Behringer

Erstellt 23 Antworten24 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi Freaks
Habe ein kleines Problem mit meinem Behringer Eurorack MX 1604A.
Wie kann ich da meinen Turntable Reloop RP-3000 mk 3 anschliessen, mit einer vernünftigen Qualität. Habe es per Mono-Kanal versucht und dabei einfach den GAIN voll aufgedreht, damit was zu höhren war, die Tonqualität war so jedoch mies.
Kann mir da jemand n'Tipp geben?
cheers
ZitierenPost melden
Antwort#2
Tag,

Dieses Phänomen liegt nicht an Deinem Mischpultult, sondern an der Anpassung Deines Plattenspielers an das Mischpult.
Du benötigst einen Phono - Eingang wie er z.B. auch an DJ Pulten verwendung findet. Der Handel hält diese Geräte als Einzelteil bereit.
Wenn Dich der Hintergrund dieser Thematik interessiert, sieh in der Suchmaschiene des Forums nach. Es wurde bereits einige male zu dem Thema geschrieben.
Gruß
t
ZitierenPost melden
Antwort#3
Um zur Erklärung von t nur eine kleine Begründung hinzuzufügen:
Aus technischen Gründen wird der Frequenzgang des Musikmaterials bei der Aufzeichnung auf eine Schallplatte nach einer genormten Kurve extrem "verbogen". In einem Phono-Eingang ist eine Entzerrerschaltung integriert, die das Material wieder entsprechend "zurückbiegt" und auch die nötige Verstärkung zur Verfügung stellt. Phono-Line Konverter gibts wie erwähnt einzeln zu kaufen.
Janko
ZitierenPost melden
Antwort#4
Du braucht mindestens einen Stereo-Plattenspieler-RIAA-Entzerrer-Vorverstärker, an besten mit XLR-Ausgang für deinen Behringer-Mischpulteingang.
Siehe Link.
Wolfi


RIAA-Entzerrer-Vorverstärker
ZitierenPost melden
Antwort#5
Richtig Wolfi,
das Teil ist richtig. Wenn Justus-CH gedenkt sich zu seinem Plattenspieler aber einen preisgünstigen Entzerrer-Verstärker für eine Heimanlage zu kaufen, dann bekommt er mit den Cinch-Steckern am Ausgang und dem niedrigen herauskommenden Pegel wieder Probleme am Eingang seines Studio-Mischpults - auch mit der Anpassung. So ein Plattenspieler ist üblicherweise nie direkt für einen Studio-Mischpulteingang vorgesehen, schon gar nicht ohne RIAA-Entzerrung.
Viele Grüße
ebs
ZitierenPost melden
Antwort#6
Aber es ist doch nicht schwer sich einen Adapter von chinch auf XLR(male) zu basteln. (Pin 1 und 3 == Masse, pin 2 = signal). Oder fertige teuere Adapter zu kaufen. Obs chinch->XLR gibt weiss ich nicht. Aber chinch->Klinke und Klinke->XLR.
Dann kann er von seinem Consumer-Entzerrer/Preamp in die empfindlicheren Mik-eingänge gehen.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Chinch -> XLR Adapter gibts bei Music Store, Köln. Hersteller ist Soundking, China.
Viele Grüße
Michael
ZitierenPost melden
Antwort#8
Und wie ist das mit der hochohmigen Ausgangsimpedanz der Stereo-Plattenspieler-RIAA-Entzerrer-Vorverstärker für Heimanwendung mit Cinchausgang?
Die Wandlung von unsymmetrisch Cinch auf dann leider auch auch unsymmetrisch XLR ist ja nicht das Problem, bei kurzen Kabelentfernungen.
Die elektronisch symmetrischen Mikrofonverstärkereingänge am Behringerpult haben etwa 2 Kilo-Ohm Eingangswiderstand und die dann unsymmetrische Quelle vom Cinch wird mindestens noch einmal 6 dB Modulationsspannungsverlust am Eingang bringen. Eine studiotechnisch sehr unsaubere Sache also. Hier stößt Heimnorm auf Studionorm.
Der RIAA-Entzerrer-Vorverstärker für Studioanwendung ist die sauberste Lösung.
Symmetrisch und mit der richtigen Anpassung.
Siehe den Link unten.
Wolfi



RIAA-Entzerrer-Vorverstärker für Studiozwecke
ZitierenPost melden
Antwort#9
unsymmetrische Quelle vom Cinch wird mindestens noch einmal 6 dB Modulationsspannungsverlust am Eingang bringen.
Du meinst also weil ich (-) mit (Masse) kurzschliesse hätte ich nur noch die halbe Spannung? Das stimmt aber nicht, denn erstens liegt zwischen (+) und (Masse) und damit auch zwischen (+) und (-) die volle Spannung des unsymetrischen Signals an. Und zum zweiten ist das Verhalten eines Sysmetrischen Eingangs/Ausgangs bei unsymetrischer Beschaltung von der Schaltung abhängig. Einen Trafo als Eingangsübertäger z.B. ist es egal ob ein Pol noch auf Masse geschaltet wird oder nicht.
ZitierenPost melden
Antwort#10
Hi Thomas T,
gehen wir vom üblichen Normalfall aus (nix Trafo): eine unsymmetrische Quelle trifft auf einen elektronisch-symmetrischen Eingang. Dann wird die Minus-Masse der Quelle den Differenz-Eingang von minus und Masse brücken und damit ist die Verstärkung um 6 dB geringer. Diesen Ärger gibt es häufig.
Das wäre bei einem erdfreien Trafoeingang nicht der Fall.
Wolfi
ZitierenPost melden
Antwort#11
Dann wird die Minus-Masse der Quelle den Differenz-Eingang von minus und Masse brücken und damit ist die Verstärkung um 6 dB geringer.
Das stimmt zwar. Aber in diesem Fall liegt die volle Spannung an (+) an.
Und nicht wie bei symetrischer Beschaltung die Hälfte (in bezug auf Masse).
Ergo genau die 6dB wieder ausgeglichen.
ZitierenPost melden
Antwort#12
Was mir noch einfällt: meine Patchbay ist symetrisch. Die gersteckten Wege sind hautsächlich Preamp/FX->ADI8 und ADI8->FX. Man hört nicht ob ein sysmtrisches patchkabel(stereoklinke) oder unsymetrisches (Monoklinke) benutzt wird.
Man kann sogar für den linken Kanal ein sym. für den rechten ein unsym. verwenden. Bei den kurzen Strecken fällt das nicht auf.
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hi Freaks
Besten Dank für euren Einsatz.... aber gibts da auch was unter 360 bzw. 460 Euro?
Ich dachte da an so evt. 50 Euro oder so... ist das möglich?
gruss Justus_CH
ZitierenPost melden
Antwort#15
Der Phono-Preamp für 39 Euronen bei Thoman hat folgende Angaben:
Eingang 5 mV/47 Kilo-Ohm
Ausgang 450 mV/100 Kilo-Ohm (!)
Mit dieser Ausgangsimpedanz von 100 Kilo-Ohm wirst du beim direkten Anschluss an dein Studiomischpult sehr unglücklich.
Diese hochohmige Cinch-Heimtechnik kann man nicht einfach mal so mit einem Kabel-Adapter mit der Studiotechnik verbinden.
Die Eingangsimpedanz des Mikrofoneingangs beim Mischpult liegt bei ca. 2 Kilo-Ohm und dann sollte doch die Quelle, also der Ausgangswiderstand des Phono-Entzerrers um einiges darunter liegen! Aber 100 Kilo-Ohm? Neeee.
Wolfi
ZitierenPost melden
Antwort#16
Hallo Wolfi,
Daß der genannte Verstärker einen Ausgangswiderstand von 100 kOhm haben soll, kann ich mir selbst für ein Heimgerät nicht vorstellen. Die Heim-Hifi-Technik hat zwar keine genormten Ein- und Ausgangsimpedanzen, doch 100 kOhm scheint mir sehr ungewöhnlich. Die Angabe bezieht sich sicher auf einen Lastwiderstand von 100 kOhm. Dieser Wert ist bei Heimgeräten durchaus realistisch.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#17
Hallo Rainer,
wenn beim Phono-Preamp von Thomann der Ausgang mit 450 mV/100 Kilo-Ohm angegeben ist und damit realistischer, aber unüblich gemeint sein soll, dass der Lastwiderstand möglichst größer als 100 Kilo-Ohm sein soll, dann ist dieses für den 2 Kilo-Ohm Mikrofoneingang eines Studiomischpults trotzdem sehr "unschön". Das wirst du zugeben.
Ich wiederhole: Beim direkten Anschluss dieses Phono-Preamps an das Studiomischpult kann man trotzdem nicht glücklich werden. Diese hochohmige Cinch-Heimtechnik ist nicht einfach nur mit einem Kabel-Adapter mit der Studiotechnik zu verbinden.
Die Eingangsimpedanz des Mikrofoneingangs beim Mischpult liegt bei ca. 2 Kilo-Ohm und dann sollte doch die Quelle, also der Ausgangswiderstand des Phono-Preamps um einiges niedriger als 2 Kilo-Ohm sein. Und das liegt hier gewiss nicht vor. Und viele Bastler haben nicht die geringste Ahnung von Anpassung und so verbindet man blauäugig eben einen Plattenspieler mit oder auch ohne Entzerrer an den Mikrofoneingang eine Studiomischpults. Der Frequenzgang, der Pegel und etwas Brummen und Verzerrungen schlagen dann eben als Rache hörbar zurück. Also Hände weg von dem Heimtechnik-Phono-Entzerrer MONACOR SPR-6 zur Studioanwendung.
Wolfi
ZitierenPost melden
Antwort#18
Hallo
Ok, das mit dem Phono des Turntables ist nun mal geklärt, denke ich.
Da kam doch mal was vor von wegen das Brummen komme vom Wiederstandsunterschied.
Wenn ich nun meine Terratec DMX 6 Fire Soundkarte, die ja ziemlich gut sein soll, mit dem Behringer verbinde, habe ich auch ein leises Brummen, das aber doch stört, im Hintergrund... liegt das auch an diesem Übergangsunterschied?
Dann hätte ich so langsam das Gefühl, ich habe mir da ein komplett falsches Mischpult zugelegt....
Gruss
ZitierenPost melden
Antwort#19
Hallo Justus CH,
du hast so langsam das Gefühl, dass du dir da ein komplett falsches Mischpult zugelegt hast. So direkt würde ich das nicht sagen ...
Wenn Du nämlich dynamische Mikrofone mit 200 Ohm Quellwiderstand oder Kondensatormikrofone mit unter 100 Ohm Quellwiderstand an die 1 bis 2 Kilo-Ohm Mikrofonvorverstärker des Mischpults symmetrisch mit XLR-Steckern anschließt, dann ist das so vorgesehen und wird gut funktionieren. Auch wenn du hochpegelige Quellen, wie die Wiedergabe von Studio-Tonbandgeräten oder den analogen Ausgang eines Studio-DAT mit etwa 100 Ohm Innenwiderstand an den ca. 10 Kilo-Ohm Eingangswiderstand Line-Eingang des Mischpults symmetrisch mit XLR-Verbindungen anschließt, dann ist das so vorgesehen und alles ist in bester Ordnung.
Wenn Du aber Geräte verwendest, die nicht direkt an dem Mischpult vorgesehen sind, wie deine Terratec DMX 6 Fire Soundkarte mit einer 3,5 mmm Miniklinke (oder einem Opto-Kabel), einen Turntable Reloop RP-3000 mk 3 mit zwei Cinch-Steckern oder auch eine E-Gitarre mit 6,3 mm Klinke und die du irgendwie direkt mit dem Mischpult verbinden möchtest, dann ist dein obiges Gefühl richtig ...
Hier fehlt etwas Grundwissen und Verständnis für symmetrische und unsymmetrische Leitungsverbindungen und das richtige Anpassen von Innen- und Außen-Impedanzen und die minimal und maximal vorhandenen Modulationsspannungen. Vielleicht wäre ein SOS-Kursus hilfreich.
Heimtechnik und Tonstudiotechnik tun sich miteinander etwas schwer. Das heißt nicht etwa, daß das überhaupt nicht geht. Nur gewusst wie. Und gut gemacht ist das eben nicht sehr preisgünstig.
Wolfi
ZitierenPost melden
Antwort#20
Hallo Wolfi,
Warum eigentlich mit dem Phono-Preamp-Signal in den Mikrofonverstärker gehen. Mach es doch so: hinter dem Phonopreamp noch ein Impedanzwandler gebaut, der das Signal auf +6 dBu hochverstärkt und dazu noch mit Gegentaktausgang (kann man einfach mit 2 IC's realisieren) dann kann man das ganze Gebilde an einen Line-Eingang eines Mischpultes anschließen.
Grüße
Rainer
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.