Alesis Quadraverb

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
wir spielen immer noch!!?? mit dem Alesis Quadraverb.
Da jedoch die Einstellungen (z.Bsp.: beim Reverb) von 0 bis 100 gehen, weis ich nie genau, wie lang der Hall, das Echo, Predelay usw.. ist.
Gibt es (und wo?)dafür eine Vergleichstabelle ?
Danke für eure Hilfe
Achim
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Antwort#2
Hallo Achim,
es wird keine Nachhallzeit-Vergleichstabelle für dein Alesis Quadraverb geben.
Auch wenn die Merkzahlen von 0 bis 100 gehen, verändern doch weitere Parameter, wie die Predelay-Einstellung die Empfindung für die Nachhallzeitlänge.
Es stellt doch keiner nach Tabelle eine Nachhallzeit für ein Streichquartett auf 2,2 Sekunden, bei Oper auf 1,6 Sekunden oder bei Bach-Orgel auf 3,1 Sekunden. So etwas steht unsinnigerweise in Büchern als optimale Nachhallzeit.
Du musst nicht glauben, dass die Angabe der Nachhallzeiten einer BX-20 Hallspirale, einer EMT-Nachhallplatte 240 oder eines Lexicom 224 hörmäßig übeinstimmen.
Die eingestellte Nachhall-Länge, die gehörmäßig stimmt, ist die richtige - egal ob da die Zahl 57 oder 1,9 Sekunden dransteht.
Gruß
Maya
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Antwort#3
Hallo Maya,
danke für Deine Antwort. Mir ist schon klar, daß man die Hallzeit nicht auf Sekunden bzw. Predelay einfach auf ms einstellen muß um einen guten Hallsound zu erhalten (funktioniert seit ca. 16 Jahren mit dem Gehör einzustellen ganz gut). Für mich wäre es nur interessant gewesen, meine Hall und Echo Zeiten einfach, wie du bereits geschrieben hast, mit Büchern zu vergleichen.
Es interessiert mich, was aus diesem Vergleich rauskommt. Mit meinen div. Hallprogrammen bin ich zufrieden und ich teste auch immer wieder mal neue Einstellungen.
Danke und Gruß
Achim
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Antwort#4
Hallo Achim,
besonders Forschungen von Griesinger haben gezeigt, dass Hallprogramme, die sich mit dem implementieren der echten Akustik von berühmten Sälen (Musikvereinssaal Wien) befassen - z.B. Sony 777 oder Quantek eben beim Abmischen von Stereoaufnahmen klanglich nicht den Erfolg haben, den die Werbung mit dem "natürlichen" Raumklang suggeriert. Besonders der "warme" Klang in echten Steinkirchen mit einer längeren Nachhallzeit bei tiefen Frequenzen, der am Orte beim Chorgesang wunderbar ist, ist bei der Hinzumischung für eine Stereoaufnahme wirklich unbrauchbar! Sicher muss so etwas in den digitalen Hallprogrammen einstellbar sein, weil viele Ahnungslose fälschlicherweise glauben, dass wir nur möglichst natürlichen Hall in unsen Aufnahmen brauchen. Jedenfalls brauchen wir keine längeren Nachhallzeiten bei tiefen Frequenzen. Auch sollte auf eine hohe Einstellung des Pre-Delays geachtet werden, das so groß wie möglich sein soll, ohne ein deutliches Nachschwappen im Hall zu zeigen - kleinstens 30 ms. Man kann je nach Musikart mit der Predelay-Zeit (Shape und Spread) oft noch höher gehen, als allgemein angenommen wird. Dann bleibt das Direktsignal scharf und klar und der spätere Hall klingt wunderbar und vermatscht nicht die Aufnahme. Damit wird auch dem Klangwunsch vieler Künstler entsprochen: Intim, nah und deutlich, aber mit viel warmen Raumklang.
Maya
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