Stereo Monitormix für Inear

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Wir sind am überlegen, ob wir die Sänger unserer kleinen Rockcoverband mit Inear-Monitoring versorgen.
Jetzt meine Frage:
Beim Inear-Monitoring will jeder einen Stereosound auf den Ohrstöpseln haben. Wie mach ich das aber, wenn jedes normale Mischpult mono AUX-Wege hat?
Jeder will seinen Gesang mittig und die anderen Stimmen im Stereoklangbild. Und natürlich muß die eigene Stimme lauter sein.
Ach ja: Kohle für einen richtigen Monitormixer haben wir natürlich nicht, oder gibt's da auch was erschwingliches. (Ich weiß: den Namen der Firma, die mir jetzt vorschwebt darf ich hier nicht nennen :-)
Wenn ich anfange zwei AUX-Wege als einen Stereokanal zusammenzufassen bin ich mit den AUX-Wegen schnell am Ende, außerdem ist das paning denke ich nicht so einfach.
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Antwort#2
Vergiß so einen Käse einfach!
Stereo InEar bei Rockcovermusik brauchts nun wirklich nicht und wenn ich dich richtig verstanden habe ohne Monitorpult (?) , dann erst recht nicht.
Sag dem Sänger das es Stereo is und er wird es dir glauben :-)

Grüße
Leitwolfi
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Antwort#3
Wie Du das machst?
Na mit 2 Aux-Wegen pro Musiker!
Sind dann bei 6 Musikern "nur" 12 Wege.
Ich denke nicht, daß sich dieser Aufwand lohnt.
Gruß, Thomas
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Antwort#4
Zum Glück gibt's im inet auch noch Leute die sich auskennen (siehe Link)!
Klar braucht man auf dem InEar Stereosound. Auch bei Rockcover. Wie willst du denn sonst deine Stimme von der eines anderen unterscheiden?
Und "sag dem Sänger einfach es sei stereo, er wird's dir glauben"!
Sag mal, mit was für Leuten arbeitest du denn?
Nur weil eine Band kein Geld für ein Monitorpult hat sind das doch keine Deppen, denn man so einen Schwachsinn erzählen kann.
Sowas hätte ich mir vorgestellt:
Man nehme für jeden InEar-User einen kleinen Kopfhörer-Mixer (für so 95 Euronen) und gebe ihm einen oder meherere Stereomix der Band (vorzugsweise ausgewählte Subgruppen z.B. Stereomix Instrumente und Stereomix Gesang). Zusätzlich sein eigenes Mikro (z.B. Direct-Out oder einzelnen Mono-AUX-Weg). Jetzt kann sich jeder InEar-User seinen eigenen Mix zusammenstellen. OHNE Monitorpult und OHNE 12 AUX-Wege.
In Zukunft werde ich mich mit solchen Fragen wohl besser an ein anderes Forum wenden!


The Art of Monitoring
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Antwort#5
Sorry, dass Du hier nicht die Hilfe bekommen hast, die Du Dir erhofft hast.
Da Du allerdings eigentlich nur Bestätigung für Dein Bastel-Konzept [nix gegen selbstgefundene und -gebaute Problemlösungen] gesucht hast, ist das nicht allzu verwunderlich.
Ob das Tour/Road-Tauglich ist, vor allem im day2day-Einsatz, wird sich erst herausstellen, obgleich ich des unübersichtlichen Bedienungskonzeptes dies eher bezweifle.
Aber vielleicht erhalten wir ja dennoch einen Erfahrungsbericht.
Herzlichen Gruß
Georg
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Antwort#6
Hallo Thomas,
warum gleich so ein Ausbruch? Ich bin mir sicher, die Kollegen wollten dich weder aufziehen noch ver*rschen. Es ist nun mal ein Fakt, daß die Versorgung mit Stereo-Monitormixen das aufwendigste in Sachen Monitoring ist. Es ist weiterhin ein Fakt, daß sehr viele Musiker durchaus und sehr gut mit Mono-InEaring zurechtkommen. Das kann bestimmt nicht nur ich bestätigen.
Zu der Geschichte mit der Versorgung über verschiedene Stereomixe kann ich sagen:
Erstens ist das wie du schon erwähnt hast wirklich ein Heidenaufwand, man muß diverse Stereomixe für alle Empfänger splitten und jeder braucht sein "eigenes" kleines Monitorpult.
Zweitens wollen warscheinlich nicht alle Musiker sich mit den technischen Dingen befassen, oder wissen alle euere Sänger über Aussteuerung etc. bescheid?
Drittens holst du dir natürlich eine Menge empfindliches Equipment zusätzlich ins Haus, wenn du nur auf Lo-Budget Basis einkaufen kannst (das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung). Wenn ihr oft spielt, dann sollte das alles auch eingecased sein, damits den Transport überlebt, ihr braucht nen ganzen Sack voll Subsnakes, die Splitter etc.
Und viertens ist das mit den Stereomixen auf Subgruppen so eine Sache, denn zumindest wenn die Subgruppe danach über die PA laufen soll, dann kann sie gar nicht soo schrecklich Stereo sein, bei einem Konzert stehen die Besucher nun mal nicht alle im Sweet Spot. Ob geringe Auffächrung den Sängern reicht ist dann die Frage.
Wenn man sich das alles so zusammenrechnet, kann ich durchaus verstehen, warum die Kollegen dir Sachen von wegen "verkaufs ihm einfach als Stereo" erzählen. Das ist natürlich nicht der optimale Weg, Einsicht seitens des Sängers (oder aber die Finanzierung des Vorhabens aus seiner Tasche) wären besser.
Die von dir verlinkte Website hab ich mir auch mal angesehen, das ist alles natürlich sehr plausibel, aber es ist erstmal ohne jede Rücksicht auf den Aufwand für den armen Musiker beschrieben.
Janko
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Antwort#7
Gegen konstruktive Kritik an diesem "Bastel-Konzept" habe ich nichts einzuwenden!
Ich sehe es nur als preisgüstige Alternative zu Systemen wie z.B. "The Psychologist" von Intelix. Hier kann auch jeder seinen eigenen InEar-Mix erstellen, allerdings remote (!).
Außerdem ist es nur EINE mögliche Lösung, die ich beim Stöbern im inet gefunden habe. Es gibt mit Sicherheit noch bessere Ansätze.
Auf jeden Fall gibt's noch mehr Bands die vor diesem Problem stehen (wenig Kohle, aber trotzdem besseren Monitorsound haben wollen), von selbstgemacht kann hier also nicht die Rede sein.
Zu meiner Forum-Kritik:
Ich denke ich war nur ein wenig sauer über die *kompetenten* Ratschläge die ich da bekommen habe, sollte nicht gegen das Forum selbst gehen.


The Psychologist
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Antwort#8
Wer wird hier denn gleich so reagieren?
Entschuldige daß ich unter der Arbeit nicht gleich seitenweise eine Anwort formuliere und diese daher etwas kurz ausfällt.
**Klar braucht man auf dem InEar Stereosound. Auch bei Rockcover.**
Diese Feststellung finde ich schon etwas überheblich!
Ich kenne ziemlich viele Coverbands und KEINE arbeitet stereo!
Klar ist Stereo besser für die Ortung der einzelnen Instrumente, aber du wirst es nicht glauben: Die hören sich trotzdem alle!
Gruß, Thomas
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Antwort#9
Es geht nicht um die Ortung der Instrumente, sondern Unterscheidung der fünf Sänger.
Besser gesagt darum aus den fünf Stimmen die eigene herauszuhören.
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Antwort#10
Ja sicher ist das nicht einfach bei mehrstimmigen Gesängen.
Ich kann mich aber doch entweder durch eine räumliche Plazierung besser heraushören oder aber auch durch eine etwas höhere Lautstärke im Vergleich zu den Mitmusikern. Die Geschichte mit den Submixen ist schon klar, aber ich denke auch dass diese Lösung ziemlich viele Fehlerquellen birgt.
Wieso nimmst du nicht ein Yamaha-Pult mit 10 Auxen? Es wird doch nicht jeder Musiker einen St.-Mix benötigen. Über die Master kann doch auch noch einer Bedient werden.
Gruß, Thomas
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Antwort#11
Du hast schon recht, das ist eine ziemliche Verkabelungsaktion und das mit der Mixing-Kompetenz der Sänger ist auch ein Problem.
Ich kann allerdings aus eigener Erfahrung sagen, daß mehrstimmiger Gesang mit Mono-InEar nicht so einfach ist. Bei nur einem Sänger kann ich mir das durchaus vorstellen.
Wenigstens einen Punkt kann ich entkräften:
Die Gesangs-Subgruppen kann man schon sehr "stereo" einstellen, man darf halt die Subgruppe selbst dann nicht so "stereo" auf den Mainmix geben.
Thomas
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Antwort#12
Die minimale Lösung wäre: EIN Stereomix mit allen Stimmen und Instrumenten für alle Sänger und halt zusätzlich das jeweilige Mikro des Sängers mono und mittig im Stereobild.
Sowas wäre mit jedem durchschnittlichen Mixer (und den beschriebenen Kopfhörermixern zu machen) zu machen.
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Antwort#13
Oh ja,
in punkto Subgruppen hast du recht. Aber nicht alle Pulte haben da noch mal Pan Pots.
Janko
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Antwort#14
Bei der Lösung mußt du nur austesten, ob es nicht doch eine kleine Verschiebung der jeweiligen Stimme zu einer Seite gibt, schließlich ist sie im "Gesamtmix" ja auch nicht mittig. Und ich glaube es kann schon irritieren, wenn die Stimme dann eben doch nicht ganz mittig ist.
Janko
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Antwort#15
ES wäre mal interessant zu wissen, wieviele Sänger du nun stereo versorgen willst, welches Material du bereits zur Verfügung hast und wieviel Kohle ihr für IEM bereit seid auszugeben. Machbar is alles, aber der finanzielle Aufwand steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen (sagte bereits ein Kollege).
Ich denke mir du bist Band-Techniker und nicht Techniker vom Verleiher, der Verleiher würde mit der Kalkulations-Keule über deinem Kopf hin- und herwedeln.

Von IEM Mixen aus dem FOH Pult rate ich ab, kommt aber darauf an wie gut die Band ihre Instrumenten-Pegel und Sounds unter Kontrolle hat
Ein separater Monitormixer ist bei IEM auf alle Fälle zu empfehlen.
Auch sollten die Musiker an diesem Mixer ihren Sound selbst einstellen. Ich unterstelle mal das im Rockcover kein Monitormann die Wünsche des Musikers so schnell umsetzen kann, das der Musiker zufrieden ist. Geht dieser selber kurz zum Pult ist die sache in 5 Sekunden erledigt
Ich würde Stereo-IEM genau wie Mono-IEM nur über Auxe und Monitormixer generieren.Speziallösungen (Monitoring über Subgruppen...)sollten nur dann gemacht werden, wenn das Material ausschließlich für diese Band und mit den gleichen Techs unterwegs ist. Sonst ist Verwirrung und langwierige stöpselei angesagt.
Falls doch stereo:
Ein Panning der Instrumente auf dem IEM sollte aber auf alle Fälle unabhängig vom PA panning sein, denn sonst bringt die ganze Aktion nur dann was wenn der FOH-Mann auch stereo-Freund ist.
Grüße Leitwolfi
PS Ich gebe es zu, ich bin Verleiher und bin der Meinung das die ein oder andere Gesangs/Stimmbildungs/Unterrichtsstunde für Musiker mehr bringt als den Jungs immer mehr Technik auf die Bühne zu stellen. Um mit den Worten von älteren Besuchern auf unseren Veranstaltungen zu sprechen:
" Also der Schorsch (Georg anm. d. Autors) der hat a früher auf der Bühne g´spielt und der hot den ganzen Scheiß aus euerm LKW nett gebraucht!"
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Antwort#16
Stimmt ich sehe die Sache aus Band-Sicht.
Wenn man immer mit demselben PA-Verleih unterwegs ist kann man sich wunderbar absprechen was man will und braucht. Allerdings gibt's öfter Gigs wo die PA gestellt wird. Nur ist dann in der Regel kein InEar-Monitoring vorgesehen. Man könnte zwar vorschreiben was man haben will, aber meistens gibts dann halt doch Probleme, weil irgendwas nicht passt oder zu teuer wäre.
Die Idee ist also eine eigene InEar-Monitor-Anlage zusammenzubauen.
Also ein Rack, das man zum Gig mitnimmt, dadrin steckt ein Monitormixer und die InEar-Basisstationen für alle Sänger und auch gleich die Empfänger für die Funkmikros.
InEar und Funkmikro besorgt sich der jeweilige Sänger sowieso selbst (falls nicht schon vorhanden), ist heutzutage auch alles nicht mehr so teuer.
Bliebe noch das Monitormischpult und was so dazu gehört. Dafür muß die Bandkasse bluten. Alles was ich dazu finden kann ist einfach nur teuer (>4000 Euronen). Hey, für das Geld kriegen wir ja schon nen Band-Bus :-). Meine Frage sollte beinhalten wie man hier mit kleinem Budget und eventuell schon vorhandenen Teilen (z.B. einem normalen Mischpult) ein solches Monitormischpult ersetzen kann.
Mit solch einem Rack wäre man flexibel und unabhängig, was PA/FOH angeht. Alles was man vom FOH braucht wäre(n) ein oder mehrere Instrumental-Stereomix(e) für alle InEar-User zusammen und natürlich die "normalen Monitore" für alle nicht InEar-User. Der FOH nimmt die Gesangsmikros einzeln am Monitorrack (Direct Out) ab.
Die ganze Idee ist noch längst nicht ausgegoren. Was ist z.B. mit Sängern die auch noch ein Instrument spielen...
Und ich weiß auch nicht ob sich das alles rechnet (sowohl kohle-, als auch aufwandsmäßig). Vielleicht ist es am Ende doch günstiger gleich ein richtiges Monitormischpult zu kaufen (ohjee, meine Jungs nageln mich an die Wand...) oder wir bleiben beim normalen Monitoring und kaufen stattdessen den Bus :-)
Wollte einfach mal hören wie andere sowas machen (würden).
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Antwort#17
Wir haben im Prinzip so ein System wie du es möchtest für jede Band die öfter als 25mal im Jahr spielt:
z.B.
Yamaha 01V als Monimixer, geil weil bei Vorbands einfach ein weiteres Preset angelegt wird und viel EQ-möglichkeiten in allen Auxen , schlecht weil Musiker erst an einem Lehrgang teilnehmen müssen um durchzublicken!
1 Sennheiser IEM
1 Shure IEM
1 Samson Headphone AMP fürn Drummer, sprich Kabel IEM
1 EQ 31Band
1 Digam 4002 4 Kanalstufe, 3 Moniwege einmal Shaker fürn Drumer
Insgesamt fahren wir 6 Wege über den 01V, IEM mono
Das alls ist in einem U-Rack (hinten-oben-vorne offen)eingebaut, hinten ist ein Patchfeld mit passivsplit(steinigt mich!) mit 32 Kanälen und 2 64poligen Hartings, welches gleich als Stagebox fungiert. Das ist kompakt, muß aber wegen der Pult-Kanalzahl sehr genau abgestimmt sein, vorallem da bei IEM doch aufeinmal z.B. die Gitarren auf den Hörern gewünscht werden, was mit Wedges vorher nie der Fall war.
Ein anderes Rack, ähnlich aufgebaut ist mit einam A&H Wizzard 16:2 ausgerüstet. Das ist ein Mischer der für dich vielleicht am ehesten in Betracht kommt 6 Auxe und 16mono Inputs reichen meistens aus. Mehr Kanäle auf 19Zoll kenne ich nicht, Preis bei Ebay neu 1000Eus.
Wenns wirklich Stereo IEM und 19 Zoll sein soll dann Crest XR Monitor, allerdings greift dann wieder die Sache mit dem Bandbus...
Ein anderes Problem:
Wenn ihr öfter auf Fremdanlagen spielt, mußt du mit dem Rack auf die Verleiher-Verteiler kommen, was durch nicht einheitliche Systeme sich als relativ problematisch erweisen kann. Bleibt dann nur die XLR-patcherei.

Grüße Leitwolfi
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