einzeln, also z.B. den Rechner, die Effektgeräte, die Kabine, die Mikrophone. Und ermittle ihren Wert und ihre voraussichtliche wirtschaftliche Lebensdauer. Das ergibt einen bestimmten Wert in Euro pro Jahr.
Wenn Du alles zusammenzählst, hast Du die gesamten Investitionskosten pro Jahr. In etwas den gleichen Wert mußt Du als Rückstellung dazunehmen, damit Du die alten Sachen ersetzen kannst.
Dann überlege dir, wieviele Stunden im Jahr Du damit arbeitest oder zumindest arbeiten würdest/könntest, wenn Du nicht noch einen anderen Job (?) hättest.
Dann hast Du in etwa die Investitionskosten pro Arbeitsstunde.
Und nun überlege dir einen schönen Satz, den Du als Gewinn vor Steuern, Versicherung, sozialer Absicherung etc. erzielen möchtest oder erzielen mußt, um dein Leben zu finanzieren.
Dann hast Du den Stundensatz, den Du sinnvollerweise ansetzen solltest.
Hinzu kommen alle Extras: Reisekosten, Übernachtungen, Sprecherhonorare (und deren Reise- und Übernachtungskosten), Mietkosten für besondere Gerätschaften, Kosten für außer-Haus-Mastering, etc. Eventuell mit kleinem Aufschlag, zum Beispiel weil Du Mietgeräte ja in der Regel selber abholen wirst.
Du kannst natürlich auch anders rechnen, z.B. Equipment gesamt durch Lebensdauer durch 365 Tage durch 8 Stunden. Dann hättest Du die Rückstellung und deinen eigentlichen Gewinn nicht berücksichtigt, aber immerhin die Kosten deiner Geräte.
Das ist, was ich ohne betriebswirtschaftliches Studium dazu sagen kann; aber es gibt doch viele, die so etwas gelernt oder studiert haben, vielleicht treibst Du so jemanden auf.
Christian
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Antwort#3
hi Christian,
ja, ich kenne diese Kosten/ Nutzenrechnung auch schon, das ist auch ein guter Tipp, danke!
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Antwort#4
Bei dieser ganzen Preisgestalterei ist nicht nur wichtig was man betriebswirtschlaftlich nehmen müsste. Sondern auch wie viel man nehmen kann.
(Konkurrenz etc.) Vielleicht ist der Kunde bereit noch mehr zu bezahlen, da andere noch teurer sind. Oder man braucht eine Referenzproduktion, dann kann man auch drunter gehen. Oder man erhofft sich Folgeaufträge etc.
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