Guten Morgen Forum, gibt es neben dem Mastern eines Songs auch noch das Mastern einer CD, oder ist damit das gleiche gemeint - soll meinen, ob es eine bestimmte Art und Weise gibt, wie eine CD gebrannt werden muß damit ein Presswerk damit gleich was anfangen kann? Ich habe da solche Begriffe wie "Locatoren" und "Pausen" gehört. Nun habe ich schon von einem Red Book oder Yellow Book gehört, aber eben nix konkretes. Kann mir da jemand weiterhelfen? Am Besten leicht verständlich... Grüße aus München Daniel
Hallo Daniel, die heutigen Audio-Editorprogramme wie z.B. WaveLab, Sound-Forge, Samplitude etc. haben einen Red-Bookkompatiblen PQ-Editor mit dem es möglich ist, die Tracks so zu arrangieren, daß sie nachher auch gebrannt werden können. Man kann dabei eigentlich nichts falsch machen, denn bei einem Fehler der gegen die Red-Book-Spezifikationen verstößt geben diese Programme entweder sofort oder beim Start des Brennens eine Fehlermeldung. Wichtig ist, daß man die PQ-Marken so setzt, daß zwischen Marke und Musikbeginn eines Tracks eine Zeit von ca. 100...200 msec verbleibt, damit beim direkten Anspringen des Tracks auf dem CD-Player der Titel auch sauber startet und nicht der Anfang abgeschnitten erscheint, denn der CD-Player braucht ja einen kurzen Moment bis er den Track gefunden hat. Mit den Subindex-Marken ist es ebenso. Am Anfang der CD sollte man den Count-Down zwischen Index 0 und Track 1 in der Regel 3 Sekunden lang machen und nachher beliebig. Es müssen weder Digital-Null-Pausen zwischen den Tracks sein, noch muß der Index 0 vor jedem Track vorhanden sein. Die Endmarke "AA" der CD setzt man auch einige Millisekunden nach Ende des letzten Tracks damit das Ende nicht abgeschnitten erscheint. Kompfortable Programme wie z.B. SADIE haben die Möglichkeit des vorherigen Checks, wo man die Anfänge und Enden der Tracks ablaufen lassen kann und somit hören kann ob eine PQ-Marke richtig sitzt bzw. ob Titel beim Anspielen und am Ende nicht abgeschnitten sind. MfG Rainer
Hi Rainer, danke erstmal. Daß heißt, daß ich da eigendlich garnicht soviel falsch machen kann. Was ist aber ein Index 0? Ich nehme an, daß da die CD Informationen gespeichert sind. Gruß Daniel
Hallo Daniel, Zum Index Null: Jeder Track hat ja eine Nummer und jede CD beginnt mit Track Nummer "1" . Innerhalb der Tracks sind sog. "Subindizes" möglich - max. 99 -, die auch wiederum mit "1" beginnen. Am Ende jedes Tracks ist der Index aber nicht eine Zahl zwischen 1 und 99, sondern "0"! und zwischen diesem Index 0 und dem nächsten Track kann man entweder eine Pause lassen (während der Pause zählt der Tracklängenzähler auf dem CD-Player rückwärts) oder man kann den Index 0 mit der folgenden Tracknummer gleichsetzen. In diesem Fall entsteht kein Rückwärtszählen der Trackzeit. Einige CD-Player schalten stumm, wenn zwischen Index 0 des vorangehenden Tracks und dem Index 1 des folgenden Tracks eine Pause - ein sog. "Pregap" gesezt wurde. Daher ist es ratsam bei zusammenhängenden Musikwerken den Index 0 mit dem Index 1 des folgenden Tracks zusammen zu legen, dann tritt diese Stummpause nicht auf. Übrigens beginnt jeder Track mit dem Subindex "1", unabhängig davon ob innerhalb eines Tracks noch weitere Subindizes gesetzt werden oder nicht. Die "CD-Information" (mir ist nicht ganz klar was Du damit konkret meinst) ist im "TOC" (Table of Contents - also das Inhaltsverzeichnis der CD) abgelegt. Darin stehen alle Tracks und ihre Laufzeiten. Der TOC befindet sich am Anfang der CD und wird vom CD-Player als erstes eingelesen. CD's bei denen der TOC unlesbar beschädigt ist (Alu-Schicht beschädigt) sind nicht mehr abspielbar. Grüße Rainer