Hallo Daniel, zufällig habe ich gerade etwas Interessantes über den "Kick in der Bass-Drum" von Markus Fiedler im Internet gelesen: http://home.arcor.de/mfiedler/tipsbase.html Gehe mal unten zu dem Link "Der Kick in der Bass-Drum". Das Wichtigste ist natürlich, welche Art von Musik wird aufgenommen und wie soll es denn klingen. Nimmst du eine Bigband auf oder eine Dixieland-Band oder Hilly-Billy? Du schreibst leider nichts darüber. Das scheint irgendwie typisch zu sein, weil man ein Kochrezept wünscht. Denke daran: Eine Aufnahme kann nur dann gut werden, wenn die Trommeln gut gestimmt sind. Mikrofone machen eine Aufnahme nicht gut! Und du wirst viel probieren, hören und einstellen müssen. Ein typischer Fehler, den Anfänger immer machen, wirst du wohl erst selber hart lernen müssen: Wenn du mit dem Mikrofon immer näher an das Fell gehst, klingt die Trommel immer kleiner! Ich habe schon sehr kleine Trommeln gehört. Marmeladeneimer nennt man diese. Gruß Maya
Hallo Maya! Da muß man klar einen Kompromiss gehen. Das Mikro weiter weg vom Schlagfell um den voluminösen Sound zu bekommen, aber nicht zu weit um noch genug Anschlag zu haben. Ich verwende Shure Beta91 und EV RE27, wobei sich das Erste durch geringes Übersprechen und das EV durch offenen Klang auszeichnet. Bei Versuchen mit 2 Mikros hatte ich immer das Problem der zu lauten Fußmaschine. Verwendete hier ein SM57 für den Anschlag. Das Signal bearbeite ich mittels SPL Transient-Designer / SPL Vitalizer / Kuhnle G400. Gruß, Thomas
Mich würde mal interessieren: Ist das Teil sein Geld wert (auch im Hinblick auf die anderen Kesselförmigen Dinger, die am Schlagzeug noch so rumhängen)? Die Demofiles von der SPL Website lassen ja schon gutes Vermuten.. Janko
Hallo Janko! Mir hat damals Jörg Kirsch diesen empfohlen. Wollte mir dann die 2-kanalige Version kaufen und beim Auspacken fand ich einen 4-kanaligen vor. kannst dir danken daß ich mich recht gefreut hab :-) Es ist ein genial zu bedienendes Gerät. Öfter habe ich die Gates zum kürzen von Toms genommen. Kennst ja allerdings das Problem mit dem Threshold. Beim Transient Designer brauchst du einen Regler (Sustain) um den Ton länger oder kürzer klingen zu lassen. Das funktioniert absolut lautstärkeunabhängig! Dieser Vorteil ist das wirklich Geniale an dem Gerät. Klingt die Kick oder Tom nicht zu lange erhöhe ich etwas den Attack und das Signal klingt um einiges knackiger. Ein weiterer großer Vorteil ist, daß das Gate um einiges säuberer auf die Impuls reagiert. Dieses hänge ich aber immer hinter den TD. Sollte es wirklich mal zu einem Knackser beim öffnen des Gates kommen, würde dieses sonst noch vom TD verstärkt. Du bist ja öfters mal in der Gegend Forchheim. Kannst Dir das Gerät gerne mal bei mir anhören. Gruß, Thomas
Hi Maya, danke für die Antwort, insbesondere der Link. Wie ich die Trommel aufnehme weiß ich. Das ist auch nicht das Problem. Ich wollte nur generell mal wissen, wie andere Leute das Live machen. Ich suche kein "Kochrezept", daß es das nicht gibt, weiß ich selbst. Trotzdem schönen Dank. Grüße Daniel
Hi Jumpy, ich benutze ein D112 (AKG). Leider ist das Stativ das ich habe etwas kurz, ich würde das Teil noch etwas näher ans Schlagfell rücken. Ein hartes Gate (Attack: unter 1 ms, Release: zw. 50-100, je nach dem). Dann noch einen harten Kompressor drauf - je nachdem wie sich das Teil anhört. Jedenfalls mit dem Attack nicht unter 60 ms damit der Kick drauf ist. EQ stelle ich nach Gehör ein (wie das andere eigendlich auch ...). Den Kick suche ich zw 1 kHz und 4 kHz - wobei ich da manchmal lange suchen muß. Bei ca. 100 - 500 Hz etwas raus. Im Bassbereich schraub ich nix rum und hebe dafür den Summen-EQ in den Bereichen etwas an. Bei manchen Rockstücken tut sich auch ein Gatereverb nicht schlecht, aber kurz gehalten. Damit kriege ich auf meiner Anlage eigendlich einen zufriedenstellenden Sound, aber ich könnte noch etwas mehr Druck von unten raus gebrauchen. Gruß Daniel
Hi Daniel! Bist Du Dir sicher mit dem Kompressor einen besseren Sound zu bekommen? Willst Du damit den Kick lauter machen oder was bezweckst Du genau damit? Den Summen-EQ im Bassbereich zu pushen, damit die Kick schiebt? Das würde ich auf keinen Fall tun! Ich habe schon auf Anlagen (Vor-)Bands gemischt, die von anderen Technikern eingestellt wurden. Ich sehe keinen Sinn darin in ca. 20 Kanälen die Bässe zurücknehmen zu müssen, wenn ich doch das gleiche mit einer Anhebung in einem Kanal (Kick) erreichen kann. Den tiefen Druck zu bekommen ist nicht so einfach. Oft ist das aber auch von den verwendeten Basslautsprechern und den Raumverhältnissen abhängig. Bässe gebe ich meißt nur über den Vitalizer zu, wobei der Charakter noch von Soft auf Hard umstellbar ist. Probier am besten mal den Classic aus. Gruß, Thomas
Hi nochmal, mit dem Kompressor so eingegestellt kriege ich einen gut hörbaren Kick. Außerdem bleibt die Lautstärke bei dynamischen Fußspiel gleich. Zum Summen-EQ. Ich mische die Band aufeinender ab, und danach kann ich mit dem Summen-EQ das ganze noch nachregeln, sei es im Bassbereich, oder um die Mitten etwas herauszunehmen. Das nächstemal Versuch ich's aber mal, im Kanal das ganze zu pushen. Ich denke, daß ich aus der Anlage nicht mehr rausholen kann, obwohl ich für die Bässe schon zwei 15" und zwei 18" verwende. Wahrscheinlich geben die Lautsprechen nicht mehr her. Gruß Daniel
Du schreibst: Die Lautstärke bleibt bei dynamischem Spiel gleich. Die Frage ist, ob Dein Schlagzeuger in dem Moment dynamisch spielen will! Ein guter Schlagzeuger hat eine gewisse Dynamik und diese möchte ich auch nicht schmälern. Sollte er recht ungleichmäßig spielen, so hast du schon Recht mit dem Kompressor. 2x 15er und 2x18er pro Seite? Hornsystem? Amping?
Hi Jumpy, die leisen Anschläge sind als solche zu erkennen, wenn ich den Komp rausnehme, dann gehen diese aber fast unter. Zu den Lautsprechern, das sind Wharfe Dale Lix, je einen 18er und 15er links und rechts. Es sind keine Hörner, drauf gehe ich mit Dynacord je 1 kW für beide - wobei die ruhig noch etwas vertragen könnten. Gruß Daniel
Wenn der Schlagzeuger so unterschiedlich spielt, ist der Kompressor schon gerechtfertigt. Die Lautsprecher sagen mir jetzt nichts, aber recht viel ist es klar nicht. Vor wievielen Leuten spielt ihr denn so, bzw. wie groß sind die Räumlichkeiten? Wir haben minimum 4x 15er pro Seite (Hornsystem), wobei diese jeweils 3,5KW bekommen. Das reicht so bis 400 Leute, darüber das Doppelte an Holz und Leistung. Natürlich ist das eine Geldfrage. Mit V-Drum haben wir auch schon über einen Mono-Sub (1x15er) und Satelliten gespielt. Kommt logischerweise auf die Gage an. Mit einem Naturset würde ich damit allerdings nicht mal den Gesang verständlich bekommen. Gruß, Thomas
Morgen, also, bisher waren es meist bis 300-400 Leute. Also, wenn ich das richtig sehe liegt das Problem mehr an der PA. Hinzu kommt für mich erschwerend, daß ich mit Sicherheit die PA in naher Zukunft nicht so schnell erweitern werde (Studio-Einrichtung gekauft... viel bezahlt... kennt man ja). Mal 'ne Frage so ganz ohne Hintergedanken ;-) Wenn ich so etwa 1000-1500 Leute erwarte, was sollte ich da auffahren? Gruß Daniel
Das ist schon ne ganze Menge! Kommt natürlich stark auf den Typ von Lautsprecher an. Würde pro Seite 2 Tops nehmen (am besten fliegen). Bei uns sind das meißt Teile mit 2Zoll Horn und 2x12er Bestückung. Vom Bass her benutzen wir, wie schon gesagt dann 4Stck. doppel 15er pro Seite. Amping kommt von Digam 2x 7000er und 2x 3000er. Das reicht für 1200 Leute sicherlich aus. Bei so einer Größenordnung würde ich Dir aber empfehlen zu einem professionellen PA-Verleih zu gehen. Gruß, Thomas
Hi, ich werd mir die Daten merken, und einen guten PA-Verleih hab ich auch. Ich danke auf alle Fälle für die ausgiebigen Tipps, und Wünsch noch vielSpass mit der Musik Grüße aus München Daniel