was passiert, wenn ich 24 bit mit 16 bit aufnehme?

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
Ich habe grade festgestellt, dass ich von einem Guitar-PODpro das 24 bit SPDIF signal mit einer 16 bit soundkarte aufnehme, ohne dithering...
ist das ein grosses NO-NO, oder macht das nicht wirklich viel aus?
Danke fuer Hilfe,
schoenes wochenende,
Daniel
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Antwort#2
Hi Daniel,
ich kann dich beruhigen.
Zu jener Zeit, als wir höchstens 16 bit mit unseren Sony-DAT-Recordern aufnehmen konnten und bevor man überhaupt Bit Mapping und Shaping kannte, kam Yamaha mit einem AD2-Wandler heraus, der 19 bit (!) erzeugte. Und der sollte besser klingen und weniger Granularrauschen haben, als der fest eingebaute 16 bit A/D-Wandler im DAT-Recorder. Anfänglich hat das kein Ingenieur geglaubt, weil das einem so vorkam, wie das Anpreisen von Super-Benzin für ein Normalbenzin-Auto oder der Gabe von Schlagsahne für eine Katze, die auch von normaler Milch dick wird.
Aber ein Aufnehmen von geringer Aussteuerung und das Nachverstärken um 60 dB und das Abhören und Vergleichen über Kopfhörer hat gezeigt, dass das wirklich stimmte. Also selbst mit einem 16 bit Recorder und einem 24 bit A/D-Wandler machst du vom störenden Granularrauschen her eine bessere Aufnahme, als mit einem 16 bit Wandler.
Wenn hinterher das Endprodukt eh eine CD ist, dann ist alles im grünen Bereich. Es sei denn, du hast gar zu niedrig ausgesteuert und musst hinterher den Pegel noch hochziehen.
Selbst die digitalen Sony 3324 Mehrspurgeräte hatten nur je Kanal (!) maximal 16 bit. Und da addierte sich so einiges an Dreck bei der Zusammenmischung.
Dein Guitar-PODpro das 24 bit liefert (egal ob SPDIF- oder AES/EBU-Schnittstelle) sollte mit der 16 bit Karte kein Problem sein.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


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Antwort#3
(24bit mit 16bit Soundkarte)
Nein, das macht überhaupt nix aus. Du hast dann zwar nur 16bit aber sooo schlecht sind 16bit gar nicht, im Gegenteil das reicht oft aus, auch wenn man möglichst hoch austeuern sollte, denn viele Reserven gibt es nicht.
Eine andere Geschichte ist die von ebs angesprochene. Und zwar dass 18, 19, 20, 24 bit Wandler qualitativ besser sind als 16bit Wandler.
Und das erscheint auch logisch. Erstens müssen 20bit Wandler eine höhere Präzision liefern und auch weniger rauschen. Sie müssen also qalitativ besser sein und das kommt auch den höherwertigen 16bit zugute als bei einem 16bit Wandler der geradeso mit auch und krach 16bit schaffte.
Und zweitens gibt es moderen, gute 16bit Wandler gar nicht. Die arbeiten nämlich alle mit 24bit. Will man 16 bit kann man die niedrigwertigen 8 einfach ignorieren oder mit Nullen auffüllen. (die letzten vier wackeln eh nur, enthalten also kein Nutzsignal) oder man dithert.
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Antwort#4
Aussage : "die letzten 4 (Bit eines 24Bit Wandlers) wackeln eh nur, enthalten also kein Nutzsignal) oder man dithert.
Könnte man denen nich noch eine information entlocken, durch Mitteln ? - Die tasten das Signal ja statistisch ab und enthalten das Analograuschen, oder kann ich davon ausgehen, daß bereits die Wandler alles diesbezügliche rauskitzeln und die Wackelbits nur Artefake sind ?
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Antwort#5
Könnte man denen nich noch eine information entlocken, durch Mitteln ?
Die tasten das Signal ja statistisch ab
und enthalten das Analograuschen,
oder kann ich davon ausgehen, daß bereits die Wandler alles diesbezügliche rauskitzeln und die Wackelbits nur Artefake sind ?
Betreiben in flüssigem Helium...
Nein. In exakten Abständen von z.B. 1/44100 s.
genau.
Was für Artefakte?
Das die Wandler nicht bis ins 24bit sauber arbeiten könnte ich mir dagegen schon vorstellen. (so wie alte 16bit Wandler eben auch Fehler in der grössenordnung eines Bits gehabt haben können)
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