Re: SHURE?-Dap-SM58

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo! (bin Hobbymusiker: Sänger + Git)
Habe am Wochenende das SM 58 und das DapSM58-Kopie nebeneinander stehen gehabt.
Die klingen und performen fast gleich. Aber halt nich ganz.
Das SM58 bleibt mein Hauptmikro. Das Dap ist nur für Nebenzwecke.
Grund: Dap koppelt éin Mü eher zurück, und Dapscheint in der Nahbesprechung ein Mü unausgeglichener (viel mehr Bass bei näher ran).
Shure klingt besser.
Michael
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Antwort#2
Mach den Test doch nochmal mit verbundenen Augen (natürlich die Mikros vorher von jemanden aufstellen lassen).
Wennn Du auch aufs gleiche Ergebnis kommst, kann es nicht auch sein, daß man sich einfach an das Shure gewöhnt hat?
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Antwort#3
Hallo,
... und dann stell mal ein billiges Kondensatormikro daneben, bei allen Mikros die EQ´s auf neutral, mach nochmal den A/B-Vergleich, und versuche dabei, objektiv zu urteilen und Dich nicht an Hörgewohnheiten festzuhalten.
Ich vermute schwer, daß du Bauklötze staunen wirst, mir (und mit mir einigen Musikkollegen) ging es jedenfalls so bei einem ähnlich gelagerten Test.
Martin
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Antwort#4
Hallo Martin,
nun spann´ uns aber nicht so auf die Folter. Nicht jeder hat die Möglichkeiten zu Vergleichen unterschiedlicher Mikrofone. Was hat Dein Vergleich ergeben, worüber habt Ihr Bauklötze gestaunt?
Danke!
Wolfgang
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Antwort#5
Hallo,
um es gelinde auszudrücken: Unserer Meinung nach (soll nicht als Referenz gelten) lebt das ach so berühmte SM 58 ausschließlich von seinem Ruf, da es der einst einen revolutionären Fortschritt in der Bühnentechnik darstellte. Inzwischen sind ca 30 Jahre verflossen, und dieses Mikro wird bis auf einige Äußerlichkeiten UNVERÄNDERT gebaut. Dagegen hat die Elektret-Kondensatormikrofon einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht.
Kurz: Nahezu jedes 80? - Elektret-Kondensatormikro hat einfach ein weitaus besseres Übertragungsverhalten - ich spreche absichtlich nicht von "Klang", denn ein Mikro soll gefälligst nicht klingen - als ein 30 Jahre am Fortschritt vorbeigegangenes dynamisches.
Und was das Märchen vom früheren Pfeifen eines Kondensatormikros auf der Bühne angeht: Dreh mal beim dynamischen Mikro die Höhen soweit rein daß sie denen des Kondensatormikros entsprechen, dann pfeift es mindestens genauso schnell. Haben wir übrigens alles ausgiebig getestet.
Ebensowenig gilt heutzutage noch die Behauptung, daß Kondensatormikros weniger stabil sind, wenn sie denn für den Bühneneinsatz konstruiert wurden. Natürlich sollte man Studiomikros nicht durch die Gegend schmeißen, dafür wurden sie auch nicht gebaut.
Du schreibst: Nicht jeder kann einen Vergleichstest durchführen.
Stimmt so nicht!
Durch das neue Fernabsatzgesetz muß Dir jeder Versandhändler ein mindestens 14-tägiges Rückgaberecht einräumen. Du kannst also getrost fünf Mikros kommen lassen und vier davon wieder zurückschicken. Bei Thomann z.B. sogar 30 Tage. Wenn man mit denen vorher redet, sind die auch nicht säuerlich.
Schöne Grüße
Martin
PS: Wen´s interessiert, demnächst gibt´s im Fachmagazin Tools4Music einen ausführlichen Mikrofonkabeltest mit physikalischen Hintergründen, danach folgt ein Studiomikrofon-Vergleichstest, wo teuer mitt Mittelklasse und billig (acuh in Sachen Exemplarstreuungen) verglichen wird.
Würde mich freuen, wenn Ihr reges Interesse zeigt und auch objektive Kritik übt.



Meine bescheidene Höümpeitsch
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Antwort#6
Wie machst Du denn Vergleichstests? Im Proberaum eine Einstellung am Pult (evtl alles Linear) und dann reinsprechen? Das ist wie der Gitarrist der seine Preampsounds im Wohnzimmer macht, ne ne so nicht. Bitte realistisch und auf der Bühne!
Ich gestehe ja gerne, daß ich einer der wenigen unverbesserlichen bin die das SM 58 begeistert nutzen, ich komme einfach mit dem modischen Schnick Schnack nicht klar.
Woran das liegt: Ich hab meine Anlagen so konstruiert und eingestellt, das die "Fehler" des SM 58 korrigiert sind. Entsprechend klingt der modische Schnick Schnack völlig überpräsent, und dazu gibt es noch gut Rumpel. Ich experimentiere z.Z. viel mit SM 57B, im Gesang, aber im Vergleich lande ich auf der Bühne wieder beim alten.
Und im Falle von Feedback komme ich meistens an die gleichen Grenzen, egal welches Mikrofon ich benutze, in dem Fall sind Mikrofone gute Lehrer für Linearität.
Ja ich weiß auch das es neue gute Mikrofone gibt, ich benutze auch welche z.B. das AT 4033 in der Bassdrum oder am Sax, und NT 5 finde ich auch gute Overheads, aber sowas würde ich keinem Sänger in die Hand geben.
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Antwort#7
Erst mal Hallo, soviel Zeit muß sein (oder geht bei Dir der Soundcheck auch so hastig von statten?)
"Wie machst Du denn Vergleichstests? Im Proberaum eine Einstellung am Pult (evtl alles Linear) und dann reinsprechen?"
Genau so (allerdings nicht im Proberaum, sondern im Studio), alles andere ist gelogen! Danach `ne Frequenzgangmessung im reflexionsarmen Raum. Als nächstes kommt der Kollege auf der Bühne zum Zuge.
o.k. so? Wir sind ja nicht bei der "Fachzeitschrift" mit dem großen S vorne dran: Ein einziges Mikro subjektiv testen mit dem Fazit daß es momentan gerade das Beste am Markt ist (unabhängig vom Preis).
"Das ist wie der Gitarrist der seine Preampsounds im Wohnzimmer macht, ne ne so nicht."
Na klar, und das mit Kopfhörer!
Wenn die PA resp. der Mann dahinter was taugt, dann kommt genau DER Sound auch beim Publikum an!
"Bitte realistisch und auf der Bühne!"
Aber bitte auch objektiv!
"Ich gestehe ja gerne, daß ich einer der wenigen unverbesserlichen bin die das SM 58 begeistert nutzen, ich komme einfach mit dem modischen Schnick Schnack nicht klar."
Dein Problem!
"Woran das liegt: Ich hab meine Anlagen so konstruiert und eingestellt, das die "Fehler" des SM 58 korrigiert sind."
Wie bitteschön lassen sich fehlende Frequenzanteile über 12 kHz denn korrigieren? Vielleicht mit `nem Exciter??
Das ist so, wie wenn Du bei der Feuerwehr als Ansaugschlauch `nen Gartenschlauch nimmst und versuchst, das Wassermengendefizit mit `ner 20PS-Pumpe wett zu machen.
"Entsprechend klingt der modische Schnick Schnack völlig überpräsent, und dazu gibt es noch gut Rumpel."
Klar, wenn Du krampfhaft an Deiner Lieblingseinstellung festhälst. Das Mischpult hat die Knöpfe schließlich zum Drehen und nicht zum Zukleben mit Gaffa-Band.
Ein geeignetes Mikrofon "klingt" schon bei neutraler EQ-Einstellung ordentlich, wenn nicht, sollte man vielleicht mal ein anderes versuchen. Die EQ´s sind dann zur Feinkorrektur da!
"Ich experimentiere z.Z. viel mit SM 57B, im Gesang, aber im Vergleich lande ich auf der Bühne wieder beim alten."
Logo, wenn die Knöpfe mit der Traumeinstellung für´s SM 58 eingefroren sind!
"Und im Falle von Feedback komme ich meistens an die gleichen Grenzen, egal welches Mikrofon ich benutze"
Ich auch.
"in dem Fall sind Mikrofone gute Lehrer für Linearität."
Kapiere ich nicht.
"Ja ich weiß auch das es neue gute Mikrofone gibt, ich benutze auch welche z.B. das AT 4033 in der Bassdrum oder am Sax, und NT 5 finde ich auch gute Overheads, aber sowas würde ich keinem Sänger in die Hand geben."
Das sind ja auch beim besten Willen keine Gesangsmikros für die Bühne, obwohl das 4033, wenn man `nen Poppschutz benutzt, sicher eine gute Figur machen würde (akustisch, optisch sähe es schon komisch aus).
Gruß
Martin (auch die Zeit DAFÜR nehme ich mir)
PS: Ich ahnte, daß ich für meinen Beitrag Knüppel kriege, hab´ mich lediglich gewundert, daß es so lange gedauert hat.
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Antwort#8
Martin am 21. November 2002 15:50:08:
Erst mal Hallo, soviel Zeit muß sein (oder geht bei Dir der Soundcheck auch so hastig von statten?)
Ja!
Danach `ne Frequenzgangmessung im reflexionsarmen Raum. Als nächstes kommt der Kollege auf der Bühne zum Zuge.
Welchen Mikrofonabstand benutzt Du bei der Messung, Lippenkontakt????
Wenn die PA resp. der Mann dahinter was taugt, dann kommt genau DER Sound auch beim Publikum an!
Davon träumen alle. Ich möchte Dich mal live erleben!
"Woran das liegt: Ich hab meine Anlagen so konstruiert und eingestellt, das die "Fehler" des SM 58 korrigiert sind."
Wie bitteschön lassen sich fehlende Frequenzanteile über 12 kHz denn korrigieren? Vielleicht mit `nem Exciter??
Ne mit ner Anlage die auch Tweeter besitzt. Aber ehrlich, meine Ohren sind nach 25 Jahren Livemucke nicht mehr in der Lage bei 12 Khz was zu hören.
Hast Du mal lustigerweise mit nem Analyser ein Konzert untersucht? Wie sah das aus.
"Entsprechend klingt der modische Schnick Schnack völlig überpräsent, und dazu gibt es noch gut Rumpel."
Klar, wenn Du krampfhaft an Deiner Lieblingseinstellung festhälst. Das Mischpult hat die Knöpfe schließlich zum Drehen und nicht zum Zukleben mit Gaffa-Band.
Ein geeignetes Mikrofon "klingt" schon bei neutraler EQ-Einstellung ordentlich, wenn nicht, sollte man vielleicht mal ein anderes versuchen. Die EQ´s sind dann zur Feinkorrektur da!
Das nenne ich Anpassung an den Künstler.
Genau so sehe ich das auch, weshalb ich ja beim SM 58 bleibe. Da bleibt der EQ flat außer -6 dB im Baßbereich. Fertich. Und kein Pfeifen im Monitor.
schönen Gruß vom
Go
Ne ich verhaue niemanden.
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Antwort#9
"Wie bitteschön lassen sich fehlende Frequenzanteile über 12 kHz denn korrigieren? Vielleicht mit `nem Exciter??
Ne mit ner Anlage die auch Tweeter besitzt."
die kannst du genausogut zuhause lassen, jedenfalls, wenn du meinst, damit fehlende frequenzanteile über 12khz ersetzen zu können. was martin mit fehlend meinte: nicht da, sprich, bei einem shure passiert nach etwa 12khz neben einem negativ-abfall im frequenzspektrum nicht mehr viel.
die höhenwiedergabe des sm58 ist bei heutigen standards als beinahe katastrophal zu bezeichnen. der einzige weg, dies zu verbessern, wäre in der tat oberwellenerzeugung per exciter. aber dann lieber ein gutes anderes mic.
"Davon träumen alle. Ich möchte Dich mal live erleben!"
das träumen hat heutzutage ein ende. es gibt viele sehr fähige tontechniker.
"Aber ehrlich, meine Ohren sind nach 25 Jahren Livemucke nicht mehr in der Lage bei 12 Khz was zu hören."
hörverluste beginnen in anderen frequenzbereichen. jedenfalls, wenn sie durch lautstärkebedingte überbeanspruchung der ohren entstanden sind. ansonsten ists das alter. rockerrente? :)
"Genau so sehe ich das auch, weshalb ich ja beim SM 58 bleibe. Da bleibt der EQ flat außer -6 dB im Baßbereich. Fertich. Und kein Pfeifen im Monitor."
bitte? wie sehr hast du denn deine pa verbogen, wenn du mit dieser einstellung am pult-eq guten sound fahren willst? ich frage mich schon die ganze zeit, wie man eine pa überhaupt an das sm58 anpassen kann. wie sieht es bei den anderen mikrofon-kanälen aus? korrigierst du dort jeweils wieder die fehler in deiner pa, die durch die anpassung an das sm58 entstanden, den anderen mikrofonen aber eher qualitativ abträglich sind?
wie auch immer, du scheinst das sm58 zu mögen. tipp: mach einmal einen direkten a/b-vergleich sm58-sm87. wenn du mir danach berichtest, dass die eq-einstellung am 87er flat war (bis auf absenkung im bassbereich - nahbesprechung) , dann ist wieder alles okay (auch mit deiner pa).
wenn du doch möglicherweise irgendwann alternativen zum shure suchen solltest. sieh dir einmal das tgx-58 von beyerdynamic an. die höhenauflösung ist für ein dynamisches mikrofon sehr gut, das teil hat einen serienmäßigen schalter und der sound ist sehr zu gebrauchen. kopplungsfestigkeit: ähnlich dem sm58.
mfg, christian
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Antwort#10
Mehr wäre Zeitverschwendung.
Martin
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Antwort#11
Hallo,
was das TGX 58 angeht: Wenn Ihr das gut findet und damit zurecht kommt, ja dann verstehe ich Euch. Deshalb bleib ich ja beim SM 58. Von wegen Rückkopplungsfestigkeit, Handgeräusche und Sound, und das hab ich sogar lustigerweise auf ner Fremd PA erlebt (War in Kiedrich).
"die höhenwiedergabe des sm58 ist bei heutigen standards als beinahe katastrophal zu bezeichnen."
Erklärt mir doch bitte mal die heutigen Standarts, hat sich da was in den letzten 30 Jahren geändert.
Wo bleiben denn jetzt Eure Antworten auf Meßergebnisse von Livekonzerten, wie auch die Antwort wie Ihr die Mikros im Studio meßt? Die Frage ging um Entfernung des Kandidaten zur Schallquelle????
das träumen hat heutzutage ein ende. es gibt viele sehr fähige tontechniker.
Ja dann mal los, wo kann ich Euch erleben? Ich erlebe meist nur alte Säcke. Ab ins Altersheim, wenn der Nachwuchs da ist. Da wird auch dann das Gehör geschützt. Ein richtig gutes Beispiel war für mich immer der Mixer von den Lemonbabies, oder auch die ganzen PA Heintze, welche meist nicht wußten wie Ihr System funktioniert.
Nichts für ungut, ich hoffe wir lernen uns mal näher kennen.
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Antwort#12
Hallo!
"Erklärt mir doch bitte mal die heutigen Standards, hat sich da was in den letzten 30 Jahren geändert."
Nein, es hat sich natürlich nichts geändert in den letzten 30 Jahren, das SM58 ist immer noch das allerbeste Mikro das es überhaupt gibt! ;-)
Gruß,
Georg
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