Probleme mit Kondensatormikros

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
wir haben Probleme mit Kondensatormikrophonen. Und zwar benutzen wir für Liveauftritte unter anderem 2 AKG C535EB Mikrophone. Jetzt haben wir das Problem, daß die Dinger bei richtigem Pegel stark zerren, also wohl kaputt sind. Dabei sind sie gerade ein halbes Jahr alt. Ich habe mich informiert und gelesen, daß man Kondensatormikrophone immer erst einstecken soll, und dann die Phantomspeisung einschalten soll. Sind die Mikrophone wirklich so empfindlich, oder kann es auch an der Phantomspeisung selbst liegen? Ich hoffe, dass sich jemand mit der Problematik auskennt, da ich nicht noch öfters solch teuren Mikros abschiessen will.
Danke und Grüße,
Philipp
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Phil,
Die Gesangsmikrofone AKG C535EB haben eine schaltbare Pegeldämpfung von 14 dB, ich denke die ist eingeschaltet. Der angegebene Grenzschalldruckpegel von 137 dB-SPL bei 1 % Klirrfaktor kann damit auf 151 dB-SPL erhöht werden. Das müsste für jeden "richtigen" Pegel (wie du schreibst) ausreichen. Die Verzerrungsprobleme liegen eher am Mikrofonverstärker des Mischpults. Aus dem Mikrofon selber kommen bei Beschallung mit dem Grenzschalldruckpegel (was mir bei Gesang unvorstellbar ist) über 4 Volt raus, wenn die Dämpfung nicht eingeschaltet ist.
Mich wundert es, das andere Mikrofone nicht zerren sollten.
Diese Mikrofone kosten pro Stück etwa 210 Euro und zählen zum Budget-Preis.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



http://www.sengpielaudio.com
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hallo Philipp,
Prüfe mal, ob die Spannung der Phantomspeisung stimmt. Vielleicht ist die vom Mischpult gelieferte Spannung einfach nur zu gering. Und prüfe auch mal, ob die Spannung gleichmäßig an beiden Adern anliegt.
An- und abstecken unter eingeschalteter Phantomspannung darf dem Mikrofon keinen Schaden zufügen.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#4
Danke erstmal für die Statements. Da wir keine Händler sind, kosten uns die Mikros 275 euro, aber egal. Mit richtigem Pegel meinte ich den Gainpegel am Mischpult. Ok, ich muß es noch genauer ausprobieren und mal Dynamische Mikros an denselben Kanälen anschließen, und auch das 2. vermeintlich kaputte Mikro muß ich nochmals ausprobieren. Auffällig war nur, dass das eine Mikro beim Testen der PA im Keller anfing zu "atmen", es hat plötzlich Geräusche von sich gegeben, wie wenn es im Wind stehen würde, und plötzlich war der Sound schlecht, obwohl ich nichts gemacht hatte und vorher der Sound super war. An der PA liegts aber nicht.
Noch ne Frage dazu: Uns hat es ab und an mal die Sicherungen beim Liveauftritt rausgehauen. Kann das den Mikros schlechtbekommen?
Danke und Gruß,
Philipp
ZitierenPost melden
Antwort#6
Hallo!
"Rausgehauene" Sicherungen führen zu plötzlichem Spannungsabfall, welcher an Transformatoren hohe Induktionsspannungen auslöst. Dieses wiederum kann sich insbesondere bei wenig stabilisierten Spannungsversorgungen auf nachfolgenden Bauteile auswirken. Je nach Art des Netzteils für die Phantomspannung kann es also sein, dass Spannungsspitzen zum Mikrofonvorverstärker durchkommen. Aber bitte richtig verstehen: Kann sein, muss aber nicht.
Also bleibt Dir nichts anderes übrig, als eine saubere Fehlereingrenzung durchzuführen. Funktioniert oder funktioniert nicht, dass ist hier die Frage.
Beste Grüße
Wolfgang
ZitierenPost melden
Antwort#7
Ey dass hat ich doch tatsächlich auch mal im proberaum gehabt und schuld waren tatsächlich die kabel, wenn ich das kabel nur einen mikrometer in schwingung versetzt hab gabs direkt "atmende" geräusche von sich. vieleicht iss es ein mix aus beiden fehlerquellen:
kabel defekt, dadurch keine korrekte speisung
dadurch auch erdung/schirm unsauber
ich kenn die mikros nicht, haben die ´n batteriefach ? wenn ja, versuchs mal damit...

gruuhs
dB
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.