Die nicht nur im Internet zu findende Aussage ist veraltet: "Als Mitarbeiter des Toningenieurs oder Tonmeisters beherrscht der "Tontechniker" die tontechnischen Geräte vom Mikrofon, den
Aufnahmegeräten bis zum Mischpult. Er stellt die für eine Produktion erforderliche Tontechnik zusammen und bedient die Geräte während der Produktion, muss seinen Kopf dafür herhalten,
wenn es technische Beanstandungen gibt und dafür Sorge tragen, dass alles reibungslos abläuft."
Die ehemalige bekannte Institution öffentlichen Rechts, die Schule für Rundfunktechnik srt in Nürnberg bildet schon seit 1994 keine "Tontechniker" mehr für den ARD Rundfunk und
das Fernsehen aus. Warum ist das so?
Im Zuge der Digitalisierung sind neue Medienberufe mit neumodischen Namen entstanden, wie "Mediengestalter/in".
Darüber sollte jeder, der "Tontechniker/in" werden möchte einmal nachdenken. Natürlich haben diese Lücke private Schulen geschlossen und man kann für Geld immer noch "Tontechniker"
lernen. Das schadet ja nichts.
Suche doch mal beim Rundfunk und im Fernsehen die letzten "Tontechniker".
Doch, das trifft es eigentlich recht gut, nur um sein Pult kümmert sich der TI selbst. Dann gibt es auch noch Unterschiede zwischen Hörfunk und Fernsehen.
Den Kopf hält erstmal der Technische Leiter (Ü-Wagen-Leiter, Studioleiter, Prod.-Ing. oder wie auch immer er bei der Produktion genannt wird) hin. Wenn ein Tontechniker Mist gebaut hat kriegt der dann vom TL was auf die Hörner ;-)
Weil die Ausbildung 1994 zugunsten des "Kölner Modells" eingestellt wurde.
Von 1994-1996 wurden Film- und Videolaboranten ausgebildet, aus diesem Berufsbild ging dann 1996 der Mediengestalter Bild und Ton hervor.
Beim Kölner Modell starteten 15 Sender und Produktionsfirmen, darunter allen voran der WDR und RTL, diese Ausbildung.
An der SRT wurde bis dahin nur Eigenbedarf der Öffies ausgebildet, bei den Privatsendern und Produktionsfirmen gab es überwiegend Quereinsteiger und Angelernte. Einen Ausbildungsberuf gab es nicht.
Diesen Zustand hat man geändert. Die privatwirschaftlichen Firmen bekamen qualifizierters Personal, was auch den Öffies zugute kommt, wenn sie Dienstleister buchen.
Das hat nichts mit Digitalisierung zu tun, sondern mit Qualifikation.
Nur hat man keinen anerkannten Abschluß.
Um die Ecke schau....
Huch da sitzt einer. Wo kommt der denn her? Ich dachte, die gibt es nicht mehr.
Wie ich schon schrieb: wir haben hier 7 feste und ca. 10 freie Tontechniker.