stromversorgung

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo!
ich haette eine frage und hoff, dass mir irgendjemand weiterhelfen kann. ein freund von mir hat eine yamaha-groovebox (rs7000) zuhause und relativ viele abstuerze. bei mir laeuft das teil so gut wie ohne probleme. jetzt hab ich grad einen anruf bekommen, dass seine komplette anlage (verstaerker, rs7000, turntables, etc., haengt alles an der selben phase) sich ausgeschaltet hat (war vermutlich irgendwo eine sicherung), waehrend er auf dem rs7000 beim speichern war: natuerlich ist alles weg und er ziemlich gefrustet.
jetzt waere meine frage: er wohnt in einer altbauwohnung. ist es moeglich, dass es an der stromversorgung liegt, dass sein rs7000 so unstabil ist, waehrend das ding in meiner anlage (wohnung grade mal so um die 5-6 jahre alt, wesentlich mehr geraete auf einer einzigen phase) ohne probleme laeuft? wuerde mich freuen, wenn mir jemand da weiterhelfen koennte, bin absolut kein experte, was elektrotechnik angeht, mit meinem bissl halbwissen :-)
lg
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Antwort#2
Hallo Mike,
es liegt bestimmt nicht am Alter des Hauses, aber ...
... Deine Vermutungen könnten trotzdem in die richtige Richtung gehen. Stell Dir mal vor, die eine Wohnung liegt zufällig an einer Stelle, an der ein sehr stabiles Stromnetz bereitgestellt wird. Also ein Netz ohne große Spannungsschwankungen und ohne großartige Schalt- und sonstigen Oberwellen. Und stell Dir weiter vor, die andere (alte) Wohnung liegt zufällig an einer Stelle, an der die Spannungen größeren Schwankungen ausgeliefert sind, wo große elektrische Abnehmer für Spannungsspitzen, -einbrüche oder Oberwellen sorgen, ... (kann bei schwachem Netz, also Netz mit hohem Innenwiderstand, auch schon bei der Benutzung von Schweißgeräten, ... auftreten)
Je nachdem, wie solide (überdimensioniert) das Netzteil gebaut ist, kann es dass entweder ausgleichen oder nicht.
Zweites Thema - kapazitive Einstreuungen:
Außerdem spielt natürlich auch die Kapselung gegen kapazitive Einstreuungen eine Rolle. So schirmt ein Plastikgehäuse tendenziell weniger ab als ein Metallgehäuse. Aber das ist Dir bestimmt klar. Was ggf. nicht klar ist: Die kap. Einstreuungen könnten auch über schlechte Kabel in der ansonsten abgeschirmte Metallgehäuse gelangen. Das kann z.B. der Grund für plötzlichen Radioempfang am Mischpult sein - Mach´s mit GEZ ;-)
Beste Grüße
Wolfgang
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Antwort#3
Hallo Mike,
so ein Verhalten könnte schon durch Probleme mit dem Stromnetz entstehen, beispielsweise durch böse Unterspannung, das quittieren Digitalgeräte gerne mal mit einem Reset. Ich sage "könnte", weil man das so "fernmündlich" leider nicht recht beurteilen kann.
Allerdings würde ich dazu mal einen Elektriker zu Rate ziehen, der die Installation im Zweifel mal ordentlich überpüfen kann.
Janko
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Antwort#4
Hallo Janko,
hallo Mike,
ich hoffe nicht, dass die Ursache innerhalb der Wohnung liegt und durch einen Elektriker dort geprüft werden könnte. Das würde nämlich bedeuten, dass dort Wackelkontakte, unterdimensionierte und/oder falsch abgesicherte Leitungen und was weiß ich noch alles vorzufinden wäre. Das wäre somit nicht gut für das Leben von Mike´s Freund.
Ich gehe deshalb mal davon aus, dass das Problem entweder im RS7000 zu suchen ist, weil der einen Zeitfehler (Wärmefehler, Kontaktfehler, ...) haben könnte, oder (haus-) externe Gründe hat, weil das Stromnetz zu "wackelig" ist.
Tipp: Treten Fehler bei mechanischer Beanspruchung auf?
Treten Fehler nach einer bestimmten Zeit auf, z.B. wenn das Gerät warm ist?
Treten Fehler an wärmeren/kälteren Orten auf?
Da ich das Gerät nicht kenne einige vielleicht ziemlich blöde Fragen: Steht das Gerät ggf. wackelig? Eckt das Gerät ggf. an Kanten, Wänden, ... an? Sind alle Anschlüsse sicher gesteckt/verriegelt/sauber?
Beste Grüße
Wolfgang
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Antwort#5
Hallo Mike,
ich frag gleich mal direkter,
Altbauwohnung -> Sicherungskasten welche Sicherungen sind eingebaut?
Schraubsicherungen oder Automaten?
Hauptsicherungen wie alt?
Hatte 2001 ein nettes Erlebnis in einer Kirche.
Winter, alle Heizungen an, Spannungsprobleme bei den Aufnahmen.
Am 2. Tag ist dann die 64A Hauptsicherung durchgebrannt.
Die nachgeschalteten 32A Automaten lösten aber nicht aus.
Die Hauptsicherung war direkt an der Hauseinführung. Die war bereits so heiss, daß die Vergußmasse im Kasten bereits flüssig war(Bitumen)
Grund: Die Sicherungen oxydieren mit der Zeit, dadurch bekommt man höhere Übergangswiderstände in den Sicherungen. Folge, wenn die Nachbarin den Herd einschaltet hat man auf einmal statt 230V nurmehr 185V, und da steigen die meisten Digitalgeräte aus.
Gruss Hans
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Antwort#6
erstmal danke fuer die antworten!
gerade eben hat mich mein freund ganz peinlich beruehrt angerufen: er hat versehentlich den verteilerstecker aus der steckdose gezogen - das akute problem waere damit also gefunden und so schlimm wie ich anfangs befuerchtet habe duerfte das ganze dann doch nicht sein :-) die abstuerze passieren allerdings trotzdem, und ich werd mal weiter forschen, moecht nicht erleben, dass mir das auch noch passiert.
zu den einstrahlungen ueber kabel: er hat einen dj-mischer mit zwei turntables am sample-eingang haengen (mit cinch->klinke adaptern), von da her denke ich, dass das leicht moeglich waere. auf jeden fall hab ich ihm mal geraten, den dj-mischer nur zum samplen anzuschliessen und ansonsten abgesteckt zu lassen, vielleicht hilft das.
zum geraet selber: ich hab in einem forum, in dem einer der entwickler vom rs7000 selber mitschreibt, das problem mal gepostet, hoffe, dass er mir da weiterhelfen kann. dass z.b. der prozessor nach einigen stunden ueberhitzt und ihm dann bei intensiven aktionen wie speichern einfach die luft ausgeht koennte ich mir schon vorstellen, waere moeglich, dass sich yamaha da mit der kuehlung leicht verschaetzt hat.
nochmal vielen dank!
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Antwort#7
welche sicherungen eingebaut sind, weiss ich leider nicht (das kann er mir als absoluter laie leider auch nicht sagen, werd mal bei ihm nachschauen). aber mein erster gedanke war eben etwas in der richtung: dass hin und wieder die versorgungsspannung einfach einsackt und deshalb der rs7000 stehenbleibt. die moeglichkeit, dass das geraet selber einen wackler hat oder sich bei der dimensionierung der bauteil verschaetzt hat bezweifle ich eher, da ich von yamaha einfach eine gute verarbeitungsqualitaet gewohnt bin :-)
naja, im grunde koennte es ja allein schon daran liegen, dass er in seiner wohnung eine hoehere luftfeuchtigkeit hat ... also, je laenger ich drueber nachdenke und je mehr von meinem angestaubten htl-wissen dabei wieder an die oberflaeche kommt, desto ratloser werde ich. jedenfalls hoffe ich doch, dass ich die ursache dieses problems finde, da ich ja selber meinen rs7000 als zentrales geraet fuer live-performance einsetzen will, und da moechte ich schon vorher wissen, was fuer probleme es geben kann. weil's ja nichts peinlicheres gibt, als wenn einem auf der buehne der sequencer abschmiert ...
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Antwort#8
Hallo Mike,
versuchs doch mal mit einer USV. Auf der Bühne ist es mit einer wakeligen Stromversorgung noch viel schlimmer.
Gruss Hans
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Antwort#9
Es kann sehr wohl an deiner alten Hausinstallation liegen! Wenn in der Installation noch geschraubte Verbindungen in Verteilerdosen etc. existieren. Lt. aktueller DIN-VDE (Nummer weiß ich grad nicht) müssen Schraubverbindungen ALLE DREI JAHRE! kontrolliert und nachgezogen werden, da sie sich regelmässig lockern. Grund: Kupfer ist ein "fließender" Werkstoff. Es fließt buchstäblich unter dem Druck der Schraube weg und die Verbindung lockert sich. Besser sind da Verbindungen mit Federklemmen (WAGO etc.), die drücken nach und gewährleisten über lange Zeit eine sichere Verbindung.
Auch die Unsitte von Tontechnikern und anderen Laien, Litze ohne Aderendhülse in Stecker und Lüsterklemmen zu schrauben, rächt sich bitter auf die Dauer......:-).
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Antwort#10
"Tontechniker und andere Laien"
Aha ! :-) Dies errinnert mich an einen Zeitungsartikel : "Neben dem Tonmann und dem Schlagzeuger befanden sich noch weitere unmusikalische Personen auf der Bühne" :D
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Antwort#11
Gemeint war: Laie in Bezug auf die Einhaltung der Regeln der Elektrotechnik im Sinne von DIN-VDE. Hier haben sich schon viele Tontechniker(-bastler) als schwarze Schafe geoutet.
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