Sagt doch mal - wie reinigt Ihr eigentlich eine Kopftrommel von einem DAT-Recorder oder ADAT, DTRS oder sonstigen Aufnahmegeräten mit rotierendem Kopfrad? Aus aktuellem Anlaß, nämlich daß vorhin mein PD 2 bei einer ganzen Reihe Bänder "rot" anzeigte (also Interpolation) habe ich hier zur "chemischen Keule" gegriffen und mit Azeton und Wattestäbchen die Kopftrommel mal abgetupft. Das Problem dabei ist nämlich, daß die Wattestäbchen leicht fusseln und diese Fusseln dann an den Köpfen - die ja geringfügig hervorstehen - hängen bleiben können. Wer hat da einschlägige Erfahrungen? Das Reinigen hat jedenfalls Wunder gewirkt.
Hallo Reiner, Azeton ist für rotierende Tonköpfe nicht richtig. Viele Q-Tipps haben ein Kunstoffstäbchen und dieses Stäbchen wird von Azeton angegriffen und so kann selbst eine Kunstoffschicht auf die Tonköpfe verteilt werden. Oft wird Isopropylalkohol empfohlen. Gruß Didi
Hallo Rainer, warum nimmst Du kein Reinigungsband? Tascam schreibt einen Reinigungsdurchgang alle 50 Betriebsstunden vor. Ich bin mit DTRS-Rekordern auch bei 100 Stunden gut gefahren. Wenn ich mich recht entsinne, warnt Tascam eindringlich vor Nassreinigung. Aber wahrscheinlich eher wegen der Gefahr der falschen Mittel in Bezug auf Kunststoffteile. Schönen Gruss Wolf
Lieber Rainer, Kopftrommeln wirklich nicht mit aceton reinigen (zu agressiv); isopropylalkohol ist der richtige weg. Wattestäbchen ist auch nicht sonderlich empfehlenswert, besser sind spezielle reinigungsstäbchen mit einer schaumstoff-spitze, die fusseln nicht. alternativ auch ein altes baumwolltuch - wenn es oft genug ausgekocht ist, fusselt es auch nicht mehr. ALlerdings brauch man dann sensible fingerspitzen :o) So kopfreinigen bringt oft wunder....! WEnn man allerdings nicht vorsichtig ist, kann es auch sehr teuer werden..... Herzliche Grüße Georg
Lieber Wolf, Trockenreinigung per band schön und gut. Doch wer schon einmal eine DTRS mit 200 Betriebsstunden aufgeschraubt hat, kennt die häufchen bandabrieb, die an den umlenkrollen liegen - auch die sollten von zeit zu zeit entfernt werden. Ausserdem ist so eine Reinigung per trockenband sehr anstrengend für die Köpfe, eine sachgemässe reinigung per hand und alkohol hingegen nicht. Aufpassen muss man jedoch, dass man die Kopftrommel nicht dejustiert, sonst ist die spurlage futsch und die maschine kann zwar weiterhin aufnehmen, jedoch alte aufnahmen nicht wiedergeben. Auch besteht die Gefahr, wenn man mit zuviel druck reinigt, dass das fragile Lager der Kopftrommel beschädigt wird und diese dann unwuchtig läuft - was einen Austausch der kompletten Trommel nach sich zieht. Herzliche Grüße Georg
Hallo Rainer, bei uns werden die Köpfe aller Videorecorder etc. - also nicht gerade wenige - einfach mit "Video 90" von Kontaktchemie mittels eines selbstgebastelten Tupfers gereinigt. Der besteht aus nem Plastikstäbchen, wo rundherum ein Stückchen Microfaser-Fenstertuch geklebt ist. Geht besonders gut, wenn man es direkt nach Ziehen des Steckers anwendet und der Kopf noch rotiert, ansonsten heißt es, das Ding mit dem Finger vorsichtig zu drehen. Einhaltung einer ausgedehnten Verdunstungszeit ist bei rotierenden Köpfen angesagt, sonst hast Du beim Einschalten den (Band-)Salat. Gruß, M.