Hallo Forum, ich bräuchte mal etwas Hilfe bei Synchronisationsangelegenheiten. Bisher hatte ich immer über die MIDI-Schnittstelle meine Audio- daten synchronisiert. Jetzt habe ich aber gehört, daß das sehr ungenau ist. Samplegenau sollte es sein. Doch wie geht das im Allgemeinen? Was bedeuten die ganzen Kürzel? Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen. Grüße aus München Daniel
MTC Midi Time Code, Timecode der im Midistrom mit enthalten ist SMPTE Steht für die Gesellschaft die den Timecode für Film entwickelt hat society motion picture technical engineering oder so ähnlich. Ihn gibts als hörbares Audiosignal (LTC - auf Videobändern auf der Längstspur == Tonspur) und als Videotimecode in der verticalen Austastlücke (VITC). Auch SMPTE ist nur framegenau (Kommt ja aus der Filmbranche) und es gibt ihn in den verschiedenen varianten. 24frames/s, 25frames/s, 29.97frames/s, 30frames/s.
Hi Thomas, und welche Bezeichnung gibt es nun für die Samplegenaue synchroni- sierung, oder ist das beim Überspielen digitaler Audiodaten gleich inkl. Ich versuche mir hier im Augenblich etwas Überblick zu schaffen. Da es mehrere Methoden gibt. Wie sieht es mit Word Clock aus? Gruß vom "Löcherfragenden" Daniel
Samplegenau ist bei digitalem Audio ja zwangsweise gegeben. Ansonsten hört man Knacker. Ausser TDIF benötigen digitale Audiosignale keinen weiteren Sync. Sie enthalten die Sync-Information selbst. Wordclock ist nichts anderes wie die Syncinformationen getrennt zu übertragen. Aber diese Syncform beinhaltet nur die zeitlichen Abstände der Samples. So dass der Empfänger immer dann empfängt wenn der Sender sendet. Die Samples also 1:1 im Gleichtakt übertragen wird. SMTPE, MTC etc. beziehen sich dagegen auf zeitliche Positionen. Es ist nicht gewährleistet dass dies Samplegenau erfolgt. Bei Analoger Übertragung gibt es z.T. deutliche Verschiebungen was sich u.U. als Flangingeffekt bemerkbar macht. Bei digital ist auch nicht immer gewährleistet, dass das selbe Sample exakt bei 0:08:15:00 sowohl im Empfänger als auch beim Sender ist. Zumindest würde ich mich nicht darauf verlassen. Bei den ADATs z.B. klappt es untereinander. ADAT-9pin Verbindung ist ein Derivat des MTC mit MIDI-Steuersignalen.
Hi Thomas, mal zu meinem Praktischem Beispiel: Ich schiebe Daten von einem Roland VS-Recoder über den R-Bus (...) in den PC. Dazu habe ich eine R-Bus-Schnitt- stelle für den PC gekauft. Nun möchte ich die Audiodaten zum Nachbearbeiten auf den PC kopieren - das möglichst Synchron, damit ich diese entweder direkt vom PC mitlaufen lassen kann, oder wieder zurück zum Roland schicke. Über Midi hat das nicht funktioniert. Laut Roland kann ich über den R-Bus samplegenau synchen. Mir stellt sich die Frage, ob das automatisch geht, oder ob ich da Zig Ein- stellungen vornehmen muß. So ist beim Bedienfeld der R-Bus- Karte eine "Clock" mit den Einstellmöglichkeiten 'Intern', 'S/PDIF', 'R-Bus in', 'R-Bus Card'. Intern ist klar, S/PDIF schon nicht so ganz. Bei den beiden R-Bus ist der Unterschied, daß ich bis zu vier Karten in ein System bauen kann, und dann auf Card schalten muß. Gruß und Dank Daniel
Hi! Bei mir hat die Synchronisation sehr gut geklappt, indem ich das VS als MMC-Master definiert habe, meinen Sequencer als MMC-Slave (auch im VS in den entsprechenden Menüs einstellen...), die SMPTE-Auflösung auf beiden Geräten gleich eingestellt habe. Dann hab ich noch den Sequencer als MTC-Sender, und das VS als MTC-Empfänger eingestellt, und schon war das Ganze zufriedenstellend synchronisiert. Gruß, tobi
Wenn ich das nun richtig interpretiere spricht man bei der Übertragung von digitalen Audiodaten ebenso von einer Synchronisierung wieauch bei der zeitlichen Referenz. Und da lag mein Irrtum. Ich danke aber trotzdem für die Antworten. Gruß Daniel
Hi Daniel, falls Du es noch nicht wissen solltest: sehr gute Foren für alle Fragen rund um die VS-Reihe findest Du unter www.vsplanet.com Gruß, Andreas