Ausgangsspannung ?

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo !
Wie messe ich am einfachsten und trotzdem ziemlich sicher die Ausgangsspannung bzw. Leistung einer Gitarre ?
Danke !
Ulli
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Ulli,
Was willst Du mit dieser Spannungmessung erreichen? Der Gitarrentonabnehmer ist extrem hochohmig und folglich muß der Eingangswiderstand des angeschlossenen Meßgerätes mindestens um den Faktor 10 höher sein als der Quellwiderstand des GitarrenTA. Außerdem sind alle Spannungsmeßgeräte auf sinusförmige Spannungen kalibriert, sodaß der angezeigte Wert auf Grund der starkt von der Sinusform abweichenden Ausgangsspannung keine Aussagekraft hat. Die einzige Möglichkeit ist mit einem Oszilloskop (Eingang muß sehr hochohmig sein - ggf. einen hochohmigen Meßkopf vorschalten!) zu messen, was allerdings dann nur den Spitze-Spitze-Wert angibt. Ich weise noch darauf hin, daß es in diesem Fall nicht zulässig ist, den Vss-Wert durch 2,82 zu teilen, weil das Singal nicht sinusförmig ist.
Eine LEISTUNGSmessung beim Gitarrentonabnehmer macht keinen Sinn, da dieser keine Leistung abgeben kann/darf. Du darfst den GTA NUR(!) im Quasi-Leerlauf betreiben.

Grüße
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hi Rainer!
Kannst du mal - rein interessenhalber - eine ungefähre Zahl nennen, wie groß die Impedanz von Pickups normalerweise so ist? Ich nehme mal an, eine Gitarre sollte man nicht direkt in einen Mischer stecken, oder? Kann man den Pickup damit zerstören?
Grüße,
tobi
ZitierenPost melden
Antwort#4
eine ungefähre Zahl nennen, wie groß die Impedanz von Pickups normalerweise so ist?
Ich nehme mal an, eine Gitarre sollte man nicht direkt in einen Mischer stecken, oder?
Kann man den Pickup damit zerstören?
10-100kOhm (hoffe das stimmt)
Was meinst du mit sollte? Man kann natürlich. Oft klappt es sogar recht gut.
Allerdings gibt es einen Höhenabfall weil die Impedanz der Spule zusammen mit dem R des Eingangs (und des ohmschen Widerstandes der Spule) einen Tiefpass bilden. Bei Bass ist mir ausserdem aufgefallen, dass das Sustain geringer ist und es sich nicht schön spielt. Aber nichtsdestotrotz habe ich das oft gemacht.
(ins Mackiepult, als ich noch keine extra Preamps mit Instrumenteninput hatte).
Nein. So hohe Ströme fliessen dann doch nicht, dass die Spule durchbrennt...
ZitierenPost melden
Antwort#5
Hallo !
Bei mir speziell geht es um einen aktiven Akkustikgitarrenausgang(Ovation), der meiner Meinung nach sehr wenig Ausgangsleistung bringt.
Ulli
ZitierenPost melden
Antwort#6
Wie messe ich am einfachsten und trotzdem ziemlich sicher die Ausgangsspannung bzw. Leistung einer Gitarre ?
Na ja. Am einfachsten vielleicht mit dem "Messgerät" welches genau dafür gemacht wurde: der Aussteuerungsanzeige deines Preamps, Mischpultes oder Bandmaschine.

Bei aktiver Gitarre gibt es die Probleme (hochohmigkeit) der Pickups nicht. Der Ausgang ist niederohmig. Wie viel weiss ich nicht. Jedenfalls niederohmig genug um an gewöhnlichen Line-Eingängen ohne Qualitäts- und Pegelverluste betrieben zu werden.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Nur wer wirklich genaueres zur E-Gitarren-Impedanz und die richtige Spannungs-Anpassung wissen möchte, der gehe zu dem Blatt über Gitarren-Impedanz und "Passive Di-Box (Direct Injection-Box)".
Gedankenvorstellungen vom Akustik-Gitarrenausgang einer "Ovation", die angeblich zu wenig Ausgangs-Leistung bringt, sind sehr falsch - wie Rainer schon gesagt hat. Wir haben es mit Studioanpassung = Spannungsanpassung zu tun und da hat die Leistung nichts zu suchen.
Gehe unten zum Link "Gitarren-Impedanz und mehr ..."
Leistungsdenker bitte draußen bleiben!
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com
PS.: Auch unsere typischen 8-Ohm-Lautsprecher arbeiten mit Spannungsanpassung. Die in Lehrbüchern verbreitete Meinung, dass Leistungsverstärker in der Studiotechnik gefälligst mit Leistungsanpassung zu arbeiten hätten, ist falsch.


Gitarren-Impedanz und mehr . . .
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hallo ThomasT !
Mit einem Preamp oder Mischpult gibt es nur ein Problem (für mich jedenfalls),
da gibt es einen Gainregler und je nachdem wie weit ich aufdrehe, so stark schlägt natürlich auch die Pegelanzeige aus.
Ich habe einen Preamp für die Akkustische G., der hat aber keinen Gainregler und mir kommt von der Gitarre zu wenig "Saft". Nun such ich etwas, das ich dazwischen hängen kann. (kleiner Vorverstärker o.s.). Da der Preamp die 9V Spannung gleich mitliefert, hätte ich mir gern etwas in die Gitarre gebastelt, um trotz der Verstärkung (wenn möglich) die Stromversorgung (Spezialkabel-Stereoklinke) zu nutzen. Kannst Du mir da einen Rat geben. Oder worauf muss ich achten bei einen kleinen 9V Vorverstärker ? Bei Conrad-Elektronik gibs so was. Kann man das nutzen ?
Hier mal die technischen Daten:
Produktbezeichnung:
Die Empfindlichkeits-Anpassung an die angeschlossene Tonquelle erfolgt durch veränderliche Gegenkopplung. Die Empfindlichkeit können Sie dadurch von ca. 10 - 600 mV eingestellt werden. Technische Daten: Betriebsspg. 9 - 27 V = · Stromaufnahme ca. 3 bis 7 mA · Eingangsspannung 100 mV · Ausgang (150 mV - 4 V regelbar) · Frequenzbereich 20 Hz - 20 kHz · Abm.: 33 x 60 mm. Bausatz mit ausführlicher Bauanleitung.

Würde mich freuen wenn Du oder jemand anders mir weiterhelfen könnte.
Danke !
Ulli
ZitierenPost melden
Antwort#9
Hallo !
Kann sein, dass ich mich nicht richtig ausgedrückt habe, jedenfalls stimmt irgend etwas nicht mit der Anpassung oder der Preamp der Ovation ist defekt.(aber dann schon von anfang an). Jetzt wollte ich mal die Ausgangsspannung der Gitarre messen, weis aber nicht wie ich das richtig machen soll. Laut Beiblatt steht da u.a. Flat Ref. Level : -6.1 dB. Output: Max. Level @ 5K Ohm: 2V und Max. Level @ 600 Ohm 1.4V .
Wenn ich zB. in einen Preamp gehe (EnVoice Line-Eingang) muss ich den Input-Gainregler fast voll aufdrehen um einen guten Pegel zu bekommen. Ist das normal?
Am Preamp für die Ovation den ich habe (AG-Stomp) gibt es leider keinen Gainregler und den Vorverstärkerregler habe ich voll auf und wenn ich nun am Digi-Out abnehme kommt das so um die -18dB, das ist Sch... Wenn ich in den EnVoice gehe, den Pegel anpasse und dann Line-Out in den Preamp(AG-Stomp gehe) funktioniert es und ich kann den Digi-Out mit den Laustärkeregler anpassen.
Da ich aber nicht immer den EnVoice mitschleppen kann und will und der AG-Stomp die Spannungsversorgung 9V an die Gitarre liefert müsste ich die Gitarre irgendwie an den AG-Stomp anpassen. (Aber wie ? das ist hier die Frage !)

Ulli
ZitierenPost melden
Antwort#10
Wenn ich das richtig verstehe, sind im Studio nur die Ausgangsspannungen wichtig. Um einen möglichst hohen Spannungsabfall im Mischpult zu erreichen, muss man also den "sichtbaren" Eingang für die Gitarre möglichst hochohmig machen, ihn dann für das Mischpult aber heruntertransformieren, damit der Eingangswiderstand des Mischpultes verhältnismäßig groß ist.
Soweit so gut. Ich nehme an, das ist auch der Grund, weshalb die Gitarre an deinem Diagramm einfach parallel zur DI-Box und zum Gitarrenverstärker geschaltet werden kann. Eine Frage hab ich aber noch: Kabel und Eingangswiderstand bilden ja einen Tiefpass. Nimmt das in der Praxis Einfluss auf den Klang (auch wegen der Parallelschaltung, da dadurch ja der "sichtbare" Widerstand für die Gitarre sinkt)? Welche Eingangs-Impedanz haben Gitarrenverstärker denn so in der Regel?
Grüße,
tobi.
ZitierenPost melden
Antwort#11
Hallo ebs!
Ja, dass unsere Lautsprecherboxen mit Spannungsanpassung arbeiten ist auch deshalb notwendig, damit nicht die Hälfte der Leistung von der Endstufe an die Luft abgeführt werden muss.
Beste Grüße
Wolfgang
ZitierenPost melden
Antwort#12
Beim Mischpulteingang etc. gibt es beim Gain-Regler auch meist einen 0dB Stellung bzw. irgendeine Einstellung die bei einem anderen Instrument (z.B. E-git, Bass) einen ordentlichen Pegel anzeigt. Da der wirkliche Pegel/Spannung ja nicht so wichtig ist. Nur die Differenz um die zu verstärken wäre.
Leider kenn ich mich nicht weiter damit aus. Aber wieso hat die aktive Klampfe den Verstärker nicht eingebaut? Hab noch nie was anderes gesehen. Auch dass die 9V von ausserhalb kommen. Oder hast du eine akustische Gitarre selber mit einem Piezo(? -btw. auch was anderes als die Spule) Pickup versehen?
Zum EnVoice: gehts du in den Intrumenteneingang auf der Vorderseite (220kOhm, -10dB) oder in den Lineeingang auf der Rückseite (47KOhm, 0dB). Beide Eingänge sind nicht identisch. Der vordere heisst nicht umsonst Instrumenteneingang.
Kabelkapazitäten spielen bei hochohmigen Spulenpickups eine Rolle. Je länger das Kabel je dumpfer der Klang.
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hallo ThomasT !
Danke für deine Antwort. Natürlich ist der Verstärker eingebaut und auch mit einer 9V Batterie versehen, aber der Preamp (mit Effekten) AG-Stomp liefert auch 9V und man braucht die Batterie dann nicht, denn meinst ist sie leer wenn man es am wenigsten brauch. Das mit den Gainregler ist bei mir nicht gekennzeichnet (0dB) weder am EnVoice (ist nur von ganz links Anschlag = 0 und ganz rechts Anschlag = 8) und am Mischpult 02R auch nur links und rechts Anschlag mit undefinierten Zwischenstrichen.
Wenn ich in den EnVoice Instrumenteneingang gehe muss ich bis Gainregeler 7 aufdrehe (also es geht von 0-8) um auf etwa 0dB (laut Anzeige EnVoice) zu kommen.
Wenn ich die E-Gitarre blank in den selben Eingang stecke mit der gleichen Einstellung kommen ungefär 4dB weniger laut EnVoice Anzeigen und ich dachte durch den Preamp in der Ovation müsste von Haus aus mehr kommen oder ist das falsch ?
Ulli
ZitierenPost melden
Antwort#14
TobiH fragt:" Welche Eingangs-Impedanz haben Gitarrenverstärker denn so in der Regel?"
Die Impedanz sollte so hochohmig, wie möglich sein. 1 MegOhm wäre schön.
Die Wirkung von zu niedriger Eingangsimpedanz zeigen die Abbildungen. Dieses sei besonders für die Freunde gedacht, die so gerne die Gitarre direkt in den Mischpulteingang stecken. Eingangswiderstand Line etwa 10 KiloOhm, Eingangswiderstand Mikro etwa 2 KiloOhm. Sie werden bestraft mit geringem Pegel und kümmerlichen Höhen. Siehe die Abbildungen oben.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


http://www.sengpielaudio.com
ZitierenPost melden
Antwort#15
Da das eben nicht geklappt hat mit den Abbildungen, gehe unten zum Link:
"Wirkung von zu geringer Eingangsimpedanz"
TobiH fragt:" Welche Eingangs-Impedanz haben Gitarrenverstärker denn so in der Regel?"
Die Impedanz sollte so hochohmig, wie möglich sein. 1 MegOhm wäre schön.
Die Wirkung von zu niedriger Eingangsimpedanz zeigen die Abbildungen. Dieses sei besonders für die Freunde gedacht, die so gerne die Gitarre direkt in den Mischpulteingang stecken. Eingangswiderstand Line etwa 10 KiloOhm, Eingangswiderstand Mikro etwa 2 KiloOhm. Sie werden bestraft mit geringem Pegel und kümmerlichen Höhen. Siehe die Abbildungen unten im Link: Wirkung von zu geringer Eingangsimpedanz. Die Abbildungen sagen alles.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



Wirkung von zu geringer Eingangsimpedanz
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.