Probleme RME / Alesis HD 24

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute,
habe am WE einen Livemitschnitt einer Aufführung (Chor mit Synphonieorchester ) gemacht.
Die Signalübertragung lief mit 11 Kanälen über ein Multicore und 8 Kanäle als ADAT Signal über LWL (25m lang) von einem vorhanden RME DA Wandler zu der Alesis HD 24 mit der ich aufgenommen habe. Die Alesis habe ich so eingestellt, dass das Clock-Signal über den Optischen Eingang (also von dem RME) empfangen werden sollte. Mit dieser Einstellung hatte ich dann alle 3-4 Sekunden ein lautes Knacken auf allen 19 Kanälen der HD 24.
Wenn ich an der HD 24 die Clock - Quelle auf intern umgestellt habe, knackten nur die 8 Kanäle, die über LWL ankamen, jedoch nicht alle gleichzeitig, nicht regelmäßig und nicht so laut, wie bei der Einstellung ext. Clock. Hoffe, es ist einigermaßen verständlich beschrieben.
Kann mir vielleicht jemand mal sagen, was ich da falsch gemacht habe ?
Danke
Johann
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Antwort#2
ADAT ist glaub nur bis ca. 5 Meter "zugelassen". Da könnte dein Problem liegen.
Viele Grüße,
tobi
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Antwort#3
..."ADAT ist glaub nur bis ca. 5 Meter "zugelassen". Da könnte dein Problem liegen."...
ziemlich sicher sogar. Als die Clock beim Alesis auf ext. gestellt war hatte er "alle 3-4 Sekunden" keinen Sync und lieferte so das Knacksen auf allen Kanälen.
Als die Clock auf intern gestellt war konnte sich der Alesis nicht auf die digitalen Signale vom RME-Wandler syncen und lieferte damit die Knackser nur auf dessen Kanäle.
Wie Johann schon sagte ist ADAT optical bis max. 5m "zugelassen" besser noch weniger. Es gibt zwar immer wieder mal Anwender die von 20m berichten aber das sind wohl eher die Ausnahmen.
Tom
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Antwort#4
10m sollten mit Qualitätskabel möglich sein, aber alles darüber ist faktisch nicht möglich bzw sinnvoll. (ich habe einmal eine Spezialanwendung gebaut über 15m, dort haben wir dann echte Glasfasern verwendet die aufwändig poliert wurden...das war aber noch zu einer Zeit als MADI nicht leistbar war).
Mehrkanalig über weite Strecken am besten via MADI oder via eines der modernen Gemultiplext-via-CAT5-Schick Systeme a la Aviom oder Ethersound.


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#6
... interessant wozu man den DICE- Chipsatz alles verwenden kann ... ;-)
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Antwort#7
So neu ist die Idee auch nicht: Seit IEEE 1394b ist zumindest die Möglichkeit gegeben, bis zu 100 m über optische Kabel zu verbinden - nur daß kein Hersteller dies mit seinen Geräten unterstützt.
Siehe unter:


http://www.heise.de/ct/03/10/166/
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Antwort#8
Was ist daran Besonderes?
Lass uns arme Unwissende auch mal an deiner Weisheit teilhaben :-)
LG
Gerhard
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Antwort#9
Naja, nix wirklich besonderes, aber Dein Link führt zu einem durchaus interessanten Gerät, dessen Hersteller ich bis dato nicht kannte.
Für eine Insellösung kann sowas schon sehr interessant sein (offensichtlich auch zu dem Preis), wenn es zur "professionellen" Außenwelt kompatibel sein soll würde ich aber schon eher MADI einsetzen.
Naja, offensichtlich wird darin eben der DICE- Chipsatz verwendet (von dem ich anfangs gerne mal ein Muster zum rumspielen haben wollte, aber nie wirklich Zeit dazu hatte).
Der DICE- Chipsatz ist ein "all in one chip" Firewire System (FPGA), mit "fertig" nach außen geführten Standardsignalen (I2S, ...). Es soll wohl sehr einfache Firewire-Audio-Applikationen ermöglichen und Leuten Zugang zu dieser Technologie bieten, die entweder mit Hardwareprogrammierung auf Kriegsfuß stehen oder eben keine größeren Anstrengungen in eine "eigene" Lösung stecken wollen.
Recht neu auf dem Markt ist jedoch die optische Firewire- Auslegung für Audioübertragung anzuwenden, und wenn ich es korrekt verstanden habe kann das besprochene System eben auch von Gerät zu Gerät kommunizieren.

Swen
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Antwort#10
Das Konzept scheint tatsächlich sehr interessant zu sein. Wenn man die 16 Ananlogkanäle durch 2 x Adat ersetzt wirds dann sehr interessant. Z.B. 3 x Audient ASP008 mit der Adat Option auf die Bühne und dann statt einem dicken Multicore nur eine relativ billige Glasfaser bis zu 500m (keine Potentialprobleme, keine Einstreuungen....) Und hast du schon einmal ein Multicore benutzt das nicht zu kurz ist?
Ich bleib da mal am Ball
LG und ein schönes Wochenede
Gerhard
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Antwort#11
Das ist vom Kabelaufwand her nichts anderes als MADI. Und auch der Kostenaufwand dürfte zumindest vorerst in derselben Region sein, oder?
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Antwort#12
Hallo Peter,
ich bin mir da nicht so sicher. Allerdings bin ich auch kein Madi Spezialist. Du hast wahrscheinlich recht, wenn du für die Aufnahme einen Rechner hernimmst. Madi Interface rein und fertig.
Wenn du aber so wie ich ein digitales Pult (mit 3x Adat und 3 x Tdif) hast und auch einen Multitracker (Mackie SDR24/96 mit 3 x Adat) dann wirds mit Madi etwas komplizierter.
Aber ich werde mich mal jetzt anlässlich der Musikmesse in Sachen Madi informieren.
Rein gefühlsmässig liege ich mit der angesprochenen IOne Lösung preislich deutlich günstiger als Madi.
Madi mag auch ein de facto Standard sein, das ist für mich allerdings nicht relevant.
LG und ein schönes Wochenende
Gerhard
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Antwort#13
Ja, das mit den Glasfaserstrecken hat schon was. Seit der letzten Saison nutze ich eigentlich sehr gerne "Glas". Das bestehende System macht so 2000m über "normale" 50/125 Singlemode Faser. Bei größerer Länge ist bei den aktuellen Kupferpreisen fast schon eine Ersparnis drin, ganz davon zu schweigen das man viele Signale erst gar nicht über solche Kupferlängen schicken kann. Mit anderen Transceivern und Singlemode- Fasern können durchaus über 20km Segmentlänge(!) drin sein.
Vielleicht sieht man ja auf der ProLight&Sound was interessantes in der Richtung!
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Antwort#14
Das größte Problem bei den ganzen "selbstgebauten" Lösungen ist, dass Du von Deiner Aufnahmeposition keinen Zugriff auf Gain (und andere Einstellungen) des Micpres hast.... Und da kein derzeitiger Micpre über eine vernünftige Aussteuerungsanzeige, mit der man wirklich arbeiten kann, wird so das Pegeln auf der Bühne ohne Assistenten oder Leistungssportabzeichen im Dauerlauf zu einer eher mühsamen Aufgabe. Oder man Rät im vorhinein welche Pegel man braucht (das Funktioniert mit einiger Erfahrung recht gut), allerdings hat man eben auch hier keine Möglichkeit im "Notfall" einzugreifen.
Ich würde das nicht wagen wollen...
Ferngesteuerte Micpres gibt's natürlich auch, via Madi kein Problem, allerdings befinden wir uns dann in einer anderen Preisklasse.


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#15
... ich wüsste nicht, dass MicPre Fernsteuerung über MADI in irgend einer Weise standardisiert wäre. LAWO DALLYS spricht nicht mit RME spricht nicht mit Stagetech. RME macht im Prinzip eine SysEx Steuerung per MIDI over MADI, soweit ich weiß.
Schade, dass das nicht kompatibel ist.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#16
""Und da kein derzeitiger Micpre über eine vernünftige Aussteuerungsanzeige...""
Wie genau sollte die denn aussehen?
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Antwort#17
zum Beispiel so.



Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#18
ja... eben... Eigenbaulösungen auch in der teureren Preisklasse funktioniert noch nicht. Man muss derzeit, wenn man diese Features nutzen will, auf Systemlösungen zurückgreifen.
Schön wäre ein einheitliches Protokoll wie es z.b. bei Routern üblich ist, da hat sich für die Quellen/Senkenbeschriftung und als Steuerungsprotokoll auch ProBel durchgesetzt.
Derzeit ist aber diese Art des digitalen Multicores noch den wirklich teuren Lösungen, also großes Digitalmischpult in der 200.000 Eur. Klasse + Stageboxen vorbehalten, wenn man von dem Yamaha System mit den Remote Micpres + DM Serie absieht.
Das Problem besteht auch darin, dass man ein "Userinterface" konstruieren müsste, wenn man ohne Mischpult arbeiten wollte, da eine Bedienung über eine Softwareoberfläche für die meisten wohl eher nicht in Frage kommt. Das ist auch der Knackpunkt von Ethersound und Aviom Systeme, dort gibt es zwar fernsteuerbare Micpres vergleichsweise günstig, und auch die Verkabelung via cat 5/6 UTP ist billig und problemlos, aber eben die Bedienbarkeit ist durch die Softwareoberfläche, so man kein Mischpult mit entsprechender Interfacekarte nutzt, meiner Meinung nach doch eingeschränkt.


Tonzauber - einfach klassisch.
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Antwort#19
Ach, der gute, alte D19.... Aber "dank" Harman sind die Zeiten ja vorbei :-(
Aber auch eine 8-stellige LED-Kette wie beim alten
{Tusch&Vorhang auf!}
B*e*h*r*i*n*g*e*r Ultragain (Stereo-Transistor-Preamp)
finde ich schon sehr ausreichend.
Oben gennantes Gerät gibt es übrigens gebraucht für 50 Tocken ist ist mehr als empfehlenswert.
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